eQ-3 öffnet seine Glasdisplays für eine deutlich größere Zielgruppe. Bislang liefen die Touchpanels von Homematic IP ausschließlich an einer kabelgebundenen Homematic IP Wired-Installation. Ab sofort gibt es beide Modelle – das Glasdisplay und das Glasdisplay – plus – auch als Funkvarianten. Gleichzeitig erweitert eQ-3 den Funktionsumfang aller Displays um einen ganzen Schwung neuer Bedienmöglichkeiten.
Endlich auch ohne Busverkabelung
Der eigentliche Gewinn der neuen Varianten liegt in der Nachrüstbarkeit. Homematic IP Wired setzt eine Busverkabelung voraus, die man in der Regel im Neubau oder bei einer größeren Sanierung verlegt. In Bestandsgebäuden ist das selten gegeben – und genau dort waren die Displays bisher keine Option. Die Funkversionen kommen ohne diese Verkabelung aus und lassen sich damit auch an Wänden anbringen, an denen nachträglich kein Kabel liegt.
Am Bedienkonzept ändert sich dabei nichts. Das Glasdisplay bietet fünf Bildschirmseiten, die ihr mit jeweils bis zu vier Funktionskacheln belegt – macht bis zu 20 Steuerelemente an einem zentralen Ort. Eine sechste Seite ist für Wetterdaten reserviert. Das Glasdisplay – plus legt fünf weitere Seiten obendrauf, unter anderem zum Einstellen der Solltemperatur und zur Anzeige von Sensordaten wie Luftfeuchtigkeit oder Fensterstatus. Auch Zutrittslösungen wie der Türschlossantrieb – pro lassen sich darüber steuern.
Diese neuen Funktionen kommen dazu
Parallel zum Funk-Start baut eQ-3 die Möglichkeiten der Funktionskacheln kräftig aus. Neu ist ein Colorpicker, mit dem ihr Lichtfarbe, Farbtemperatur und Helligkeit passender Leuchten direkt am Display einstellt. Dazu kommen Kacheln zum Ansteuern von Türöffnern und zum Umschalten zwischen Tag- und Nachtmodus. Weitere neue Kacheln lösen individuelle Automatisierungen aus oder aktivieren Benachrichtigungsgruppen.
Für Jalousien lässt sich jetzt auch die Lamellenposition einstellen. Ergänzend zeigt eine eigene Bildschirmseite die Werte eines Wettersensors an. Die neuen Funktionen bleiben nicht den Funkmodellen vorbehalten – auch die bestehenden Wired-Glasdisplays bekommen sie. Das geschieht laut eQ-3 per Firmware-Update, das zu einem späteren Zeitpunkt folgt.
Einordnung: Für wen sich der Schritt lohnt
Interessant sind die Funkvarianten vor allem für alle, die Homematic IP bislang per Funk betreiben und ihr System nur über App oder Wandtaster bedient haben. Ein festes Touchpanel holt häufig genutzte Funktionen an einen gut erreichbaren Ort – vom Licht über die Heizung bis zur Beschattung. Bisher blieb diese Bedienart der verkabelten Wired-Welt vorbehalten, die eher im Neubau anzutreffen ist.
Günstig ist der Komfort allerdings nicht, und das sollte man vor dem Kauf einkalkulieren. Glas-Touchpanels dieser Art bewegen sich generell in einer höheren Preisklasse, und die beiden Homematic-IP-Modelle bilden da keine Ausnahme. Wer nur ein, zwei Funktionen schalten will, ist mit einem Wandtaster deutlich günstiger dabei – der Reiz der Displays liegt in der Menge an Funktionen, die sie an einem Punkt bündeln.
Preis und Verfügbarkeit
Das Homematic IP Glasdisplay steht mit einer UVP von rund 250 Euro in der Liste, für das Glasdisplay – plus ruft eQ-3 rund 280 Euro auf. Beide Funkvarianten sind ab sofort im Handel erhältlich. Wann genau das Firmware-Update für die bestehenden Wired-Displays kommt, hat eQ-3 bislang offengelassen.
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