Senioren, die vielleicht allein leben, nicht mehr gut zu Fuß sind oder körperliche Einschränkungen haben, benötigen oft Hilfe. Mit einer automatisierten Hauselektronik (Smart Home) und vernetzten Geräten wird es möglich, älteren Menschen den Alltag so einfach wie möglich zu machen.

So funktioniert ein Smart Home

Smart Home” ist ein Begriff, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Er bezeichnet die Vernetzung der Hauselektronik und die „intelligente“ Steuerung der Geräte. Mithilfe von Schaltern, Touchscreens, Apps oder Sprachassistenten wie Amazon Alexa können etwa der Fernseher, die Heizung oder die Beleuchtung gesteuert werden. In der Regel kommt hierfür eine Smart Home-Zentrale zum Einsatz, die mit dem Internet verbunden und Steuersignale per Funk an die einzelnen Geräte im Haushalt weitergibt. Die Auswahl entsprechender Systeme ist mittlerweile groß. Exemplarisch können etwa Homee, Bosch Smart Home, AVM Smart Home und Homematic IP genannt werden.

Smarte Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben

Ein Smart Home-System kann die Bewohnerinnen oder Bewohner darüber informieren, dass die Haustür noch geöffnet oder das Bügeleisen noch eingeschaltet ist – etwa indem auf einem vernetzten Lautsprecher eine entsprechende Warnung ausgegeben wird. Zusätzlich können Familienangehörige oder Nachbarn auf ihren Smartphones mit einer Push-Nachricht benachrichtigt werden und – das Einverständnis aller Beteiligten vorausgesetzt – mit einer Überwachungskamera direkt auf ihrem Smartphone nachsehen, ob alles in Ordnung ist.

Die Smart Home-Systeme lassen sich auch so konfigurieren, dass die Angehörigen automatisch auf ihrem Smartphone benachrichtigt werden, wenn das System eine Zeit lang keine Aktivität erkennt. So könnte das vernetzte System etwa “Alarm schlagen”, wenn der Senior oder die Senioren morgens nicht wie sonst üblich das Licht einschaltet. Vernetzte Rauchmelder können zusätzlich für Sicherheit sorgen: Im Alarmfall werden nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Alarmton, sondern zusätzlich auch Angehörige auf ihren Smarthones mit einer Nachricht gewarnt.

Haushaltsroboter erleichtern den Alltag

Mit zunehmendem Alter fallen Routinearbeiten immer schwerer. Früher war es vielleicht kein Problem, den schweren Staubsauger durch die Wohnung zu ziehen, im Alter kann diese Arbeit aber schnell zu einer Herausforderung werden. Zumindest die Reinigung der Böden kann heutzutage nahezu vollständig von einem Saugroboter übernommen werden. Einmal eingerichtet, reinigt das Gerät regelmäßig den Boden und fährt nach getaner Arbeit wieder zu seiner Ladestation zurück.

Lediglich der integrierte Staubbehälter muss regelmäßig entleert werden, was aber in wenigen Minuten erledigt ist. Einige der Premium-Geräte werden mit einer Absaugestation ausgeliefert – hier wird der kleine Staubbehälter des Saugroboters automatisch entleert und in einem größeren Staubbeutel in der Station gesammelt, der entsprechend seltener entleert werden muss.

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Alexa, rufe meine Kinder an: So bleiben Senioren mit Sprachassistenten in Verbindung

Smarte Lautsprecher beantworten nicht nur Fragen nach dem Wetter oder spielen den gewünschten Song auf Zuruf, sie eignen sich auch als Freisprechtelefon. Im Alltag können Senioren so auch mit Familienmitgliedern oder Freunden in Kontakt bleiben. Einige Smart Speaker sind mit einem Display und einer Kamera ausgestattet und ermöglichen es, ohne zusätzliche Geräte Videotelefonate zu führen – gerade für ältere, weniger technikaffine Menschen ist das oft praktikabler als der Einsatz eines Notebooks oder PCs.

Alexa für Senioren: Videotelefonate mit dem Smart Speaker
Smart Speaker wie der Echo Show ermöglichen es Senioren, unkompliziert Videotelefonate mit der Familie und Freunden zu führen.

Entsprechende Lautsprecher gibt es etwa von Amazon (Echo Geräte), Google (Google Assistant) und Apple (HomePod Mini). Preislich bewegen sich die Geräte zwischen rund 25 und mehreren hundert Euro.

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Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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