Eufy Security SoloCam S40

9

Einrichtung

10.0/10

Bedienung & Funktionsumfang

9.0/10

Bildqualität

10.0/10

Audiofunktion

6.0/10

Preis-Leistung

10.0/10

Vorteile

  • einfache Einrichtung & Bedienung
  • gute Bildqualität
  • Personenerkennung
  • integriertes Solarpanel
  • kompatibel mit Alexa und Google Assistant

Nachteile

  • Lautsprecher ist zu leise
  • kein Geofencing
  • HomeKit wird nicht unterstützt

Die SoloCam S40 von Eufy Security ist eine kompakte Überwachungskamera für den Außenbereich, die mit einem integrierten Solarpanel ausgestattet ist. In unserem Test zeigen wir die Vor- und Nachteile auf.

Erster Eindruck und Inbetriebnahme

Die wetterfeste Überwachungskamera macht einen soliden Eindruck, ist aber im Vergleich zu einigen Konkurrenzprodukten (etwa Arlo) deutlich klobiger. Die größeren Abmessungen (‎8.5 x 11.4 x 5 cm) sind natürlich dem integrierten Solarpanel geschuldet, das ausreichend Fläche benötigt, um den Akku mit Strom zu versorgen.

SoloCam S40: Die solide verarbeitete Überwachungskamera bietet eine 2K-Auflösung

Auf der Vorderseite besitzt die SoloCam S40 neben der Linse noch eine Fläche für ein LED-Panel, das den Bereich vor der Kamera mit 600 Lumen überraschend hell ausleuchtet.

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Die Inbetriebnahme ist kaum der Rede wert: Einfach die Smarthome-App herunterladen, WLAN-Daten hinterlegen, die SYNC-Taste auf der Kamera drücken und mit der Kamera den Code auf dem Display des Smartphones scannen – schon ist die Überwachungskamera einsatzbereit und kann mit der mitgelieferten Halterung montiert werden.

Die flexible Halterung lässt sich mit den mitgelieferten Schrauben unkompliziert befestigen.

Die SoloCam S40 benötigt, der Name lässt es bereits vermuten, keine Zentrale, da sie sich direkt mit eurem WLAN verbindet. Das setzt natürlich eine ausreichende WLAN-Abdeckung am Montageort voraus. Sofern im Außenbereich noch kein WLAN vorhanden ist, könnt ihr gegebenenfalls mit einem WLAN-Repeater nachhelfen.

Neben WLAN benötigt die Kamera noch Sonnenstrahlen, damit sie autark mit Strom versorgt wird. Wir empfehlen die Montage auf einer Südseite und idealerweise mit “freier Sicht” zum Himmel, damit immer mal wieder Sonnenstrahlen das Solarpanel erreichen. Wer dies berücksichtigt, sollte mit der Stromversorgung keine Probleme haben, zumal der integrierte Akku als “Backup” die Kamera rund drei bis vier Monate mit Strom versorgen kann – dunkle Tage im Winter stellen also kein Problem dar.

Die Tatsache, dass der Hersteller das Solarpanel in die Kamera integriert hat, erleichtert die Montage (es muss weniger gebohrt oder geschraubt werden), bringt aber den Nachteil mit sich, dass die Solarmodule im Vergleich zu einem externen Solarpanel nicht so gut zur Sonne ausgerichtet werden kann. Aufgrund der guten Akkukapazität stellte das in unserem Test aber kein Problem dar.

Bedienung und Funktionsumfang

Mit der Hersteller-App lässt sich die SoloCam S40 intuitiv bedienen. So könnt ihr in der App beispielsweise unkompliziert das Livebild aufrufen, vergangene Ereignisse im Verlauf ansehen oder die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung konfigurieren. Gut gefällt uns die Personenerkennung, die in unserem Test sehr zuverlässig funktioniert hat: Auf Wunsch warnt euch die Eufy-Kamera nur dann mit einer Push-Nachricht, wenn eine Person registriert wird. Die Funktion ist im Alltag sehr nützlich, da ihr andernfalls auch dann eine Warnung erhaltet, wenn etwa die Katze des Nachbarn durch das Bild läuft.

Die App bietet eine aufgeräumte Oberfläche.
In der App könnt ihr genau einstellen, wann und über welche Ereignisse ihr informiert werden wollt.

