Die smarte Steckdosenleiste von Meross bringt einen Ventilator, eine Stehlampe oder ähnliche Geräte in euer Smart Home. Unser Test zeigt, ob die Steckdosenleiste im Alltag überzeugen kann.

Erster Eindruck

Meross ist in Sachen Smart Home kein Unbekannter: Der Hersteller bringt bereits seit einigen Jahren vernetzte Geräte in den Handel, die in der Regel mit einer soliden Verarbeitung und einem vergleichsweise günstigen Preis punkten können.

Die smarte WLAN-Steckdostenleiste von Meross bietet in dieser Hinsicht keine Überraschung: An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen und auch der Preis hält sich mit 50 Euro (für die Variante mit HomeKit) im Rahmen – zumal die Produkte von Meross immer mal wieder bei Amazon deutlich günstiger zu haben sind (Achtet darauf, ob auf der Produktseite* ein Gutscheincode angeboten wird).

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Mit dem Design und der Verarbeitung der smarten Steckdosenleiste aus dem Hause Eve (siehe dazu unseren Eve Energy Strip Test) kann das Produkt von Meross nicht mithalten: Die Strip besitzt ein stylishes Aluminiumgehäuse, ist mit einem Verkaufspreis von rund 85 Euro allerdings auch deutlich teurer. Hinzu kommt, dass die Eve Energy Strip nur mit HomeKit und nicht mit Alexa und dem Google Assistant kompatibel ist.

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Die Steckdosenleiste misst 33,4 x 6,4 x 4 Zentimenter und ist vollständig in weiß gehalten – andere Farbvarianten sind bislang nicht erhältlich. Das Netzkabel ist 1,82 Meter lang. Die Ausgangsleistung der Steckdosenleiste liegt zwischen 100-240V (50/60 Hz) und die maximale Belastung bei 10A. Die Leistung der USB-Steckplätze beträgt 2,4A pro Port.

Gut gefällt uns, dass der Hersteller auf eine Verpackung aus Pappkarton setzt und auf unnötiges Verpackungsmaterial verzichtet.

Einrichtung und Konfiguration

Für die Einrichtung benötigt ihr die Meross App, die für Android und iOS in den jeweiligen App Stores zur Verfügung steht. Die Einrichtung war schnell erledigt, war an einer Stelle aber mißverständlich: Die Steckdosenleiste wird nicht etwa über die Geräteklasse “Smart Stecker”, sondern über die Kategorie “Smart Überspannungsschutz” in der App hinzugefügt. Nachdem wir zunächst also etwas länger nach der richtigen Geräteklasse gesucht haben, ging der restliche Einrichtungsprozess schnell über die Bühne: Die Leiste wurde auf Anhieb von der App erkannt und konnte in wenigen Sekunden fertig eingerichtet werden.

Beachten solltet ihr, dass sich die Leiste ausschließlich in ein 2,4Ghz WLAN-Netz einbucht – unter Umständen müsst ihr also die WLAN-Einstellungen eures Routers anpassen.

Die Meross-App ist teilweise etwas holprig übersetzt und kommt mit einer lieblosen Benutzeroberfläche daher, lässt sich aber abgesehen davon einfach bedienen. Die meisten von euch dürften abgesehen von der Einrichtung und Konfiguration die App ohnehin im Alltag nur selten verwenden und stattdessen zu den Apps von Alexa, HomeKit oder dem Google Assistant greifen.

Screenshot der Meross App: Startscreen
Kein Design-Highlight, aber funktional: Die Meross-App zur Steuerung der smarten Steckdoenleiste.
Screenshot der Meross App: Steuerung der WLAN-Steckdosenleiste
In der App könnt ihr jeden Steckplatz einzeln und die vier USB-Steckplätze gesammelt schalten.

In unserem Test wurde die WLAN-Steckdosenleiste von Alexa nach der Einrichtung und der Aktivierung des Meross Alexa Skills* problemlos erkannt. In der Alexa-App könnt ihr jeden Steckplatz einen eigenen Namen geben, um beispielsweise eine Lampe mit dem Sprachbefehl “Alexa, schalte die Stehlampe an” steuern zu können. Die USB-Steckplätze werden standardmäßig mit dem Namen “USB” in der Alexa-App angezeigt, auch hier könnt ihr aber natürlich einen anderen Namen vergeben. Wie oben bereits erwähnt, können nur alle vier USB-Steckplätze gesammelt geschaltet werden.

Für die Bedienung via Apple HomeKit müsst ihr mit Apples Home-App zunächst noch den HomeKit-Code scannen, der sich auf der Rückseite der Steckdosenleiste befindet. Anschließend könnt ihr die WLAN-Steckdosenleiste genau wie alle anderen HomeKit-Geräte problemlos über Siri steuern, in Automationen einbinden oder beispielsweise zeitgesteuert die angeschlossenen Geräte schalten.

