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Wäre es nicht schön, Musik in jedem Raum zu hören – ohne umständlich Kabel zu verlegen? Wer sich mit diesem Gedanken beschäftigt, wird früher oder später auf das drahtlose Musik-System von Sonos stoßen. Wir haben uns das Sonos Multi-Room Music genauer angesehen und erläutern die Vor- und Nachteile.

Modulares drahtloses Lautsprecher-System

Eines wird auf dem ersten Blick deutlich: Wer tatsächlich jeden Raum mit Sonos-Lautsprechern ausstatten möchte, muss tief in die Tasche greifen. So schlägt der kleinste Lautsprecher, der Sonos Play:1, bereits mit rund 200 Euro zu Buche. Für diesen Preis bekommt man freilich nur einen Mono-Sound – wer seine Musik in Stereo genießen möchte, muss also mindestens 400 Euro pro Raum kalkulieren. Mehr Leistung für größere Räume bieten die Geschwister Sonos Play:3 All-in-one-Player und der Sonos Play:5 zum Preis von rund 270, beziehungsweise 370 Euro.

sonos-play-3
Drahtloses Multiroom-System: Der Sonos Play:3 bringt Musik in jeden Raum.

An Heimkino-Freunde hat Sonos ebenfalls gedacht: Für rund 670 Euro gibt es die Sonos Playbar, die gleichzeitig eine TV-Soundbar und ein Wireless-Lautsprecher für das Musik-Streaming ist. In der gleichen Preisliga spielt der Sonos Sub Wireless Subwoofer, der für rund 690 Euro zu haben ist.

Sonos Playbar drahtloser Lautsprecher
Sonos Playbar: Drahtloser Lautsprecher für Heimkino-Fans

Die Sonos-Lautsprecher sind also deutlicher teurer als die meisten Bluetooth- oder Airplay-Lautsprecher, ermöglichen dafür aber drahtlos Musik in jedem Raum zu hören, während mit Bluetooth oder Airplay der Multiroom-Betrieb „out of the box“ nicht oder nur mit Einschränkungen möglich ist.

Eine Einschränkung bringt aber auch Sonos mit sich: Ein Lautsprecher muss über den Netzwerkanschluss mit dem Router verbunden werden. Dieser Lautsprecher fungiert dann gewissermaßen als Zentrale und spannt ein eigenes Mesh-Netzerk auf, über das sich alle weiteren Sonos-Lautsprecher miteinander verbinden. Somit nutzen die Lautsprecher also nicht das existierende WLAN, sondern ein eigenes Netzwerk, das speziell für die drahtlose Musikübertragung ausgelegt und eine hohe Ausfallsicherheit aufweist. Wer keinen Lautsprecher in der Nähe des Routers platzieren möchte, kann für diesen Zweck auch die 50 Euro teure Sonos Bridge einsetzen.

Update (07.11.2014): Mittlerweile  wird die Bridge nicht mehr benötigt – die Sonos-Lautsprecher können frei im Raum platziert werden. Vielen Dank für den Hinweis in den Kommentaren!

Die Einrichtung des Systems ist laut diversen Testberichten übrigens unkompliziert und schnell erledigt. Die Kollegen von Netzwelt.de schreiben hierzu:

Die Einrichtung erfolgt wahlweise per Controller-App für Android, iPad, iPhone oder mit der Desktop-Software für Mac sowie PC. Die jeweilige Sonos-Komponente muss lediglich mit dem Stromnetz verbunden werden, der Rest ist ebenfalls kinderleicht: Menüpunkt „Neue Sonos-Komponenten hinzufügen“ auswählen, per Knopfdruck die Verbindungsaufnahme einleiten. Die App und die Software begleiten grafisch durch die Installation, sodass der beiliegende Set-up-Guide entsprechend kurz gehalten ist.

Funktionsumfang des Multiroom-Systems

Mit Blick auf die Funktionen lässt das Sonos-System kaum Wünsche offen. Mit der kürzlich überarbeiteten Sonos Controller App (erhältlich für iPhone, iPad und Android-Geräte) kann auf diverse Streaming-Dienste, wie etwa Spotify, Napster, Simfy, Pandora, Amazon Cloud Player oder rdio zugegriffen werden. Die Wiedergabe von Internetradio ist natürlich ebenfalls möglich.

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Die Sonos Controller App unterstützt zahlreiche Streaming-Dienste.

Wer sich mit Streaming-Diensten nicht anfreunden kann und seine Musik lieber lokal vorhält, kann bis zu 16 PCs, Macs oder NAS-Geräte in das Sonons-System einbinden. Falls vor lauter Musikquellen einmal der Überblick verloren geht, hilft die „Globale Suche“ innerhalb der App weiter, mit der sich Dienste-übergreifend bestimmte Künstler oder Titel aufspüren lassen.

Die Lautsprecher selber besitzen eine Play/Pause Taste, mit der sich mittels „Doppeltipp“ auch das nächste Lied in der Wiedergabeliste auswählen lässt.

Ein Nachteil des Sonos-Systems: Die Lautsprecher besitzen keinen Akku, was beispielsweise den Einsatz im Garten etwas einschränkt.

Sonos: Klangqualität im Test

Der wichtigste Aspekt eines Lautsprechersystems ist natürlich die Klangqualität. Die verschiedenen Lautsprecher des Multiroom-Systems von Sonos schneiden in den bislang veröffentlichten Testberichten durchgehend gut ab. Die Experten von Audio.de attestieren dem Sonos Play:1 All-in-One Player beispielsweise einen tiefen, präzisen Bass und einen neutralen und stimmigen Klang im Mittelhochtonbereich.

Netzwelt.de hat die Klangqualitäten des Sonos Play:3 All-in-one-Player getestet und zieht ebenfalls ein positives Fazit:

Klanglich spielt der Play:3 dominant auf und kann sich in Sachen Lautstärke mit ausgereiften Regal-Lautsprechern messen. Seine Akustik ist filigran und stets ausgeglichen – sowohl Freunde lauter Bassmusik als auch von Gitarrenrock dürften mit dem WLAN-Lautsprecher warm werden. Erfreulich auch, dass sich der Bass nicht allzu sehr in den Vordergrund spielt.

Insgesamt ist das Sonos-System für diejenigen, die eine drahtlose Multiroom-Lösung suchen, sicherlich eine gute Wahl. Die Lautsprecher sind nicht günstig, bieten dafür aber einen guten Klang, eine hohe Zuverlässigkeit und einen hohen Funktionsumfang.

Die Alternativen in diesem Preissegment sind überschaubar – lediglich Teufel bietet mit den Raumfeld-Produkten ein vergleichbares WLAN-Musiksystem an, das allerdings weniger Audio-Schnittstellen unterstützt. Wer keine Multiroom-fähigkeit benötigt, kann natürlich auch zu deutlich günstigeren Bluetooth- oder Airplay-Lautsprechern greifen. Exemplarisch können hier der Philips AD7050W/10 Airplay-Lautsprecher für rund 200 Euro oder der Bose SoundLink Mini Bluetooth Speaker für rund 170 Euro genannt werden.

Video: Das Sonos-System im Test

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Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

2 Kommentare

  1. Es ist kein Netzwerkkabel mehr nötig um ohne Bridge das Sonos System in Betrieb zu nehmen. Seit dem 02.09.2014 mit dem (iOS) App Update auf 5.1

    • nico Antworten

      Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Beitrag entsprechend aktualisiert.

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