Der Poolroboter Beatbot Sora 30* reinigt Boden, Wände und Wasserlinie vollautomatisch. Im HouseControllers-Test hat uns vor allem überrascht, wie durchdacht das Gesamtpaket aus Gerät und App ist. Für aktuell rund 650 Euro (regulär: rund 700 Euro) bekommt ihr einen Poolroboter, der sich anfühlt, als hätte er mehr gekostet. Wer keine besonderen Anforderungen an die Oberflächenreinigung stellt, wird hier kaum etwas vermissen.

Einen Pool zu besitzen ist schöner als wir es uns vorgestellt haben. An Homeoffice-Tagen in der Mittagspause ein paar Runden zu schwimmen, bevor es wieder an den Schreibtisch geht – das ist ein Luxus, den wir inzwischen nicht mehr missen wollen. Die Pflege allerdings haben wir vor der Anschaffung ehrlich gesagt unterschätzt: Wasserqualität prüfen, Chemie nachjustieren, die Filteranlage warten – und dazu kommt die regelmäßige Reinigung von Boden, Wänden und Wasserlinie.

Ein Poolroboter nimmt dabei den Teil ab, der uns am meisten genervt hat: die Reinigung selbst. Das Mittelklasse-Segment ist dabei besonders interessant: Günstigere Modelle unter 400 Euro reinigen oft nur den Boden und liefern schwächere Ergebnisse. Teure Profigeräte jenseits der 1.000 Euro bieten Features, die im Privatpool oft gar nicht benötigt werden.

Dazwischen gibt es Modelle wie den Sora 30, der preislich im Mittelfeld liegt. Unser Praxistest zeigt, wie gut das Gerät im Alltag funktioniert.

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Solde Verarbeitung und ansprechendes Design

Wer den Sora 30 das erste Mal in die Hand nimmt, stellt fest, dass das Gehäuse solide wirkt und die Verarbeitungsqualität über dem liegt, was man für diesen Preis erwarten würde. In Kombination mit der klar gestalteten App entsteht ein Gesamteindruck, der eher an ein höherpreisiges Gerät erinnert. Beatbot hat offenbar bewusst auf überflüssige Features verzichtet und stattdessen die Kernfunktionen konsequent durchgedacht.

Auch das moderne Design gefällt uns gut, wenngleich dieser Aspekt bei einem Poolroboter aus unserer Sicht eher zu vernachlässigen ist.

Zuverlässige Reinigung von Boden, Wände, Wasserlinie

Der Sora 30 arbeitet sich durch alle drei Reinigungszonen: Boden, Wände und Wasserlinie. Das klingt selbstverständlich, ist es in dieser Preisklasse aber nicht – günstigere Modelle beschränken sich oft auf den Boden. In unserem Test hat das Gerät Sand, Insekten und Laub zuverlässig aufgesaugt. Die Saugleistung liegt laut Hersteller bei 25.700 Litern pro Stunde, und der Unterschied zu schwächeren Modellen zeigt sich direkt im Ergebnis.

Die Reinigung läuft in optimierten S-förmigen Bahnen ab, was die Flächenabdeckung verbessert und verhindert, dass der Roboter einzelne Bereiche auslässt. Drei Reinigungsmodi stehen zur Auswahl: der Boden-Modus reinigt ausschließlich den Poolboden, der Standard-Modus umfasst Boden, Wände und Wasserlinie in einem Durchgang, und der Eco-Modus startet automatisch alle 48 Stunden und hält den Boden dauerhaft sauber, ohne dass ihr manuell eingreifen müsst.

Poolroboter Beatbot Sora 30 während der Arbeit
Der Beatbot Sora 30 bei der Arbeit.

Ein Feature, das wir nicht prüfen konnten: die Reinigung von Flachwasserzonen. Der Sora 30 soll über Ultraschall-Sensoren Plattformen und flache Bereiche ab einem Wasserstand von 20 Zentimetern erkennen und reinigen. Da unser Pool keine solche Zone hat, konnten wir die Funktion leider nicht ausprobieren.

Nach dem Reinigungsdurchgang fährt der Sora 30 automatisch an die Wasseroberfläche zurück, parkt am Beckenrand und lässt das Wasser im Inneren ab, bevor ihr ihn entnehmt. Ihr müsst das Gerät also nicht umständlich aus dem Pool angeln.

Das Gerät wiegt rund neun Kilogramm. Kein Leichtgewicht, aber handlich genug, um es ohne Aufwand aus dem Pool zu heben. Im Alltag ist das kein Problem.

Was der Sora 30 nicht kann: die Wasseroberfläche reinigen. Schwimmende Blätter oder Pollen, die noch nicht auf den Grund gesunken sind, bleiben zunächst im Wasser. Beatbot bietet mit dem Sora 70 ein teureres Modell an, das auch die Oberfläche abfährt. Für die meisten Pools ist das aber kein praktisches Problem – Schmutz landet früher oder später auf dem Boden und wird dort vom Sora 30 aufgenommen.

Filterkorb des Beatbot Sora 30
Der Filterkorb kann mit wenigen Handgriffen zur Reinigung entnommen werden.

