Mit dem RVF 7 erweitert Kärcher sein Portfolio an Saugwischrobotern um ein neues Topmodell. In der sogenannten „Comfort“-Variante arbeitet das Gerät weitgehend autonom: Eine Multifunktionsstation übernimmt das Laden des Akkus, das Befüllen des Frischwassertanks, das Entleeren von Schmutzwasser und Staub sowie die Reinigung und Trocknung der Reinigungswalze.

Der RVF 7 kombiniert eine Saugfunktion für trockenen Schmutz mit einer Nassreinigung auf Basis der von Kärcher bekannten Walzentechnologie. Sensoren erkennen Teppichböden und heben die Reinigungswalze automatisch an, damit diese nicht befeuchtet werden. Alternativ lassen sich Teppichbereiche über die App von der Reinigung ausschließen.

Steuerung per App und individuelle Einstellungen

Die Einrichtung und Steuerung erfolgen über eine Smartphone-App, alternativ direkt am Gerät oder an der Station. Euch stehen zwei Reinigungsmodi zur Verfügung: reines Saugen oder eine Kombination aus Saugen und Wischen. Parameter wie Wassermenge, Saugleistung oder Zeitpläne lassen sich individuell anpassen.

Über die Kartenansicht können No-Go-Zonen definiert oder bestimmte Bereiche gezielt gereinigt werden. Auch Funktionen der Multifunktionsstation, etwa die Walzentrocknung oder die Häufigkeit der Selbstreinigung, lassen sich per App konfigurieren.

Der RVF 7 von Kärcher setzt auf eine versenkte LiDAR‑Navigation, kameragestützte Sensorik und eine automatische Teppicherkennung mit anhebbarer Reinigungswalze.

Navigation ohne klassischen LiDAR-Turm

Im Unterschied zu vielen aktuellen Modellen verzichtet der RVF 7 auf einen sichtbaren LiDAR-Turm. Stattdessen ist das Navigationssystem im Gehäuse versenkt, was die Bauhöhe reduziert und das Unterfahren niedriger Möbel erleichtern soll. Die Navigation basiert auf einer Kombination aus LiDAR-Technik und kameraunterstützten Sensoren.

Laut Hersteller erkennt das System auch kleinere Hindernisse wie Kabel und passt die Route entsprechend an. Zudem soll der Roboter stärkere Verschmutzungen erkennen und Reinigungsparameter automatisch anpassen, etwa durch eine erhöhte Saugleistung. Türschwellen bis zu 18 Millimeter sollen überwunden werden, während Absturzsensoren ein Herunterfallen an Treppen verhindern.

Walzentechnologie für die Nassreinigung

Für die Wischfunktion setzt Kärcher auf die aus anderen Geräten bekannte Mikrofaserwalze. Diese wird kontinuierlich mit Frischwasser befeuchtet, während Schmutzwasser direkt abgestreift und separat gesammelt wird. Dadurch reinigt sich die Walze während des Betriebs selbst.

Im Trockenmodus sorgen Seitenbürsten dafür, dass auch Randbereiche erreicht werden. Die Walze kann bei Bedarf entnommen und in der Waschmaschine bei 60 Grad gereinigt werden.

Preis und Verfügbarkeit

Mit seiner Multifunktionsstation und der Kombination aus Saugen und Wischen positioniert sich der RVF 7 im Premiumsegment, in dem auch Modelle von Herstellern wie Roborock, Dreame oder Ecovacs vertreten sind. Funktionen wie automatische Walzenreinigung, kameragestützte Hinderniserkennung und detaillierte Kartenverwaltung gehören inzwischen in dieser Klasse zum Standard, werden jedoch von den Herstellern unterschiedlich umgesetzt. Ein entscheidender Vorteil gegenüber Herstellern aus Fernost dürfte die potenziell unkompliziertere Abwicklung von Garantie- und Supportanfragen sein.

Zu Preis und Marktstart hat Kärcher bislang keine konkreten Angaben gemacht.

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Ich bin Nico Zorn und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.

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