Der Staubsaugerroboter „Botvac 85“ von Neato soll sich besonders durch seine effiziente Navigation auszeichnen, die es ihm auch ermöglicht in Bahnen zu reinigen. Durch einen integrierten Laserscanner kann er – anders als viele seiner Konkurrenten – den zu reinigenden Raum erfassen um ihn dann systematisch zu reinigen.

Neato Botvac 85 - Lieferumfang
Neato Botvac 85 – Lieferumfang: Ladestation, Magnetband zur Begrenzung, 2. Rolle/Bürste, Staubfilter, Netzkabel

Wir hatten Gelegenheit uns den Saugroboter näher anzusehen und ihn einem Praxistest im direkten Vergleich zum von uns bereits getesteten iRobot Roomba 630 zu unterziehen – auch wenn der Vergleich aufgrund unterschiedlicher Preiskategorien natürlich nicht ganz fair ist.

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Verarbeitung und Funktionen des Botvac 85

Der Botvac 85 ist gut verarbeitet – das Gerät macht einen robusten Eindruck. Der Laserscanner oben auf dem Gerät ist gut geschützt – leider scheint dem Botvac nicht „bewusst“ zu sein, dass der Laserscanner etwas aus dem Gerät herausragt und somit bleibt er hin und wieder etwas hängen, wenn er zum Beispiel unter einen flachen Schrank fahren will – dies führt allerdings nicht zu Beschädigungen.

 

Der Saugroboter nutzt zur Reinigung verschiedene Rollen und Bürsten: Auf der rechten Seite befindet sich eine rotierende kleine Bürste, die ähnlich wie bei den iRobot-Modellen den Schmutz in Richtung der größeren Walzen/Bürsten befördern kann – in etwa vergleichbar mit einer Kehrmschine. Zum Lieferumfang des Botvac 85  gehört sowohl eine Gummi-Walze, als auch eine Kombi-Walze, die aus Gummilippen und einer Bürste besteht. Die Kombibürste soll insbesondere Tierhaare gut aufnehmen können und ist gut geeignet für Wohnungen mit verschiedenen Bodenflächen. Die Gummirolle scheint eher für Teppiche geeignet zu sein. Die rotierenden Bürsten/Rollen befördern den Schmutz dann in Kombination mit dem eigentlichen „Sauger“ in den großen Schmutzbehälter.

Neato Botvac 85 - Kombibürste
Neato Botvac 85 – Kombibürste (Ansicht von unten)

Der Botvac 85 hat neben dem Laserscanner verschiedene weitere Sensoren, so dass er nicht die Treppe herunterfällt oder Gegenstände durch zu hartes Anstoßen zerstört.

Über das Display kann der Botvac programmiert werden, so dass er an festgelegten Tagen und Uhrzeiten seine Reinigung startet – sollte ihm unterwegs der Strom ausgehen, fährt er selbstständig zur Ladestation zurück, läd sich auf und führt anschließend mit dem Reinigungsvorgang fort.

 

Reinigungsleistung

Anders als iRobot roomba-Modelle versuchen sich die Saugroboter der Botvac-Serie von Neato im Raum zu orientieren. Dabei fährt der Botvac zunächst die äußeren Begrenzungen (Wände) des Raumes ab, um anschließend möglichst in Bahnen den Raum systematisch zu reinigen. Hier nutzt man also eine völlig andere Strategie als iRobot (und andere Hersteller) bei den Roomba-Modellen, die nach dem Zufallsprinzip losfahren und durch Anstoßen an Wände und Objekte in verschiedene Richtungen gelenkt werden. Dies kostet insbesondere viel Zeit, da der Roboter häufig mehrfach in Bereichen reinigt, die er schon längst gereinigt hat – so kommt es vor, dass einige Bereiche z.B. 5 mal gereinigt werden und andere nur 1 Mal. Auch fällt uns auf, dass der Roomba grundsätzlich etwas härter an Objekte stößt, als der Roboter von Neato. Am Ende erreicht man jedoch durch beide Strategien einen für „Roboter-Verhältnisse“ gut gereinigten Fußboden.

