Google Home ist da: Die ersten Testberichte im Überblick

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Google Home ist endlich offiziell in Deutschland erhältlich. Kann der smarte Lautsprecher überzeugen? Wir haben die wichtigsten Testberichte zusammengestellt.

Google Home ist seit gestern zum Preis von rund 150 Euro im Handel, zum Beispiel bei Tink.de*, erhältlich. Pünktlich zum Marktstart liegen auch die ersten Testberichte über den Lautsprechers vor, die wir für euch gesichtet haben.

Google Home: Das schreibt die Presse

Die Fachzeitschrift c’t hat den Lautsprecher detailliert unter die Lupe genommen und zieht ein positives Fazit:

Mit Google Home erhält Amazons smarter Lautsprecher Echo erstmals auch in Deutschland ernstzunehmende Konkurrenz. Beim eingebauten Assistenten liegt Google Home mit Echo gleichauf. An die bescheidenere Sprachsynthese gewöhnt man sich. Der Sound reicht, um in der Küche Pop zu hören, aber Hifi ist was anderes.

Steht man vor der Entscheidung Home versus Echo, sollte man sich vor allem das Ökosystem ansehen und danach enscheiden, welcher der Lautsprecher die zuhause eingesetzen Streaming-Anbieter und Smart-Home-Systeme am besten unterstützt.

Interessant finden wir auch die Frage, wie es mit der Klangqualität des Home aussieht. Die Experten der c’t berichten hierzu:

In der Mitte des Raumes positioniert, beschallt Google Home alle Ecken in ähnlicher Qualität. Der Bassbereich präsentiert sich bei moderaten Lautstärken kräftiger, als man es von so einem kompakten Gerät erwarten würde. Der Klang geht bei leisen und mittleren Lautstärken in Ordnung, jedoch vermissten wir im ersten Hands-on Lebendigkeit und Dynamik – vor allem den Hochmitten und Höhen fehlt es an Ausgewogenheit und Details.

Einen weiteren lesenswerten Testbericht hat Spiegel Online veröffentlicht. Hier fällt das Fazit allerdings eher verhalten aus:

Der Google Home ist ein cooles Ding, er macht Spaß, klingt recht gut für seine Größe, aber allwissend ist er nicht. Auf viele Fragen bekommt man die Antwort, darauf wisse er keine Antwort. Seine Fähigkeiten, Smart-Home-Produkte zu steuern, sind derzeit noch überschaubar. Hier müssen Updates für Nachbesserungen sorgen.

Bleibt die Frage, wofür man so einen smarten Lautsprecher eigentlich braucht, wenn man nicht ständig nach dem Wetter und der Entfernung zum Mond fragen will. Aber mit einem Preis von 149 Euro ist der Google Home ja auch als Experiment für zu Hause noch bezahlbar. […]

Interessant für unsere Leser/innen dürften die in dem Bericht erwähnten Smart Home-Integrationen sein, die hierzulande in der Tat noch überschaubar sind: Momentan werden lediglich Philips Hue, tp-link, Wemo und Lifx unterstützt. Hier bietet das Konkurrenzprodukt Amazon Echo mit den zahlreichen Alexa Skills* deutlich mehr Möglichkeiten, wobei sicherlich auch Google kurzfristig weitere Integrationen bereitstellen wird.

Auch in weiteren Testberichten bestätigt sich der Eindruck, dass Google Home grundsätzlich überzeugen kann, die Fähigkeiten des Assistenten aber noch überschaubar sind. So weiß Golem.de zu berichten:

Einfache Dinge wie die Frage nach dem Wetter oder der Höhe des Eiffelturms beherrscht Home dank des Google Assistant spielend, Unterschiede zu den Echo-Lautsprechern mit Alexa finden wir nicht.

Probleme bekommt der deutschsprachige Assistent des Home bei komplexeren Fragen. Wollen wir beispielsweise wissen, wo Pinguine leben oder wie das Junge eines Pferdes genannt wird, erhalten wir lediglich die Antwort, dass der Assistent dies noch nicht wisse. Hier besteht zwar kein Unterschied zu den Echo-Lautsprechern, die das auch nicht können, wohl aber zum englischsprachigen Assistenten.

Die obigen Fragen sind auf Englisch kein Problem. Ist unser Home auf Englisch eingestellt, sucht der Google Assistant nach einer Webseite mit der Antwort auf unsere Frage und fasst diese zu einer Antwort zusammen. Google ist offenbar mit der deutschen Umsetzung des Assistenten schlicht noch nicht so weit wie mit der englischen Version.

Google Home und der Datenschutz

Natürlich bleibt es nicht aus, dass in den Testberichten über Google Home auch das Thema Datenschutz adressiert wird. Zeit.de bezeichnet den Home als “schlauen Datenschlucker” und weist darauf hin, dass das Gerät Zugriff auf sämtliche Daten erhält, die im eigenen Google-Konto hinterlegt sind:

Bevor ich mit Google Home plaudern kann, muss ich den Lautsprecher einrichten, wofür ich drei Dinge benötige: WLAN, ein Google-Konto und die neue Google-Home-App auf dem Smartphone, die es sowohl für Android als auch iOS gibt. Nach dem ersten Anschließen erkennt die App den blinkenden Lautsprecher sofort. Der will dann das WLAN-Passwort haben, kompletten Zugriff auf mein Google-Konto und alle meine sich dort befindlichen Daten. Richtig gelesen. Kompletten. Zugriff. Auf. Alle. Daten.

Google Home: Vor- und Nachteile im Überblick

Basierend auf den bislang veröffentlichten Testberichten lassen sich die Vor- und Nachteile des Google Home momentan wie folgt zusammenfassen:

Vorteile

  • überschaubarer Preis
  • relativ gute Klangqualität, kräftiger Bass
  • ansprechendes Design und kompaktes Gehäuse (halb so hoch wie der Amazon Echo)

Nachteile

  • deutschsprachige Version des Google Assistant noch nicht ausgereift
  • Bedenken hinsichtlich des Datenschutz
  • aktuell noch eingeschränkte Smart Home-Integrationen

Verkaufsstart von Google Home: Amazon Echo im Preis reduziert

Pünktlich zum Verkaufsstart des Google Home hat Amazon den Preis für seinen Echo Lautsprecher deutlich reduziert: Momentan ist die Google Home Konkurrenz für 129,99 Euro zu haben – regulär liegt der Preis bei 179,99 Euro. Wie gut sich der Echo im Alltag schlägt, haben wir in unserem Amazon Echo Erfahrungsbericht geschildert.

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Euer Feedback zu Google Home?

Wer von euch hat Google Home bereits im Einsatz? Und wie sind eure Erfahrungen mit dem Lautsprecher? Wir freuen uns auf eure Kommentare hier auf dieser Seite oder in unserer Smart Home Gruppe auf Facebook!

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3 Kommentare

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