Tado ist bisher für seine intelligenten Heizkörperthermostate und Klimaanlagensteuerungen bekannt. Jetzt bringt das Unternehmen unter dem Namen “Hourly” einen dynamischen Stromtarif auf den Markt, der die Energiekosten um bis zu 35 Prozent senken soll.

Der Stromtarif richtet sich an Nutzer, die ihren Energieverbrauch flexibel verlagern können – das trifft insbesondere auf Haushalte zu, die eine Wärmepumpe oder ein E-Auto besitzen. Mit stundengenauer Preistransparenz in Echtzeit können Haushalte selbst bestimmen, wann und zu welchem Preis sie Energie nutzen.

Mit der Tado Smart Charging App können Kunden ihre Elektrofahrzeuge zu niedrigen Preisen laden und so jährlich laut dem Unternehmen etwa 300 Euro sparen. Die intelligente Wärmepumpensteuerung des Unternehmens soll in Kombination mit dem dynamischen Stromtarif “typischerweise” die jährlichen Heizkosten um 430 Euro senken, indem sie den Energieverbrauch optimiert.

Tado: So funktioniert der Hourly Stromtarif

Tado kauft den Strom über das Tochterunternehmen aWATTar direkt an der europäischen Strombörse und gibt die Preise inklusive Netzentgelten und Abgaben an die Kunden weiter. Die Kunden erhalten monatlich eine Stromrechnung auf Basis des gemessenen Verbrauchs inklusive Netzrechnung.

In den Stunden des Jahres, in denen besonders viel Sonnen- oder Windenergie erzeugt wird und die Strompreise negativ sind, gibt das Unternehmen diese Preise auch 1:1 an die Kunden weiter und schreibt sie auf der Stromrechnung gut.

Voraussetzung für die Nutzung des Tarifs ist allerdings ein intelligenter Stromzähler. Dieser kann beim örtlichen Netzbetreiber oder den regionalen Stadtwerken beantragt werden. In einigen Regionen ist der Zählertausch kostenlos. Der Hourly Tarif ist auf tado.com erhältlich.

Tado Hourly: Mögliche Alternativen

In Deutschland bieten bereits einige Unternehmen dynamische Stromtarife an. Vorreiter in diesem Bereich sind die Firmen Tibber und 1KOMMA5°. Bei der Wahl eines dynamischen Stromtarifs solltet Ihr darauf achten, dass die Hardware des Anbieters mit der von Euch bereits verwendeten Hardware kompatibel ist – das Einsparpotenzial ist besonders groß, wenn Energieversorger, Wärmepumpe, PV-Anlage, Klimaanlage und Wallbox aufeinander abgestimmt werden.

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Author

Ich bin Nico Zorn und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.