Rasenmähroboter finden sich in immer mehr Gärten – kein Wunder, schließlich sind die Roboterhelfer, die mittlerweile zu vertretbaren Preisen zu haben sind, eine große Arbeitserleichterung (siehe auch unseren Mähroboter Test 2020). Bei der Installation und der Verwendung gilt es jedoch einige Aspekte zu beachten.

Mähroboter schneiden die Grashalme auf eine vorab definierte Höhe und sorgen gleichzeitig dafür, dass der Rasen gepflegt wird: Durch den minimalen Rasenschnitt, der auf der Wiese verbleibt, wird der Rasen automatisch gemulcht und der Boden gedüngt. Gleichzeitig bildet sich aufgrund der regelmäßigen Pflege weniger Moos – der Rasen sieht also immer gepflegt aus. Bevor der Mähroboter einem Arbeit abnehmen kann, muss der Gärtner noch einmal selber aktiv werden.

Mähroboter installieren: Tipps für die Verlegung des Begrenzungskabels

Die meisten heute erhältlichen Mähroboter benötigen ein Begrenzungskabel, da sie andernfalls nicht erkennen, dass die Rasenfläche endet und beispielsweise ein Blumenbeet anfängt. Dieses Kabel wird am Rand der Rasenfläche direkt unter der Rasenoberkante verlegt. Der Roboter erkennt mit Sensoren das Kabel, stoppt, dreht um und mäht den Rest des Rasens – das Kabel wirkt also wie ein unsichtbarer Zaun.

Armin Saurer, Produktexperte beim TÜV Süd, weist darauf hin, dass sehr verwinkelte Gärten für Mähroboter ein Problem darstellen können:  „Rasenmähroboter eignen sich vor allem für ebene und wenig verwinkelte Grundstücke. Ist der Garten sehr verwinkelt, muss eine gewisse Mindestbreite als Korridor eingehalten werden, damit sich der Roboter bewegen kann. Hier ist ein Modell mit separatem Leitdraht empfehlenswert, weil der leichter in schwer zugängliche Ecken kommt.“ Der separate Leitdraht wird von vielen Herstellern auch als Suchkabel bezeichnet und dient dazu, dem Rasenmähroboter den Weg zurück zur Ladestation zu zeigen.

Video: Begrenzungskabel für einen Mähroboter verlegen

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Bei einem großen Garten kann das Verlegen des Begrenzungskabels mühsam und zeitaufwendig sein. Wer sich die Arbeit sparen möchte, beauftragt eine auf Gartenarbeit spezialisierte Firma mit dem Verlegen des Begrenzungskabels oder leiht sich Kabelverlegungsmaschine.

Die Ladestation des Mähroboters sollte mit freiem Zugang von zwei Seiten und an einer ebenen Stelle platziert werden. Die Roboter sind zwar gegen Spritzwasser geschützt, die Station sollte aber überdacht werden, damit der Ladevorgang nicht beeinträchtigt und das Gerät bestmöglich geschützt wird. Einige Hersteller bieten passende Garagen für ihren Mähroboter an, die aber in der Regel relativ teuer sind. Wer Zeit hat und ein wenig handwerklich begabt ist, kann sich aus ein paar Brettern eine eigene Garage zimmern. Alternativ finden sich auch günstige Mähroboter-Dächer oder Garagen in unterschiedlichen Ausführungen und Preisen bei Amazon*.

Komfortable Bedienung des Mähroboters per App

Viele Mähroboter lassen sich mit einer Smartphone-App bedienen. Mit dem Smartphone kann der Roboter dann nicht nur gestartet und gestoppt, sondern auch konfiguriert und etwa Zeitpläne eingerichtet werden. Letzteres ist mit einer App in der Regel deutlich komfortabler als direkt am Gerät, da hier nur ein kleines Display und wenige Bedienelemente zur Verfügung stehen. Für die Bedienung via Smartphone verbindet sich der Roboter mit dem WLAN – der Garten muss dementsprechend mit dem heimischen Funknetzwerk abgedeckt werden. Einige teurere Modelle sind mit einer SIM-Karte ausgerüstet und können sich über das Mobilfunknetz mit dem Internet verbinden.

Einige Mähroboter lassen sich bequem mit einer Smartphone-App steuern (Foto: Al-Ko)

Sinnvoll kann zudem die Vernetzung mit einem Smart Home-System sein. Der Roboter nimmt dann beispielsweise nur seine Arbeit auf, wenn der „Abwesend“-Modus im Smart Home aktiviert wurde. Auf diesem Weg lässt sich die Sicherheit des Roboters erhöhen – was sich insbesondere dann empfiehlt, wenn Kinder im Haushalt leben.

Die Auswahl der Mähroboter, die ohne manuelle Bastelarbeiten mit Smart Home-Systemen kompatibel sind, ist allerdings noch überschaubar. Die Telekom hat kürzlich die vernetzten Mähroboter von Gardena (siehe Übersicht bei myRobotcenter*) in ihr Smart Home-System eingebunden. In das Smart Home-System von Innogy lassen sich die Mähroboter der Robolinho-Serie von Al-ko und die iMow-Geräte von Stihl einbinden (siehe hierzu „Stihl iMow Rasenmähroboter hört auf Innogy SmartHome“).

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Sichererer Betrieb des Roboters

Auch die aktuelle Gerätegeneration der Mähroboter stellt eine Gefahrenquelle für Kinder oder Tiere dar. Die Geräte sind zwar mit diversen Schutzfunktionen ausgestattet, dennoch kann es vorkommen, dass beispielsweise der kleine Fuß eines Kindes nicht erkannt und überfahren wird. Mit einem Zeitplan lässt sich der Mähroboter so konfigurieren, dass er nur dann seine Arbeit aufnimmt, wenn sich üblicherweise keine Kinder im Haus (oder zumindest nicht im Garten) befinden. Das Zeitfenster für die Mäharbeiten sollte allerdings auch nicht in die Nacht gelegt werden, da die automatischen Mäher für Igel eine Gefahr darstellen können.

Bildnachweis Titelgrafik: Bosch

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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