Mähroboter drehen in immer mehr Gärten ihre Runden – kein Wunder, schließlich sind die kleinen Helfer eine große Zeitersparnis für den Hobbygärtner. Die Stiftung Warentest hat in ihrem Mähroboter Test 2020 aktuelle Rasenmähroboter bewertet. Hier sind die Testsieger im Überblick.

Insgesamt hat die Stiftung elf Rasenmähroboter für die aktuelle Ausgabe des „Test“-Magazins (04/2020) bewertet und dafür die Geräte auf einer Rasenfläche von 200 Quadratmetern mit verschiedenen Hindernissen, einer 33-prozentigen Steigung und unterschiedlich langem Rasen untersucht. Der Test erstreckte sich über einen Zeitraum von vier Wochen, wobei fünfmal wöchentlich gemäht wurde. Die Prüfer haben außerdem Faktoren wie die Installation, die Gebrauchsanweisung, den Betrieb und den Aufwand für die Wartung bewertet. Der vollständige Testbericht ist für 4 Euro online abrufbar.

Überwiegend gute Mähergebnisse, Sicherheit aber weiterhin kritisch

In früheren Tests kritisierte die Stiftung Warentest Probleme bei der Steuerung der Mähroboter. So fuhren sich einige Roboter beispielsweise in einer Ecke fest oder flüchteten kurzerhand auf das Grundstück des Nachbarn. Diese Probleme mit der Navigation konnten die Hersteller bei den aktuellen Geräten weitgehend lösen – selbst günstigere Modelle ab 330 Euro lieferten gute bis befriedigende Ergebnisse. So wurde das Mähergebnis des LandXcape Mähroboter LX790, der für vergleichsweise günstige 300 Euro im Handel (zum Beispiel bei Obi*) erhältlich ist, immerhin noch mit „befriedigend“ bewertet – wenngleich dieser Roboter aufgrund eines lauten Betriebsgeräuschs und Schwächen bei der Sicherheit insgesamt nur die Bewertung „Ausreichend“ erreichte.

Mit Blick auf die Sicherheit gab es bei den meisten Geräten Fortschritte, dennoch würden alle getesten Roboter einen ausgestreckten Kinderarm überfahren und zwei Gerätesogar einen Kinderfuß anschneiden. Die Hersteller weisen in der Bedienungsanleitung zwar darauf hin, dass Kinder und Rasenmäher nicht gemeinsam auf den Rasen gehören – ein gewisses Risiko bleibt aber.

Sicherheit von Mährobotern: Tipps zur Nutzung

  • Mähroboter und Kinder gehören niemals gleichzeitig auf den Rasen.
  • Mähroboter können eine Gefahr für Igel darstellen, weshalb sie niemals in der Dämmerung und in der Nacht eingesetzt werden sollten.
  • Wenn das Grundstück frei zugänglich ist, sollte der Mähroboter nur unter Aufsicht seine Arbeit verrichten.

Mähroboter Test 2020: Das sind die Ergebnisse

1. Platz: Der Testsieger Bosch Indego S+ 400 eignet sich gut für kleinere Gärten (bis 400 Quadratmeter)

Der relativ günstige Mähroboter Bosch Indego S+ 400 konnte in dem Test mit dem schönsten Rasenbild punkten und erhielt deshalb in dieser Kategorie die beste vergebene Note („Gut –1,7“). Angetan zeigten sich die Prüfer auch von der einfachen Handhabung und davon, dass der Rasenmähroboter als einziger der getesteten Kandidaten einen Plan der Rasenfläche erstellt, um anschließend effizienter zu mähen.

Mähroboter Testsieger 2020 Bosch Indego S+ 400
Der Mähroboter-Testsieger für Flächen bis 400 Quaratmeter: Bosch Indego S+ 400

Obwohl die Smartphone-App laut der Stiftung unnötig viele Daten sammelt und die Sicherheit nur mit „Ausreichend“ bewertet wurde, schaffte es der Bosch Indego S+ 400 als Testsieger auf das Siegertreppchen. Der Mähroboter von Bosch kommt mit einer Fläche bis 400 Quadratmeter und einer Steigung von 27 Prozent zurecht. Eine Fläche von 200 Quadratmetern mäht er laut Bosch in rund vier Stunden.

