Mähroboter drehen in immer mehr Gärten ihre Runden – kein Wunder, schließlich sind die kleinen Helfer eine große Zeitersparnis für den Hobbygärtner. Die Geräte haben aber immer noch Sicherheitsprobleme. Laut einem aktuellen Test der Stiftung Warentest schnitten fünf Mähroboter befriedigend ab, zwei nur ausreichend.

Ein Gerät fiel im Mähroboter Test der Stiftung Warentest durch: Der Hebesensor des Robomow RT700 funktionierte nicht richtig, das Verletzungsrisiko wurde in diesem Fall als zu hoch eingestuft. Eigentlich sollen Rasenmähroboter stoppen, wenn es länger als 10 Sekunden angehoben wird uns dürfen dann nicht selbstständig wieder starten – genau das machte der Robomow aber im Test.

Sicherheit von Mährobotern: Tipps zur Nutzung

  • Mähroboter und Kinder gehören niemals gleichzeitig auf den Rasen.
  • Mähroboter können eine Gefahr für Igel darstellen, weshalb sie niemals in der Dämmerung und in der Nacht eingesetzt werden sollten. 
  • Wenn das Grundstück frei zugänglich ist, sollte der Mähroboter nur unter Aufsicht seine Arbeit verrichten.

Stiftung Warentest: Mähroboter arbeiten nicht vollständig autonom

Die Stiftung Warentest hat Geräte getestet, die zwischen 570 und 1750 Euro kosten und nach Angaben der Hersteller bis zu 450-800 Quadratmeter Rasen mähen können. Der Test hat gezeigt, dass Mähroboter nach wie vor Unterstützung brauchen, um ihre Arbeit zu erledigen. So müssen herumliegende Gegenstände, wie etwa Spielzeug, vor dem Einsatz des Roboters weggeräumt werden.

Relativ arbeitsaufwendig ist auch die Reinigung des Rasenmähroboters: Der Helfer muss regelmäßig von Gras befreit werden, das sich auf der Unterseite und an den Rädern ansammelt.

Mähroboter im Test: Auf der Unterseite kann sich schnell Gras verkleben.

Weiterhin müssen die Klingen nach ein oder zwei Jahren ausgetauscht werden, was aber schnell erledigt ist. Bevor der Roboter überhaupt seine Arbeit verrichten kann, muss zudem ein Begrenzungskabel verlegt werden, damit das Gerät beispielsweise vor einem Blumenbeet haltmacht (mehr dazu: Mähroboter installieren und sicher verwenden).

Mittlerweile sind auch Mähroboter wie der Ambrogio Robot AM060L0K9 im Handel erhältlich, die ohne Begrenzungskabel ihre Arbeit verrichten. Das Unternehmen Segway hat entsprechende Geräte angekündigt (siehe dazu: Segways Mähroboter funktioniert ohne Begrenzungskabel). Die Mähroboter ohne Begrenzungskabel wurden im Test der Stiftung Warentest allerdings nicht berücksichtigt.

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Die Stiftung empfiehlt darauf zu achten, dass der Mähroboter zum Garten passt. Andernfalls ist das Gerät ständig im Einsatz und der Garten lässt sich nicht mehr ungestört nutzen.

Gutes Mähergebnis, Husqvarna überzeugt am Hang

Alle Testroboter haben 200 Quadratmeter ebenen Rasen sauber gemäht; einige brauchten dafür 40 Stunden pro Woche oder noch mehr Zeit. Wenn es jedoch um größere Gärten mit Hängen, Bäumen und engen Bereichen geht, brauchen einige ewig oder bleiben sogar irgendwo stecken. Hänge können für bestimmte Roboter recht schwierig sein. Laut der Stiftung Warentest sind die Herstellerangaben zu den Steigungsangaben, die von den Mährobotern gemeistert werden sollen, mit Vorsicht zu genießen. Gute Arbeit am Hang hat im Test der Husqvarna Automover 305 verrichtet.

Mähroboter: Das sind die Testsieger 2022

Der Husqvarna Automover 305 erhielt von der Stiftung Warentest das Qualitätsurteil “Befriedigend” (2,6) und schafft es damit auf das Siegertreppchen. Das Gerät ist aktuell für rund 1.100 Euro im Handel erhältlich (zum Beispiel bei Myrobotcenter.de*).

Günstiger und ebenfalls mit “Befriedigend” (2.7) wurde der Stihl iMow RMI 422 bewertet, dessen Preis momentan bei rund 950 Euro liegt (zum Preisvergleich*). Das Gerät eignet sich für Flächen bis 800 Quadratmeter.

