Search for:

Nie wieder den Boden wischen? Der Wischroboter Medion MD 18379 besitzt einen separaten Abwassertank und ist für günstige 250 Euro im Handel (Amazon*) erhältlich. Kann die Reinigungsleistung des Geräts im Test überzeugen?

Lieferumfang, Verarbeitung und Inbetriebnahme

Mittlerweile werden diverse Saugroboter verkauft, die den Boden zusätzlich wischen können. Wirklich überzeugt hat uns die Funktion bei den von uns getesteten Geräten aber bislang nicht: Die Wassertanks der Kombigeräte sind für größere Zimmer zu klein bemessen und die Reinigungsleistung lässt eher zu wünschen übrig. Der Medion MD 18379 ist hingegen voll und ganz auf das Wischen ausgelegt. Wir sind gespannt, ob diese Spezialisierung zu einer gründlicheren Reinigung führt – werfen aber zunächst einen Blick auf den Lieferumfang.

Anzeige

Bis zu 22% Rabatt: Philips Hue Angebote bei Amazon


Medion hat neben dem Wischroboter eine Ladestation, eine Fernbedienung mitsamt Batterien, eine Reinigungswalze und eine Reinigungsbürste in das Paket gelegt. Wünschenswert wäre eine zusätzliche Reinigungswalze als Ersatz, da selbige sicherlich nach einiger Zeit ausgetauscht werden muss. Nichts zu bemängeln haben wir an der Verarbeitungsqualität: Der Roboter macht einen recht soliden Eindruck.

Medion MD 18379 Lieferumfang
Medion MD 18379: Lieferumfang

Die Inbetriebnahme gestaltet sich erfreulich unkompliziert: Die Ladestation an eine Steckdose anschließen, den Wischroboter aufladen, mit Wasser betanken und schon kann es losgehen.

Bedienung und Funktionsumfang

Der Wischroboter wird mit den Tasten direkt am Gerät oder alternativ mit der mitgelieferten Fernbedienung gestartet – weitere Möglichkeiten gibt es nicht. Während wir es zunächst schade fanden, dass der Roboter nicht mittels Smartphone-App oder Sprachbefehlen gesteuert werden kann, wurde uns während unseres Tests schnell klar, dass diese Möglichkeiten im Alltag kaum hilfreich wären: Ein Wischroboter muss schließlich im Unterschied zu einem Saugroboter vor der Reinigung mit Wasser befüllt und im Anschluss entleert werden – er kann also ohnehin nicht vollständig autonom seine Arbeit verrichten. Vor diesem Hintergrund sehen wir es auch nicht als nennenswerten Nachteil an, dass der Roboter nicht selbstständig auf die Ladestation fahren kann, sondern vielmehr in die Ladeschale gesetzt werden muss.

Medion MD 18379 mit Ladestation.
Der Wischroboter muss manuell in die Ladestation gesetzt werden.

Bevor es losgeht muss der 0,8 Liter fassende Wassertank noch mit frischem Wasser aufgefüllt werden. Dafür wird der Tank, der für eine Fläche von rund 25 Quadratmetern reicht, aus dem Gerät genommen und die ausreichend große Öffnung kurz unter den Wasserhahn gehalten.

Der Wassertank kann einfach entnommen und wieder eingesetzt werden.
Die ausreichend große Öffnung ermöglicht es, den Tank unkompliziert zu befüllen.

Für die Reinigung bietet das Gerät vier Optionen, die mit einem Druck auf die entsprechende Taste („Mode“) ausgewählt werden können:

  • Flächenmodus: Nach dem Einschalten reinigt der Roboter eine Fläche vom 25 m² vor dem Gerät. Dabei wird die Fläche im Zick-Zack abgefahren, bevor der Wischroboter wieder zum Ausgangspunkt zurückfährt.
  • Automatikmodus: Dieser Modus eignet sich für große Flächen und führt eine Standardreinigung durch. Der Wischsauger fährt die Fläche im Zick-Zack ab und kehrt zum Ausgangspunkt zurück, wenn die Reinigung abgeschlossen ist.
  • Punktuelle Reinigung: Dieser Modus eignet sich zur gezielten Reinigung einer Fläche (80 x 80 cm) um den Startpunkt des Roboters herum. Der Wischsauger fährt die Fläche in Quadratenab und kehrt zum Ausgangspunkt zurück, wenn die Reinigung abgeschlossen ist. Der Modus bietet sich an, wenn ihr beispielsweise den Bereich an der Haustür gezielt reinigen wollt.
  • Randreinigung: Dieser Modus ist für die gezielte Reinigung der Ecken und Ränder eines Raumes geeignet. Der Wischsauger führt eine Reinigung entlang der Wände durch.

Reinigungsleistung und Navigation im Raum

Kommen wir zu der wichtigsten Frage des Testberichts: Wie gut reinigt Medion der Wischroboter den Boden? Die Antwort fällt eindeutig aus: Deutlich besser, als alle anderen Geräte, die wir bislang in diesem Bereich getestet haben. Anstatt einfach nur ein feuchtes Tuch über den Boden zu ziehen, wie es die meisten Konkurrenzprodukte machen, setzt der Medion eine rotierende Bürste ein, die den Boden mit Wasser (Reinigungsmittel kommen nicht zum Einsatz) überraschend gründlich sauber schrubbt. Das schmutzige Wasser wird im gleichen Arbeitsschritt eingesaugt und in einen separaten Abwasserbehälter geleitet. Letzteres funktioniert allerdings nicht immer gleich gut: Während ein glatter Boden fast vollständig trocken gesaugt wird, verbleiben auf einem etwas unebeneren Untergrund (z.B. Fliesen) feuchte Streifen, die in der Regel aber nach kurzer Zeit von alleine trocknen.