Der Filterkorb fasst fünf Liter und hält Partikel ab 150 Mikrometern zurück. Durch das große Volumen müsst ihr ihn nicht nach jedem Durchgang leeren – bei normaler Poolnutzung reicht eine regelmäßige Kontrolle. Die Entnahme funktioniert unkompliziert über die Oberseite des Geräts: Klappe öffnen, Korb herausnehmen, mit dem Gartenschlauch ausspülen.

Akkulaufzeit: Genug für große Pools in einem Durchgang

Der eingebaute Akku fasst 10.000 mAh. Im Test reichte das je nach Reinigungsmodus für vier bis fünf Stunden Betrieb am Stück – ausreichend für Pools mit bis zu 300 Quadratmetern Bodenfläche. Ihr müsst also nicht zwischendurch pausieren und neu laden.

Geladen wird der Roboter über einen Steckanschluss direkt am Gerät. Eine separate Ladestation gibt es nicht, was im Alltag kaum stört, aber im Vergleich zu Geräten mit Dockingstation weniger komfortabel ist. Die Ladezeit lag in unserem Test bei rund vier Stunden.

Beatbot Sora 30: Rückseite mit Schalter und Steckeranschluss
Der Stromanschluss befindet sich auf der Rückseite. Hier könnt ihr über einen Schalter auch den Reinigungsmodi auswählen und euch den Griff zur App ersparen.

App: Übersichtlich, durchdacht, alltagstauglich

Die Beatbot-App macht einen guten Eindruck – und das nicht nur auf den ersten Blick. Die Oberfläche ist klar strukturiert und die Ersteinrichtung war in wenigen Minuten erledigt. Auf dem Startbildschirm seht ihr sofort den aktuellen Akkustand des Roboters, seinen Status und die zuletzt gewählte Reinigungseinstellung.

Die App dokumentiert außerdem vergangene Reinigungsläufe inklusive Dauer – ein abgeschlossener Boden-Modus-Durchgang lässt sich so im Nachhinein nachvollziehen.

Beatbot Sora 30: App-Screenshot
Viel Liebe für Details: Die App ist intuitiv aufgebaut und sieht dabei auch noch schick aus.
Beatbot Sora 30: App-Screeshot
In der App könnt ihr den Reinigungsmodus auswählen – alternativ funktioniert das auch mit der Taste direkt am Gerät.

Was ihr beachten solltet: Die App verliert die Verbindung zum Roboter, sobald dieser unter Wasser ist. Änderungen am Reinigungsmodus sind dann nicht mehr möglich. Das ist kein Fehler der App, sondern eine physikalische Grenze – WLAN-Signale durchdringen Wasser nicht stark genug. Dieses Verhalten gilt für alle Konkurrenzprodukte gleichermaßen. Ihr wählt den Modus also vor dem Einsetzen, danach arbeitet der Sora 30 vollständig autonom.

Was der Sora 30 nicht bietet

Zwei Einschränkungen solltet ihr kennen, bevor ihr kauft. Erstens: Es gibt keine kamerabasierte Schmutzerkennung, wie sie einige teurere Modelle nutzen. Dabei wird per Kamera erkannt, wo der Pool besonders stark verschmutzt ist, und dieser Bereich wird intensiver gereinigt. Der Sora 30 reinigt systematisch, aber ohne diese Form der Priorisierung.

Zweitens: Die Wasseroberfläche wird, wie oben bereits erwähnt, nicht aktiv gereinigt. Schwimmende Verschmutzungen werden nicht direkt eingesammelt, sondern erst dann, wenn sie auf den Poolboden gesunken sind. Wer dort regelmäßig größere Mengen an Schmutz hat, braucht entweder ein anderes Gerät oder reinigt die Oberfläche separat.

Beatbot Sora 30 im Test: Unser Fazit

Der Beatbot Sora 30 ist ein überzeugender Poolroboter für alle, die eine zuverlässige Allround-Lösung suchen. Er reinigt Boden, Wände und Wasserlinie gründlich, die Akkulaufzeit reicht für große Pools, der Filterkorb ist großzügig dimensioniert und die App bietet mehr Funktionstiefe als ihr auf den ersten Blick erwartet. Dazu kommt eine Verarbeitungsqualität, die im Mittelklasse-Segment nicht selbstverständlich ist.

Für wen lohnt er sich? Für Poolbesitzer, die einen unkomplizierten, gut ausgestatteten Poolroboter wollen, ohne das Budget für ein Flaggschiff-Modell auszugeben. Aktuell ist das Gerät bei Amazon auf 649 Euro reduziert* – unserer Meinung nach ein fairer Preis für das, was er leistet. Regulär geht das Gerät für rund 800 Euro über die Ladentheke.

Beatbot Sora 30: Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

  • hohe Saugeistung und sehr gutes Reinigungsergebnis
  • Lange Akkulaufzeit (4-5 Stunden)
  • Reinigt Boden, Wände und Wasserlinie
  • Großer Filterkorb (5 Liter)
  • Schwimmt nach Reinigung automatisch an die Wasseroberfläche zurück
  • Solide Verarbeitung
  • Übersichtliche, intuitive App

Nachteie

  • keine Ladestation
  • Wasseroberfläche wird nicht gereinigt
  • Keine kamerabasierte Schmutzerkennung
  • App-Steuerung unter Wasser nicht möglich (gilt aber auch für Konkurrenzprodukte)

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Author

Ich bin Nico Zorn und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.