Der Bosch Indego S+ 400 ist für rund 795 Euro im Handel, zum Beispiel bei Tink*, erhältlich.

2. Platz: Der Mähroboter Husqvarna Automower 105 schafft auch größere Flächen

Der Husqvarna Automower 105 schafft laut dem Hersteller eine maximale Rasengröße von 600 Quadratmetern und eine Steigung bis zu 25 Prozent. Im Test konnte das Gerät mit einer sehr einfachen Bedienungen und einem guten Mähergebnis überzeugen. Auf die Möglichkeit, den Rasenmähroboter mit einer App zu steuern, muss der Käufer allerdings verzichten. Ein Pluspunkt ist wiederum der auswechselbare Akku – der deutlich günstigere Testsieger Bosch Indego S+ 400 bietet diese Möglichkeit nicht. Die Sicherheit wurde von den Prüfern nur mit „Ausreichend“ bewertet.

Husqvarna Automower 105 Mähroboter
Auf Platz 2 des Mähroboter Test 2020: Der Husqvarna Automower 105.

Der Husqvarna Automower 105 kostet aktuell rund 800 Euro und ist beispielsweise bei myRobotcenter.de erhältlich*.

3. Platz: Der Rasenroboter Al-Ko Robolinho 500 E ist besonders leise und kommt mit steilen Hängen zurecht

Auf Platz 3 schaffte es der Rasenmähroboter Al-Ko Robolinho 500 E, der Flächen bis 500 Quadratmeter schafft und mit einem niedrigen Betriebsgeräusch punktet. Eine Besonderheit ist seine Fähigkeit, Steigungen von bis zu 45 Prozent zu erklimmen – in dieser Disziplin schneidet er deutlich besser ab als der Testsieger von Bosch (27 Prozent) und der zweitplatzierte Roboter Husqvarna Automower 105 (25 Prozent).

Leiser Mähroboter  Al-Ko Robolinho 500 E
Der zweite Platzt geht an den leisen Mähroboter Al-Ko Robolinho 500 E

Laut der Stiftung Warentest ist das Gerät auch etwas sicherer als die Geräte von Bosch und Husqvarna – in dieser Kategorie gab es ein „Befriedigend“. Die Handhabung wurde mit „Gut“ bewertet, eine App-Anbindung gibt es allerdings nur gegen Aufpreis. Der Al-Ko Robolinho 500 E mäht kurzes Gras gut, zehn Zentimeter langes aber deutlich schlechter als die Konkurrenz. Ein weiterer Nachteil: Das Gerät kommt nicht gut mit Unebenheiten im Boden zurecht.

Der Al-Ko Robolinho 500 E ist für rund 490 Euro bei Amazon erhältlich*.

Anzeige / Letzte Aktualisierung am 8.08.2020 um 14:44 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon

Mähroboter im Test: Die Testsieger im Überblick

1. Platz:
Bosch Indego S+ 400
2. Platz:
Husqvarna Automower 105
3. Platz:
Al-Ko Robolinho 500
Rasenfläche bis 400 m² bis 600 m² bis 500 m²
Maximale Steigung 27% 25% 45%
App-Steuerung? Ja Nein Nein
Preis ≈ 780 € ≈ 750 € ≈ 600 €
Erhältlich bei Tink* myRobotcenter* Amazon*

Den richtigen Rasenmähroboter kaufen: Tipps für die Auswahl

  • Rasenmähroboter sind für unterschiedlich große Gärten ausgelegt. Damit das Gerät zuverlässig funktioniert, sollte ein für die eigene Rasenfläche passendes Modell ausgewählt werden.
  • Wer eine Steigung / größere Hügel auf der Rasenfläche hat, sollte unbedingt die maximal mögliche Steigung des Mähroboters prüfen.
  • Die Möglichkeit, das Gerät mit einer App zu steuern, ist komfortabel, aber nicht unbedingt notwendig: In den meisten Fällen dreht der Roboter zu einmal festgelegten Tagen und Zeitfenstern seine Runden. Wer dennoch ein Gerät mit App-Steuerung bevorzugt, muss auf eine ausreichende WLAN-Abdeckung des Gartens achten, damit sich der Mähroboter mit dem heimischen Netzwerk verbinden kann.