Den Test der Rasenmähroboter findet ihr in der April-Ausgabe der Zeitschrift “Test” und online (kostenpflichtig) unter www.test.de/Rasenroboter.

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Den richtigen Rasenmähroboter kaufen: Tipps für die Auswahl

  • Rasenmähroboter sind für unterschiedlich große Gärten ausgelegt. Damit das Gerät zuverlässig funktioniert, sollte ein für die eigene Rasenfläche passendes Modell ausgewählt werden.
  • Wer eine Steigung / größere Hügel auf der Rasenfläche hat, sollte unbedingt die maximal mögliche Steigung des Mähroboters prüfen.
  • Die Möglichkeit, das Gerät mit einer App zu steuern, ist komfortabel, aber nicht unbedingt notwendig: In den meisten Fällen dreht der Roboter zu einmal festgelegten Tagen und Zeitfenstern seine Runden. Wer dennoch ein Gerät mit App-Steuerung bevorzugt, muss auf eine ausreichende WLAN-Abdeckung des Gartens achten, damit sich der Mähroboter mit dem heimischen Netzwerk verbinden kann.

Weitere Empfehlungen für die Auswahl eines passenden Mähroboters haben wir in unserem Ratgeber “Rasenroboter kaufen” für euch zusammengestellt.

Einrichtung und Wartung von Mährobotern

Keine Frage: Ein Roboter, der automatisch den Rasen mäht, ist eine große Arbeitserleichterung. Bevor der neue Helfer seine Arbeit machen kann, muss aber zunächst ein Begrenzungskabel verlegt werden, damit das Gerät erkennt, wo die Rasenfläche endet und beispielsweise ein Blumenbeet anfängt. Das Kabel wird hierfür ungefähr vier Zentimeter tief am Rassenrand in der Erde vergraben. Wichtig: Bei dem Verlegen des Begrenzungskabels muss darauf geachtet werden, dass sich das Kabel nicht überkreuzt.

Wer einen sehr großen Garten hat, kann eine Verlegemaschine ausleihen, mit der sich die Arbeit deutlich beschleunigen lässt. Darüber hinaus bieten eine Unternehmen auch einen Installationsservice für Mähroboter an. Die Kosten hierfür belaufen sich je nah Gartengröße in der Regel auf 200 bis 500 Euro.

Im Handel sind auch Mähroboter erhältlich, die kein Begrenzungskabel benötigen, der Verkaufspreis liegt aber in der Regel bei deutlich über 1000 Euro. Mit Toadi soll bald ein Roboter auf den Markt kommen, der kein Kabel benötigt und zusätzlich einen Grundriss des Gartens anlegt, um anschließend gezielt den Rasen zu mähen. Mehr dazu findet ihr in unserem Bericht über die Zukunft der Mähroboter.

Der Aufwand für die Wartung eines Mähroboters ist überschaubar, ein wenig Arbeit fällt hier aber an:

  • Regelmäßig reinigen: Es empfiehlt sich, den Roboter ungefähr einmal pro Woche von Grasresten und sonstigem Schmutz zu reinigen. Auch die Ladekontakte müssen sauber gehalten werden, da andernfalls der Ladevorgang beeinträchtigt wird. Die Reinigung kann mit einem feuchten Tuch erfolgen, fließendes Wasser ist aber unbedingt zu vermeiden. Wichtig: Vor der Reinigung sollte der Mähroboter natürlich ausgeschaltet werden.
  • Schneidemesser auswechseln: Die Klingen des Mähroboters nutzen sich ab und müssen von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Wann genau ein Austausch ansteht, hängt von der Nutzungsintensität ab und lässt sich deshalb pauschal schwer beantworten. Erfahrungsgemäß müssen bei einer durchschnittlichen Gartengröße die Klingen nach ungefähr drei bis vier Monaten ausgewechselt werden – spätestens aber dann, wenn die Grashalme ausgefranst und das Schnittbild nicht mehr sauber ist. Klingen für Mähroboter sind für wenige Euro im Handel erhältlich.
  • Akku des Mähroboters wechseln: Deutlich teurer als neue Schneidemesser ist ein neuer Akku, der aber auch erst nach einigen Jahren getauscht werden muss. Die Kosten liegen je nach Hersteller zwischen rund 50 bis hin zu einigen hundert Euro. Auch zu der Lebensdauer eines Akkus lassen sich keine pauschalen Angaben machen – einige Jahre sollte der Akku aber auf jeden Fall durchhalten. Ein Austausch ist notwendig, wenn der Mähroboter deutlich schneller als sonst seine Arbeit abbricht und zur Ladestation zurückkehrt.

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Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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