In unserer neuen Interviewreihe berichten unser Leser/innen über die Alltagserfahrungen, die sie mit ihrem Smart Home-System machen. Wir starten mit Ansgar, der sich für das System von Homey entschieden hat.

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Homey: Eine Zentrale, viele Standards

Die Smart Home-Zentrale Homey (erhältlich z.B. bei Tink.de*) vereint mehrere Funkstandards in einem System und bietet eine entsprechend große Auswahl an unterstützten Geräten, die sich über „Apps“ integrieren lassen. Hier stehen beispielsweise Philips Hue, Fibaro, Sonos, Ifttt und Ikea Tradfri auf der (langen) Liste der kompatiblen Geräte und Systeme.

Homey App Screenshots
Viele Standards, ein System: Screenshots der Homey-App

Homey: Diese Standards werden unterstützt

  • WLAN
  • Bluetooth
  • Z-Wave
  • Zigbee
  • Infrarot
  • 868 MHZ (wird oft von Wetterstationen verwendet)
  • 433 MHz (zum Beispiel für Lightwave RF)

Anwenderinterview: Homey im Alltagstest

Hallo Ansgar, mit einem Smart Home kann der Energieverbrauch reduziert, der Komfort erhöht und die Sicherheit Zuhause verbessert werden. Welcher Aspekt war bei der Anschaffung des Systems für dich ausschlaggebend? 

Ansgar: Ich nutze bereits seit langer Zeit einige „smarte“ Geräte im Haushalt, zum Beispiel von Philips Hue, Neato und Sonos. Es hat mich gestört, dass man ständig zwischen den Apps hin und her wechseln muss und die Geräte nicht sinnvoll miteinander kombinieren kann – dafür habe ich nach einer übergreifenden Lösung gesucht und bin so bei Homey gelandet.

Von daher stand das Thema Komfort für mich sicherlich an erster Stelle, dicht gefolgt von einem zweiten Aspekt: Mit dem Smart Home möchte ich auch meine Energiekosten senken, also meine Heizkörperthermostate smart steuern.

Warum hast du dich für Homey entschieden? Was war der ausschlaggebende Aspekt?

Die Entwicklung von Homey habe ich schon länger verfolgt. Sinnvoll finde ich hier, dass man sich nicht auf einen Funkstandard festlegen muss, sondern mit WLAN, Bluetooth, Zigbee und Z-Wave die (zumindest für meinen Bedarf) wichtigen Protokolle unterstützt werden. Offen gesagt war auch das Design der Smart Home-Zentrale ausschlaggebend: Meine Frau hat einen „hässlichen Kasten“ im Wohnzimmer strikt abgelehnt, von dem Design der Homey-Zentrale war sie aber durchaus angetan ;-)

Wie nutzt du das Smart Home im Alltag? Auf welche Funktionen möchtest du nicht mehr verzichten? 

Mittlerweile habe ich zahlreiche Automatisierungen (Homey Flows) angelegt. So wird beispielsweise automatisch die Heiztemperatur gesenkt, wenn wir im gleichen Raum lüften. Nachts geht überall das Licht aus – zumindest in den Räumen, in denen wir Philips Hue-Lampen nutzen, was aber leider noch nicht überall der Fall ist. Wir haben auch ein einfaches Alarmsystem eingerichtet: Wenn jemand eine Tür oder ein Fenster öffnet und wir nicht Anwesend sind, werden wir auf unseren Smartphones informiert.

Nicht mehr vermissen möchte ich die Heizungssteuerung: Wir haben bei uns acht Heizkörper und ich kann mir definitiv nicht mehr vorstellen, die alle manuell hoch- und runterzudrehen. Mit der Homey-App oder halt über Alexa ist das schon sehr praktisch.

Welche kompatiblen Geräte oder Sensoren kannst du für dein Smart Home-System empfehlen?

Besonders empfehlen kann ich die Philips Hue-Lampen, das Türschloss von Nuki, das Z-Wave Heizkörperthermostat Eurotronic Spirit und den Saugroboter Neato BotVac D7.

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Smartphone, Sprachsteuerung, Wandschalter: Wie bedienst du dein Smart Home-System?