Weitere Empfehlungen für die Auswahl eines passenden Mähroboters haben wir in unserem Ratgeber „Rasenroboter kaufen“ für euch zusammengestellt.

Einrichtung und Wartung von Mährobotern

Keine Frage: Ein Roboter, der automatisch den Rasen mäht, ist eine große Arbeitserleichterung. Bevor der neue Helfer seine Arbeit machen kann, muss aber zunächst ein Begrenzungskabel verlegt werden, damit das Gerät erkennt, wo die Rasenfläche endet und beispielsweise ein Blumenbeet anfängt. Das Kabel wird hierfür ungefähr vier Zentimeter tief am Rassenrand in der Erde vergraben. Wichtig: Bei dem Verlegen des Begrenzungskabels muss darauf geachtet werden, dass sich das Kabel nicht überkreuzt.

Wer einen sehr großen Garten hat, kann eine Verlegemaschine ausleihen, mit der sich die Arbeit deutlich beschleunigen lässt. Darüber hinaus bieten eine Unternehmen auch einen Installationsservice für Mähroboter an. Die Kosten hierfür belaufen sich je nah Gartengröße in der Regel auf 200 bis 500 Euro.

Im Handel sind auch Mähroboter erhältlich, die kein Begrenzungskabel benötigen, der Verkaufspreis liegt aber in der Regel bei deutlich über 1000 Euro. Mit Toadi soll bald ein Roboter auf den Markt kommen, der kein Kabel benötigt und zusätzlich einen Grundriss des Gartens anlegt, um anschließend gezielt den Rasen zu mähen. Mehr dazu findet ihr in unserem Bericht über die Zukunft der Mähroboter.

Der Aufwand für die Wartung eines Mähroboters ist überschaubar, ein wenig Arbeit fällt hier aber an:

  • Regelmäßig reinigen: Es empfiehlt sich, den Roboter ungefähr einmal pro Woche von Grasresten und sonstigem Schmutz zu reinigen. Auch die Ladekontakte müssen sauber gehalten werden, da andernfalls der Ladevorgang beeinträchtigt wird. Die Reinigung kann mit einem feuchten Tuch erfolgen, fließendes Wasser ist aber unbedingt zu vermeiden. Wichtig: Vor der Reinigung sollte der Mähroboter natürlich ausgeschaltet werden.
  • Schneidemesser auswechseln: Die Klingen des Mähroboters nutzen sich ab und müssen von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Wann genau ein Austausch ansteht, hängt von der Nutzungsintensität ab und lässt sich deshalb pauschal schwer beantworten. Erfahrungsgemäß müssen bei einer durchschnittlichen Gartengröße die Klingen nach ungefähr drei bis vier Monaten ausgewechselt werden – spätestens aber dann, wenn die Grashalme ausgefranst und das Schnittbild nicht mehr sauber ist. Klingen für Mähroboter sind für wenige Euro im Handel erhältlich.
  • Akku des Mähroboters wechseln: Deutlich teurer als neue Schneidemesser ist ein neuer Akku, der aber auch erst nach einigen Jahren getauscht werden muss. Die Kosten liegen je nach Hersteller zwischen rund 50 bis hin zu einigen hundert Euro. Auch zu der Lebensdauer eines Akkus lassen sich keine pauschalen Angaben machen – einige Jahre sollte der Akku aber auf jeden Fall durchhalten. Ein Austausch ist notwendig, wenn der Mähroboter deutlich schneller als sonst seine Arbeit abbricht und zur Ladestation zurückkehrt.
Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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