Medion Wischroboter mit Abwassertank.
Das schmutzige Wasser landet in einem separaten Abwassertank.

Ein Blick auf das trübe Wasser im Abwassertank zeigt, dass der Roboter seinen Job beherrscht. Im Vergleich zu den eingangs erwähnten Kombigeräten (Saug- und Wischroboter in einem Gerät), hat der Medion MD 18379 einige bauartbedingte Vorteile:

  • Ein recht großer Wassertank (0,8 Liter) ermöglicht die Reinigung einer größeren Fläche.
  • Es gibt einen separaten Abwassertank – der Boden wird also mit frischem Wasser gereinigt.
  • Das Gerät ist (nicht zuletzt aufgrund des größeren Wassertanks) schwerer, kann also mehr Druck auf den Boden ausüben.
  • Eine Gummileiste auf der Unterseite zieht den Boden zusätzlich trocken.

Lediglich bei hartnäckigen Flecken ist eine händische Nacharbeit (oder ein zweiter Reinigungsvorgang mit dem Wischroboter) notwendig. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass der Wassertank nach rund 25 Quadratmetern erneut aufgefüllt werden muss. Wer große Räume reinigen lassen möchte, muss also zwischendurch eingreifen. Nach ungefähr 70 Minuten geht dem Roboter die Puste aus und er muss für rund fünf Stunden auf die Ladestation gesetzt werden.

Reinigungsbürste des Medion Wischroboters
Die schnell rotierende Bürste sorgt in Kombination mit dem relativ hohen Gewicht für eine gründliche Reinigung.

Der Wischroboter saugt zwar auch Haare, Staub und ähnlichen Schmutz auf, dennoch empfiehlt es sich, für die grobe Reinigung zunächst einen Saugroboter einzusetzen: Während schmutziges Wasser nach dem Reinigungsvorgang aus dem Abwassertank einfach abfließt, kann es etwas mühsamer sein, den Tank und die Reinigungswalze von Haaren zu befreien.

Die Navigation gelingt dem Medion Wischroboter relativ gut. Obwohl das Gerät nicht – wie einige teurere Saugroboter – einen virtuellen Grundriss des Raumes erstellt, wurde die Fläche in unserem Test in den meisten Durchgängen umfassend abgefahren. Dabei werden natürlich auch Hindernisse und Treppenabsätze erkannt – ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass sich der Wischroboter die Treppe hinunterstürzt. Allerdings sollten keine Kabel oder ähnliches lose herumliegen, da sich der Roboter ansonsten verfangen kann – diese Einschränkung gilt allerdings für jeden Wisch- und Saugroboter.

A propos Einschränkung: Mit einer Höhe von 11,5 cm ist der Medion Wischroboter deutlich höher als die üblichen Saugroboter. Wenn ihr euch für das Gerät interessiert, solltet ihr im Vorfeld prüfen, ob die zu reinigenden Bereiche vom dem Roboter erreicht werden können und im Zweifel die „Durchfahrtshöhe“ unter dem Sofa, dem Bett etc. nachmessen. Bedenken solltet ihr zudem, dass sich keiner „Sperrzonen“, die von der Reinigung ausgeschlossen werden sollen, einrichten lassen: Der Wischroboter reinigt grundsätzlich die gesamte Etage, sofern er nicht auf geschlossene Türen stößt.

Medion MD 18379 Saugwischroboter
Kein Flachmann: Der Medion Wischroboter misst in der Höhe 11,5 cm.

Etwas zeitaufwendig ist die Reinigung des Roboters nach seinem Arbeitseinsatz: Der Abwassertank muss entleert und ausgewaschen, die Reinigungsrolle gesäubert und ein Luftfilter unter Wasser gereinigt werden. Unter dem Strich lässt sich mit dem Reinigungsroboter dennoch viel Zeit einsparen – zumindest dann, wenn ihr größere Räume habt, die regelmäßig nass gewischt werden sollen.

Medion MD 18379 im Test: Endlich ein Wischroboter, der funktioniert!

In unserem Test waren wir überrascht, wie gründlich der Medion MD 18379 seine Arbeit erledigt. Während viele Konkurrenzprodukte den Schmutz mit einem feuchten Tuch eher im Raum verteilen, saugt der Wischroboter von Medion das schmutzige Wasser auf, nachdem er zuvor den Boden mit einer schnell rotierenden Bürste gereinigt hat. Die Möglichkeit, den Roboter mit einer App oder Alexa zu steuern, haben wir nicht vermisst – schließlich muss der Wassertank ohnehin manuell aufgefüllt und entleert werden.

Die Bedienung ist simpel, die Reinigung gründlich und der Preis absolut fair: Der Wischroboter wird regulär für günstige 250 Euro verkauft. Mit einem Coupon, den ihr auf der Amazon-Produktseite aktivieren könnt*, sinkt der Preis sogar auf rund 210 Euro.

Anzeige / Letzte Aktualisierung am 20.02.2020 um 16:54 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon

Medion MD 18379 Wischroboter

250,00 €
8.9

Einrichtung

9.0/10

Bedienung & Funktionsumfang

8.0/10

Reinigungsleistung

9.5/10

Preis-Leistung

9.0/10

Vorteile

  • gute Reinigungsleistung
  • günstiger Wischroboter
  • einfache Bedienung

Nachteile

  • Reinigung des Geräts etwas aufwendig
  • relativ hoch (11,5 cm)
  • lädt nicht selbstständig auf
  • es lassen sich keine Bereiche von der Reinigung ausschließen
Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

Beitrag kommentieren