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Mit dem Philips Hue Tap hat Philips… nun ja… einen Lichtschalter erfunden. Der runde Knopf schaltet die Lampen des Lichtsystems Philips Hue und aktiviert die gewünschte Lichtszene. Wir haben uns die Fernbedienung genauer angesehen.

Erster Eindruck und Einrichtung des Hue Tap

Der rund 53 Euro teure Philips Hue Tap* wirkt etwas klobig. Das Gerät hat einen Durchmesser von 75 mm. In der Höhe misst der Tap 24 mm mit Montagehalterung  und 17 mm ohne Halterung.

 

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Der Hue Tap besitzt vier Knöpfe für die Steuerung des Philips Hue Systems.

Auf der Rückseite befinden sich doppelseitige Klebestreifen, mit dem der Tap problemlos an einer Wand befestigt werden kann. Alternativ ist auch eine Wandmontage mit den mitgelieferten Wandschienen möglich. Wer möchte, kann den Tap natürlich auch als klassische Fernbedienung verwenden und etwa auf dem Wohnzimmertisch ablegen. Mit ein wenig Bastelarbeit kann der Hue Tap sogar in einen Schalter aus der Gira-Serie eingebaut werden (siehe hierzu: Gira Funk-Lichtschalter für Philips Hue umrüsten).

Philips Hue Tap Rückseite
Auf der Rückseite des Philips Hue Tap befinden sich Klebestreifen und die Vorrichtung für die Wandmontage.

Die Einrichtung ist schnell erledigt. Hierfür muss lediglich die Philips Hue App geöffnet und das Gerät unter dem Menüpunt Einstellungen / Meine Geräte hinzugefügt werden. Anschließend lassen sich auch schon die drei runden Knöpfe auf dem Tap den gewünschten Lichtszenen zuordnen. Die gesamte Oberfläche des Tap ist ebenfalls ein Knopf, den wir mit der Funktion „Lampen aus“ konfiguriert haben – es ist nämlich leider nicht möglich, durch erneutes Drücken auf die gleiche Tasten die Lampen wieder auszuschalten. Somit werden die meisten Anwender einen der insgesamt vier Knöpfe für das Ausschalten der Lampe verwenden.

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In der Philips Hue App werden die Knöpfe des Tap den gewünschten Lichtszenen zugewiesen.

Funktionsumfang und Bedienung

Eine Besonderheit des Hue Tap ist der Verzicht auf eine Batterie. Stattdessen setzt Philips auf kinetische Energie. Das bedeutet: Immer dann, wenn ein Knopf auf dem Tap gedrückt wird, generiert das Gerät den benötigten Strom, um den Befehl an die Philips Hue Zentrale weiterzugeben. Eine Idee, die uns grundsätzlich gut gefällt, schließlich gibt es meistens schon genug Geräte im Haushalt, die regelmäßig mit frischen Akkus versorgt werden müssen.

Das ungewöhnliche Prinzip der Energieversorgung hat allerdings den Nachteil, dass die Knöpfe feste gedrückt werden müssen – es reicht nicht, die Bedienelemente lediglich leicht zu drücken oder gar nur zu berühren, wie man es von einem Touchscreen gewohnt ist. Laut Philips soll der Hue Tap ungefähr 50.000 Schaltungen unterstützen, bevor er den Geist aufgibt. In der Praxis dürfte das Limit aber so schnell nicht erreicht werden. Positiv: Das Hue System reagiert blitzschnell und sehr zuverlässig auf Befehle des Hue Tap.

Der Funktionsumfang des Hue Tap beschränkt sich auf das einfache ein- und ausschalten der Lampen, beziehungsweise der gewünschten Lichtszenen. Leider ist es nicht möglich, direkt mit dem Tap die Lampen zu dimmen oder eine von den vorkonfigurierte Szenen abweichende Farbe auszuwählen. Der eingeschränkte Funktionsumfang ist sicherlich auch dem ungewöhnlichen Konzept der Stromversorgung geschuldet. Sicherlich ist es praktisch, dass das Gerät ohne Batterie auskommt, auf der anderen Seite werden die Stärken des Hue Systems, wie etwa eine feinstufige Wahl der gewünschten Leuchtfarbe und Helligkeit, nicht abgebildet. Wer seine Hue-Leuchtmittel dimmen möchte, muss zum Hue Wireless Dimming Schalter greifen.

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Der Philips Hue Tap im Größenvergleich.

Vor– und Nachteile im Überblick

Philips Hue Tap Vorteile

  • benötigt keine Batterien
  • einfache Einrichtung und Bedienung
  • schaltet die Hue-Lampen schnell und zuverlässig
  • einfache Montage

Philips Hue Tap Nachteile

  • hoher Preis
  • Hue Tap ist relativ klobig

Philips Hue Tap im Test: Unser Fazit

Der Preis ist unserer Meinung nach angesichts des eingeschränkten Funktionsumfangs zu hoch angesetzt. Schade ist auch, dass sich lediglich drei Lichtszenen konfigurieren lassen, da ein weiterer Knopf für das Aussschalten der Lampen genutzt werden muss. Pluspunkte gibt es für die Tatsache, dass die Lampen schnell und zuverlässig auf Befehle des Hue Tap reagieren. Natürlich ist es im Alltag praktisch, nicht immer das Smartphone rauskramen zu müssen, um die Beleuchtung zu steuern. Ob man für diesen Komfort den hohen Preis bezahlen möchte, muss jeder für sich beantworten.

Der Hue Tap ist für rund 60 Euro im Handel erhältlich. Amazon verkauft den Hue Tap im Moment für rund 53 Euro*.

Anzeige / Letzte Aktualisierung am 14.12.2019 um 12:14 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon

Video: Ein kurzer Blick auf den Philips Hue Tap

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

3 Kommentare

  1. Ich hab mir den Tap vor einiger Zeit auch besorgt. Ich bin zwar froh ihn zu haben (da die Sache mit dem Handy auf Dauer wirklich nervig ist und ich in meinem Wohnzimmer wirklich auch mehrere sinnvolle Lichtszenen einsetze) aber ein paar Kritikpunkte habe ich schon.

    – der Schalter ist schon sehr klobig, ich habe ihn neben dem normalen Lichtschalter angebracht und er ragt um gut das doppelte hervor
    – das Drücken fühlt sich relativ komisch an
    – Besuch versteht das Prinzip nicht und benutzt den normalen Lichtschalter :)

    Trotzdem bin ich zufrieden, die Montage ist mit dem Klebeband absolut problemlos und der Schalter funktioniert sehr zuverlässig.

    • nico Antworten

      Danke für Dein Feedback zum Philips Hue Tab, Frank. Wir haben den Tab mittlerweile seit einigen Monaten im Einsatz und können Deine Kritikpunkte unterschreiben, die meisten Aspekte hatten wir ja auch schon im Artikel aufgeführt (feste Drücken + klobiges Design).

  2. Hallo,
    die App „iconnecthue“ bietet eine sehr gute Möglichkeit den Hue Tap einzustellen:
    Man kann einen Knopf mit mehreren Lichtszenen belegen, diese werden dann einfach in eine Reihe gelegt.
    Damit wird dann das Problem gelöst, dass man unbedingt einen Knopf zum ausschalten übrig lassen muss.
    Ich hab bei mir den großen 1 Knopf als zweite Einstellung mit „alles aus“ belegt.
    Grüße

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