Amazon Echo als Smart Home Zentrale: Alexa unterstützt Routinen

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Amazon baut seine digitale Assistentin Alexa kontinuierlich zur Smart Home Zentrale aus. Neben einem überarbeiteten Smart Home-Bereich in der Alexa-App können jetzt auch Routinen eingerichtet werden.

Der Smart Home-Bereich macht jetzt einen deutlich aufgeräumteren Eindruck. Einzelne Geräte können direkt über die App angesteuert und neue über den entsprechenden Menüpunkt hinzugefügt werden. Außerdem könnt ihr mehrere Geräte zu einer Gruppe (zum Beispiel “Erdgeschoss”) gruppieren, um so die Steuerung zu vereinfachen (“Alexa, schalte Wohnzimmer an”). Außerdem könnt ihr in dem Smart Home-Bereich nach Szenen suchen, um beispielsweise Beleuchtungszenen von Philips Hue in Alexa zu übernehmen.

Alexa Smart Home

Amazon Alexa: Der Smart Home-Bereich ist jetzt wesentlich übersichtlicher.

Die neue Routinen-Funktion ermöglicht zusätzliche Möglichkeiten für die Steuerung des Smart Homes. Bei den Routinen handelt es sich um eine Abfolge von Aktionen, die sich mit einem Sprachbefehl aktivieren lassen. Innerhalb einer Routine könnt ihr Nachrichten, Smart Home-Geräte, die Verkehrslage und das Wetter einbinden. Der Sprachbefehl “Alexa, guten Morgen” veranlasst Alexa dann beispielsweise dazu, folgende Aktionen auszuführen:

  • Das Licht im Schlaf- und Badezimmer wird eingeschaltet
  • Alexa liest den aktuellen Wetterbericht vor
  • Alexa informiert über die aktuelle Verkehrslage

Für die entsprechenden Aktionen waren bislang drei Sprachbefehle notwendig, mit einer Routine reicht nun ein Befehl. In unserem Test hat allerdings ausgerechnet der Sprachbefehl “Alexa, guten Morgen” noch nicht funktioniert, obwohl Amazon diese Routine selber als Beispiel aufführt. Statt der gewünschten Routine spult Alexa ihr Standardprogramm ab und wünscht uns einen schönen Tag. Wir gehen davon aus, dass Amazon dieses Problem in den kommenden Tagen beheben wird.

Alexa Routinen

Amazon Alexa: Routinen erleichtern die Steuerung des Smart Homes.

Alexa wird zur Smart Home Zentrale – und zum Problem für die etablierten Anbieter

Mit den Routinen deckt Alexa Funktionen ab, für die bislang eine eigenständige Smart Home-Zentrale, etwa von Innogy, Fibaro oder Qivicon (Magenta Smart Home), notwendig war. Amazon geht aber noch einen Schritt weiter: Der ab dem 31. Oktober erhältliche Echo Plus* bringt hardwareseitig ein integriertes Zigbee-Modul mit. Der Echo Plus kann damit vernetzte Geräte, wie beispielsweise Philips Hue Lampen, direkt ansteuern – die bislang erforderliche Philips Hue Bridge wird nicht mehr benötigt.

Update (14.11.2017): Wir haben die Echo-Variante mit integriertem Smart Home Hub jetzt getestet: Amazon Echo Plus im Test.

Im Vergleich zu eigenständigen Smart Home-Lösungen sind die Möglichkeiten, die Alexa bietet, zwar momentan noch überschaubar. Dennoch dürften die etablierten Smart Home-Anbieter in den nächsten Monaten unter Druck geraten: Amazon bringt das Smart Home in den Massenmarkt und integriert vernetzte Geräte von zahlreichen Unternehmen in einem – sprachgesteuerten – System.

Sicherlich: Datenschutz bleibt bei Amazon Alexa (und Google Home) ein kritisches Thema. Die etablierten Smart Home-Anbieter werden sich aber mehr Argumente einfallen lassen müssen, um Verbraucher von ihren Lösungen zu überzeugen – erst recht, wenn sie gleichzeitig mit ihren eigenen Alexa Skills für die Sprachsteuerung ihres Systems werben.

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  1. Pingback: Amazon Echo: Neue Lautsprecher-Generation ab heute erhältlich - housecontrollers

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