Die aufgezeichneten Videos landen ausschließlich auf dem integrierten Speicher (7.3 GB Speicherplatz stehen zur Verfügung) der Kamera – ein klarer Pluspunkt mit Blick auf den Datenschutz und die Tatsache, dass keine Folgekosten für ein Cloud-Abo anfallen. Der ausschließlich lokale Speicher bringt gleichzeitig den Nachteil mit sich, dass die Aufnahmen nicht mehr zur Verfügung stehen würden, wenn die Kamera geklaut oder beschädigt wird – ein Aspekt, den ihr bei der Montage der Kamera im Hinterkopf beachten solltet; hier empfiehlt es sich einen Ort zu wählen, der für einen Dieb nicht ohne Weiteres erreichbar ist.

Vermisst haben wir bei der SoloCam S40 eine Geofencing-Funktion: Ihr könnt die Kamera zwar mittels Zeitplan unkompliziert aktivieren und deaktivieren, aber nicht automatisch basierend auf dem Standard eures Smartphones. Eine Anbindung an die Automatisierungsplattform Ifttt, mit der sich diese Funktion extern nachbilden lassen könnte, ist ebenfalls nicht vorhanden. Fairerweise sei hier angemerkt, dass der Hersteller in der Produktbeschreibung klar und deutlich kommuniziert, dass die S40 kein Geofencing unterstützt.

Wie sieht es mit der Unterstützung von Sprachassistenten aus? Die Kamera von Eufy unterstützt den Google Assistant und Amazon Alexa. In unserem Test konnten wir uns das Livebild der Kamera problemlos auf einem Echo Show und mit einem Fire TV auf dem Fernseher anzeigen lassen. Schade: Apples Smart Home-Plattform HomeKit wird nicht unterstützt.

Bild- und Tonqualität

Die Kamera liefert ein sehr klares Bild und zeigt das Geschehen vor der Kamera mit einer minimalen Verzögerung von ein- oder zwei Sekunden an (guter WLAN-Empfang vorausgesetzt). In der App könnt ihr auswählen, ob die Kamera mit einer Auflösung von 2K oder “nur” in Full HD aufzeichnen soll – letzteres ermöglicht mehr Aufnahmen auf dem integrierten Speicher. Auch bei Dunkelheit kann die Bildqualität überzeugen: Dank des integrierten LED-Lichts lassen sich Personen einwandfrei erkennen.

Eufy Security SoloCam S40: Die Überwachungskamera liefert ein klares und kontrastreiches Bild.

Die Überwachungskamera unterstützt eine beidseitige Audiofunktion. Bedeutet: Ihr könnt über die App hören, was im Umfeld der Kamera passiert und den Lautsprecher der Kamera nutzen, um etwa eine Warnung an ungebetene Gäste zu richten. Letzteres hat in unserem Test allerdings kaum funktioniert, da der Lautsprecher der Kamera – trotz maximal eingestellter Lautstärke – viel zu leise ist. Das scheint aber grundsätzlich nicht am Lautsprecher, sondern eher an einem Softwarebug zu liegen, denn der Sirenenton, der sich über die App aktivieren lässt, ist ausreichend laut.

Eufy Security SoloCam S40 im Test: Unser Fazit

Die Überwachungskamera liefert ein klares, kontrastreiches Bild und lässt sich intutiv bedienen. Dank des integrierten Solarpanels ist die Montage denkbar einfach. Gut gefällt uns zudem, dass keinerlei Folgekosten für ein Cloud-Abo anfallen, da die Aufnahmen auf einem Speicher in der Kamera abgelegt werden.

Vermisst haben wir eine Geofencing-Funktion, um die SoloCam S40 in Abhängigkeit der An- und Abwesenheit automatisch zu aktivieren, beziehungsweise zu deaktivieren – der Hersteller weist aber deutlich darauf hin, dass diese Funktion nicht unterstützt wird. Der integrierte Lautsprecher ist zu leise, weshalb der Gesprächspartner kaum zu verstehen ist. Umgekehrt funktioniert die Audiofunktion gut: Geräusche und Gespräche vor der Kamera sind über die App klar und deutlich zu hören.

Die Eufy Security SoloCam S40 ist für rund 200 Euro im Handel, etwa bei Amazon*, erhältlich – das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

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Bildnachweis Titelgrafik: Eufy

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Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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