 

Bedienung des Botvac 85 Saugroboters

Die Bedienung des Saugroboters ist sehr einfach. Durch einen Knopfdruck startet der Botvac 85 seinen Reinigungsvorgang und reinigt den Fußboden bis der Akku fast leer ist. Zum Aufladen fährt er dann selbstständig zur Ladestation und läd sich wieder auf – so wie auch der Roomba 630 von iRobot. Beide Saugroboter können durch einen Knopfdruck auch eine „Spot“-Reinigung durchführen. Dabei wird kurzzeitig kreisförmig ein begrenzter Bereich gereinigt und anschließend die normale Reinigung fortgeführt. Sowohl der Botvac 85 als auch der Roomba 630 können recht einfach gereinigt werden. Insbesondere die Reinigung des Schmutzbehälters ist sehr einfach: Schmutzbehälter aus dem Roboter entfernen und mit einem handelsüblichen Staubsauger gründlich aussaugen.

Neato Botvac Schmutzbehälter
Neato Botvac Schmutzbehälter

Der Neato Botvac 85 kann zur Reinigung an bestimmten Tagen und Uhrzeiten programmiert werden, was der günstigere Roomba 630 nicht bietet (Timer-Funktion bieten die größeren Roomba-Modelle).

Beide Staubsaugerroboter verfügen zudem über eine akustische Benachrichtigung (Neato Botvac durch Signaltöne, Roomba durch Sprachansage auf Englisch), um Statusinformationen auszugeben – zum Beispiel um über einen leeren Akku zu informieren oder nach „Hilfe zu rufen“, wenn sich das Gerät festgefahren hat.

Fazit unseres Neato Botvac 85 Testberichts und Vergleichs

Wie auch beim Einsatz von anderen Staubsaugerrobotern, sollte man Kabel im Raum nicht lose herumliegen lassen, wenn der Neato Botvac 85 (Amazon Affiliate Link) loslegt – er könnte sich festfahren und kann sich dann ohne fremde Hilfe nicht mehr befreien. Sowohl der Neato Botvac als auch der Roomba von iRobot haben sich im Test zudem an einem Stuhl festgefahren, dessen Rahmenkonstruktion auf dem Boden zu einem Auffahren beider Roboter geführt hat. Der iRobot Roomba 630 (Amazon Affiliate Link) konnte sich zwar nach einiger Zeit dann doch selbst befreien, was aber aus unserer Sicht eher durch Zufall gelungen ist.

Die Reinigungsleistung beider Saugroboter ist gut – wobei beide Roboter ganz unterschiedliche Konzepte zur „Navigation“ im Raum nutzen. Allerdings können beide Roboter den normalen Staubsauger nicht ersetzen und sind aus unserer Sicht eher als Unterstützung im Haushalt gedacht – an manche Stellen kommt einfach kein Roboter heran.

Das Modell von Neato geht in der Regel sanfter mit dem Mobiliar um, da es Objekte durch den Laserscanner besser erfassen kann. Nach unserer Beobachtung benötigt der Roomba zum Teil unnötig viel Zeit für die Reinigung eines Raumes, da er oft viel Zeit in Bereichen verbringt, die er schon mehrfach gereinigt hat. Bei Räumen mit wenig Mobiliar – also wenigen Objekten die herumstehen – passiert dies dem Roomba eher nicht. In „komplizierten“ Räumen liegt der Neato Botvac durch die bessere Navigation eindeutig vorne – allerdings ist der Preis mit ca. 510€ gegenüber 380€ für den Roomba 630 auch höher. Das günstigste Botvac-Modell (Botvac 70e, Amazon Affiliate) mit „Laser-Navigation“ kostet 449€ und ist vom Funktionsumfang durch die fehlende Timer-Funktion eher mit dem Roomba 630 vergleichbar.

Wir würden die Roomba-Modelle in Räumen einsetzen, die eher einfach zu reinigen sind, in denen also wenig Stühle und Mobiliar allgemein herumsteht. Sind die Räume etwas komplizierter zu reinigen würden wir aktuell eher ein Modell der Neato Botvac-Serie empfehlen – insbesondere wenn der Roboter in vielen unterschiedlichen Räumen eingesetzt werden soll.

Als Alternative können wir noch den von uns ebenfalls kürzlich getesteten LG Hom-Bot VR6340LV nennen, der durch eine integrierte Kamera und verschiedene Sensoren auch eine intelligentere Raumerkennung bietet.

 

Author

Martin berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Mitherausgeber von Housecontrollers.de.

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