Funktionsumfang der WLAN-Steckdosenleiste

Die Steckdosenleiste hat insgesamt vier Steckdosen, von denen jede einzeln gesteuert werden kann. Außerdem gibt es vier USB-Anschlüsse (Typ A), über die man zum Beispiel ein Smartphone oder einen Tablet-Computer laden kann. Die USB-Anschlüsse können allerdings nicht einzeln, sondern nur gesammelt über die App geschaltet werden. Schade finden wir, dass Meross nicht (auch) USB-C Steckplätze verbaut hat, da sich dieser Standard zunehmend durchsetzt.

Achtet beim Kauf darauf, dass Meross verschiedene Varianten anbietet: Die Standardausführung (“Smart”) ist mit Amazon Alexa und dem Google Assistant kompatibel, während die von uns getestete etwas teurere Variante “Smart & für HomeKit” (ihr ahnt es schon) zusätzlich Apple HomeKit unterstützt.

Mit den vier USB-Steckplätzen können Geräte wie Smartphones oder Tablets aufgeladen werden.

Gut gefällt uns, dass der Status der jeweiligen Steckdose mit einer grünen LED-Signalisiert wird. So könnt ihr auf einem Blick sehen, ob der jeweilige Steckplatz gerade ein- oder ausgeschaltet ist. Bei Bedarf könnt ihr die LEDs in der Meross-App auch deaktivieren (Gerät aufrufen dann oben rechts die Geräteeinstellungen auswählen und anschließend den Schalter neben “LED” deaktivieren).

An oder aus? Der Status der Steckplätze wird mit einer gut sichtbaren LED angezeigt.

Die WLAN-Steckdosenleiste besitzt zudem einen Schalter, mit dem alle Steckplätze (inklusive USB) gesammelt geschaltet werden können. Das ist praktisch, um mit einem Tastendruck alle angeschlossenen Geräte vom Stromnetz zu trennen und so den Stromverbrauch zu reduzieren.

Smart Steckdosenleiste WiFi für HomeKit meross WLAN Mehrfachsteckdose 4 AC-Ausgänge und 4 USB-Anschlüsse
Mehrfachsteckdosenleiste von Meross: Alle Steckplätze können mit einem Schalter zentral ein- und ausgeschaltet werden.

Den (noch relativ neuen) Matter-Standard, mit dem smarte Geräte herstellerübergreifend vernetzt werden können, unterstütz die WLAN-Steckdosenleiste nicht. Meross hat kürzlich mitgeteilt, dass die Matter-Unterstützung für bereits erhältliche Geräte auch nicht nachgereicht wird.

Weiterhin haben wir die Möglichkeit vermisst, den Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte zu messen – eine Funktion, die im Alltag durchaus praktisch sein kann, um Stromfresser im Haushalt zu identifizieren.

Meross smarte Steckdosenleiste Wifi im Test: Unser Fazit

Die WLAN-Steckdosenleiste von Meross lässt sich unkompliziert einrichten und schnell sowie zuverlässig steuern. Die Verarbeitung ist solide und das Design angenehm zurückhaltend. Gut gefallen uns die integrierten USB-A Steckplätze, wenngleich wir uns hier zusätzlich USB-C Ports gewünscht hätten.

Schade, dass die Leiste nicht mit dem Smart Home-Standard Matter kompatibel ist und dies laut dem Hersteller auch nicht mehr werden wird – wer auf Matter setzt, sollte zu einem Konkurrenzprodukt greifen. Abgesehen davon können wir die smarte Steckdosenleiste empfehlen. Der reguläre Verkaufspreis von rund 50 Euro (für die Variante mit HomeKit-Unterstützung*) ist mit rund 50 Euro hoch angesetzt, wird aber immer mal wieder um 5 oder sogar 10 Euro reduziert. Die Variante ohne HomeKit* ist für rund 43 Euro erhältlich.

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Meross Smart Steckdosenleiste WiFi für HomeKit

8.5

Einrichtung

9.0/10

Funktionsumfang

8.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Preis-Leistung

8.0/10

Vorteile

  • einfache Einrichtung & Bedienung
  • kompatibel mit Alexa, Google und (je nach Variante) HomeKit
  • 4 USB-A Steckplätze
  • solide Verarbeitung

Nachteile

  • keine Stromverbrauchsmessung
  • Steckdosenleiste unterstützt nicht den Matter-Standard
  • Preis ist recht hoch (achtet auf Rabattaktionen)
Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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