Ganz klar: Sprachsteuerung über Amazon Alexa! Wir haben in fast jedem Rum Echo-Lautsprecher (Echo Show im Wohnzimmer und in den übrigen Räumen die günstigeren Echo Dots). Zum Smartphone greife ich tatsächlich relativ selten, eigentlich nur, wenn ich etwas an der Automatisierung ändern möchte oder wenn ich unterwegs bin natürlich.

Was sind aus deiner Sicht die wesentlichen Vorteile von Homey?

Wie eingangs schon gesagt gefällt mir gut, dass die gängigen Funkstandards unterstützt werden, man sich also bei der Auswahl der Geräte nicht so sehr festlegen muss. Sollte Homey irgendwann einmal den Betrieb einstellen, kann ich die Geräte an die Zentrale eines anderen Herstellers anlernen und weiterhin nutzen – das ist ja beispielsweise bei dem Smart Home-System der Telekom so nicht möglich, da funktionieren die meisten Geräte soweit ich weiß wirklich nur mit der Telekom-Zentrale.

Ein weiterer Vorteil: Mit den Flows kann man sehr viele Automatisierungen umsetzen, da ist Homey wirklich sehr flexibel.

…und was die Nachteile? 

Ein klarer Nachteil von Homey ist ganz klar der hohe Preis der Zentrale: Die einfache Variante kostet 299 Euro und die leistungsfähigere Homey Pro-Variante sogar 399 Euro. Ich habe mich dennoch für die Pro-Variante entschieden, weil man damit über 40 Apps verwenden kann – bei der günstigen Variante sind nur 20 Apps möglich. Somit bin ich besser für die Zukunft gerüstet.

Welche noch fehlende Funktion sollte deiner Meinung nach bei der Weiterentwicklung des Systems ganz oben auf der Agenda stehen? 

Meiner Meinung nach fehlt eigentlich nicht so sehr eine Funktion, über die Flows ist da ja schon sehr viel möglich. Die Entwickler sollten eher den Fokus darauf liegen, die kompatiblen Geräte noch besser zu unterstützen – teilweise stehen nicht alle Funktionen zur Verfügung, die ein Gerät bietet.

Vielen Dank für das Interview, Ansgar!

Homey: Preise und Bezugsmöglichkeiten

Homey Pro ist für 399 Euro im Handel (zum Beispiel bei Tink.de*) erhältlich. Weitere Informationen über das Smart Home-System findet ihr auf der Website des Herstellers.

P.S.: Habt ihr Lust, an dieser Stelle über eure Smart Home-Erfahrungen zu berichten? Wir freuen uns auf eure E-Mail!

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Homey Pro

Homey Pro

Smart Home Hub

  • vereint die wichtigsten Smart Home-Standards
  • kompatibel mit rund 50.000 Geräten
  • Mit Homey Flows eigene Szenen erstellen
  • Sprachsteuerung mit Amazon Alexa und Google Assistant

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

1 Kommentar

  1. Ob es wirklich ein Vorteil ist, die Geräte an einer anderen Zentrale anlernen zu können wenn der Hersteller sein System beerdigt, ist für mich fraglich. Ich habe mich aus diesem Grund z.B. für cloudunabhängiges Z-Wave und FHEM entschieden. Wenn ich bedenke, wieviel Hirnschmalz und Automatismen, ich da reinprogrammiert habe, hüte ich die Backups und meine Dokumentation wie ich was, wann und warum gemacht habe, wie einen Augapfel. Das alles nochmal in einem anderen System abbilden zu müssen, wäre für mich ein KO-Schlag fürs Smart Home. Da würde ich lieber eher alles packen und wegwerfen wollen. Wenn man natürlich nur ein „wenig“ rumgefrickelt hat, mag das Argument, alles an einer anderen Zentrale anzulernen, schon gelten, aber je nachdem wieviel Arbeit und Zeit man in ein bestehendes System investiert hat, wäre mir persönlich das Risiko, dass der Hersteller wirklich eines Tages die Segel streicht, einfach zu groß. Da wäre mir etwas hersteller- und cloudunabhängiges deutlich lieber.

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