Seit Januar 2023 gibt es das neue Jahressteuergesetz vom 16.12.22, das den Kauf einer Solaranlage bis 30 kWp zu einem Mehrwertsteuersatz von null Prozent ermöglicht. Die Steuerbürokratie für privat genutzte Solaranlagen wurde ebenfalls deutlich vereinfacht.

Hausbesitzer, die noch keine Solaranlage haben, profitieren von mehreren Vorteilen durch das neue Jahressteuergesetz. Beim Kauf einer Solaranlage bis 30 kWp entfällt die gesamte Mehrwertsteuer, was den Kaufpreis um 19 Prozent senkt. Eine Solaranlage mit 12 Modulen und 5 kWp Leistung gibt es nach Angaben des Unternehmens Zolar, das eine Plattform für die Planung und den Kauf von Solaranlagen betreibt, bereits ab 11.634 Euro.

Die Mehrwertsteuerbefreigung gilt auch für kleine Solarmodule (so genannte Balkonkraftwerke) für den Balkon und sogar für Stromspeicher, mit denen der Eigenverbrauch des produzierten Stroms erhöht werden kann. Balkonkraftwerke gibt es in zahlreichen Abmessungen und für die unterschiedlichen Einsatzzwecke. Das Unternehmen Green Akku hat etwa kürzlich Solarmodule vorgestellt, die sich einfach an einem Gartenzaun montieren lassen: Photovoltaik für den Gartenzaun

Außerdem wird auf den eingespeisten Solarstrom keine Einkommenssteuer mehr erhoben, was den administrativen Aufwand deutlich vereinfacht: Zukünftig entfällt die Pflicht, mögliche Einnahmen aus der Einspeisungsvergütung dem Finanzamt zu melden.

Eine weitere Neuerung besteht darin, dass neue Photovoltaik-Anlagen bis zu einer Leistung von 25 kWp den gesamten überschüssigen Strom ins Netz einspeisen können, anstatt wie bisher nur 70 Prozent.

Solaranlage kaufen oder mieten?

Einige Unternehmen bieten neben dem Kauf einer Solaranlage auch ein Mietmodell an. Mit Blick auf die gesunkenen Kosten aufgrund der Mehrwertsteuerbefreiung macht diese Variante für Verbraucher aber in der Regel keinen Sinn. “Ich bin skeptisch, dass gemietete Geräte und Anlagen zu einer Kostenentlastung führen”, sagte etwa Andreas Holtgrave, Energieexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen, im Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. “Die Anbieter wollen an dem Geschäftsmodell verdienen.” Bei einem Kauf sei das finanzielle Einsparpotenzial hingegen “deutlich größer”. Der Energieexperte riet jedem, der das Geld habe, sich zum Kauf zu entscheiden.

Verfügbarkeit hat sich gebessert

In den vergangenen Jahren gab es in der Solarbranche aufgrund von Ereignissen wie der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg und den daraus resultierenden gestörten Lieferketten Lieferengpässe und Preissteigerungen. Doch seit Ende 2022 haben sich die Lieferketten beruhigt, was dazu geführt hat, dass die meisten Solarkomponenten wieder ausreichend verfügbar sind. Infolgedessen sind die Preise gesunken und die Lieferzeit zwischen Kauf und Installation hat sich verkürzt.

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Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.