Weiter geht es mit unserer Smart Home-Interviewreihe: Heute haben wir unseren Leser Philipp zu seinen Erfahrungen mit dem Smart Home-System von Bosch befragt. Kann das System im Alltag überzeugen?

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Bosch: Smart Home made in Germany

Seit 2016 ist das funkbasierte Smart Home-System von Bosch verfügbar. Der Hersteller setzt auf Zigbee und Homematic IP, hat beide Funkprotokolle aber derart angepasst, dass ausschließlich die Geräte des Herstellers an die Zentral angelernt werden können – in dieser Hinsicht bieten offenere Systeme wie Homee oder das gleich klingende Homey mehr Möglichkeiten. Dennoch: Die wichtigsten Komponenten für das vernetzte Zuhause sind auch von Bosch erhältlich:

Sicherheit und Überwachung

  • Tür- und Fenstersensor (rund 27 Euro bei Amazon*)
  • Außenkamera (rund 230 Euro bei Amazon*)
  • Innenkamera (rund 150 Euro bei Amazon*)
  • Wassermelder (rund 50 Euro bei Amazon*)
  • Rauchmelder (rund 122 Euro bei Cyberport*)
  • Bewegungsmelder (rund 58 Euro bei Cyberport*)

Heizungsteuerung

Schalter und Fernbedienungen

  • Wandtaster (rund 38 Euro bei Amazon*)
  • Fernbedienung mit Display (rund 120 Euro bei Cyberport*)
  • Unterputz-Schalter (rund 84 Euro bei Amazon*)

Zwischenstecker

  • Zwischenstecker (rund 48 Euro bei Cyberport*)

Verschattung

  • Unterputz-Rollladen-Steuerung (rund 54 Euro bei Cyberport*)

Die Zentrale „Bosch Smart Home Controller“ ist für rund 70 Euro im Handel erhältlich (z.B. bei Computeruniverse.net*).

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Anwenderinterview: Bosch Smart Home im Alltagstest

Hallo Philipp, mit einem Smart Home kann der Energieverbrauch reduziert, der Komfort erhöht und die Sicherheit Zuhause verbessert werden. Welcher Aspekt war bei der Anschaffung des Systems für dich ausschlaggebend?

Philipp: Wir haben uns das Smart Home-System mit dem Umzug in unser Eigenheim angeschafft, primär mit Blick auf den Komfort, aber auch um ein möglichst simples und gleichzeitig effektives Alarmsystem aufzubauen.

Welches Smart Home-System verwendest du und warum hast du dich für dieses System entschieden?

Philipp: Wir nutzen das Smart Home-System von Bosch. Zwei Aspekte waren bei der Entscheidung für dieses System ausschlaggebend:

  • Ich halte nicht besonders viel von den großen Tech-Konzernen wie Amazon oder Google, insbesondere weil die keine oder kaum Steuern zahlen. Sicher: Im Alltag kommt man oft an diesen Unternehmen nicht vorbei, ich möchte sie aber nicht zusätzlich unterstützen, indem ich mir beispielsweise die Bude voller Alexa-Lautsprecher stelle. Bosch ist ein Unternehmen aus Deutschland, das ich gerne unterstütze.
  • Der weitere Aspekt war das Design der Komponenten. Klar, das sollte nicht der zentrale Faktor sein, aber am Ende werden Geräte wie Kameras oder Thermostate ja im Wohnbereich montiert, man schaut also ständig drauf. Die meisten Geräte von Bosch fanden und finden wir optisch ansprechend.

Wie nutzt du das Smart Home im Alltag? Auf welche Funktionen möchtest du nicht mehr verzichten?

Philipp: Wir nutzen das System in erster Linie Steuerung der Heiztemperatur und als Überwachungssystem. Auf beide Funktionen möchten wir nicht mehr verzichten, zumal wir die Heizkosten mithilfe der „intelligenten“ Steuerung um ungefähr 20 Prozent reduzieren konnten, beispielsweise indem die Temperatur reduziert wird, wenn niemand Zuhause ist oder wenn in einem Raum gelüftet wird.

Zusätzlich haben wir einige Geräte mit den Zwischensteckern von Bosch Smart Home ausgerüstet. Damit wird beispielsweise eine Lampe bei Abwesenheit geschaltet, um die Anwesenheit von Bewohnern zu simulieren und so Einbrecher abzuschrecken.

Welche kompatiblen Geräte oder Sensoren kannst du für das Bosch Smart Home-System empfehlen?

Philipp: Wir haben uns neben der Smart Home-Zentrale folgende Komponenten angeschafft und sind damit sehr zufrieden:

  • Raumthermostat
  • Tür- und Fenterkontakt
  • Bosch Smart Home Eyes Außenkamera
  • WLAN Überwachungskamera für den Innenbereich (Bosch 360° Innenkamera)
  • Heizkörper Thermostat
  • Zwischenstecker
  • Bewegungsmelder
  • Smart Home Funk Fernbedienung „Twist“
Bosch 360° Innenkamera
Bosch Smart Home 360° Innenkamera: Das Objektiv kann gedreht und bei Bedarf zum Schutz der Privatsphäre im Gehäuse versenkt werden.

Smartphone, Sprachsteuerung, Wandschalter: Wie bedienst du das System?

Philipp: Wir bedienen das System mit der Smartphone-App und mit der Funk-Fernbedienung. Die Fernbedienung nutzen wir, um unkompliziert das Alarmsystem zu aktivieren, beziehungsweise zu deaktivieren. Die Heiztemperatur steuern wir zudem mit dem Raumthermostat. Alexa oder andere Sprachassistenten nutzen wir grundsätzlich nicht, weil ich das mit Blick auf den Datenschutz problematisch finde und ich es im Alltag eine Fernbedienung auch praktischer finde.

Was sind aus deiner Sicht die wesentlichen Vorteile des Bosch Smart Home-Systems?

Philipp: Das System ist sehr einfach zu bedienen, die Geräte sind hochwertig verarbeitet und sehen auch ansprechend aus. Im Alltag hatten wir bislang auch noch keine größeren Probleme – die Steuerung funktioniert sehr zuverlässig.

Gut gefällt uns auch die Fernbedienung „Twist“, da sie ein großes, gut ablesbares Display besitzt. Witzig ist, dass man die Twist auch bedienen kann, indem man sie leicht nach links oder rechts dreht. Ein weiterer Pluspunkt: Alle Daten werden auf der Smart Home-Zentrale und nicht in der Cloud gespeichert. Das System funktioniert also auch dann noch, wenn einmal das Internet ausfällt.

Die Smart Home Fernbedienung Twist besitzt ein großes E-Ink Display (elektronische Tinte)

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…und was sind die Nachteile?

Philipp: Die Komponenten für das Bosch Smart Home-System sind vergleichsweise teuer. Die Überwachungskamera für den Innenbereich (Bosch 360° Innenkamera) kostet beispielsweise aktuell ungefähr 200 Euro, wir haben vor einiger Zeit sogar noch mehr dafür gezahlt.

Welche noch fehlende Funktion sollte deiner Meinung nach bei der Weiterentwicklung des Systems ganz oben auf der Agenda stehen?

Philipp: Ich habe lange Zeit eine Geofencing-Funktion vermisst, die aber seit dem vergangenen Jahr über Apple HomeKit realisiert werden kann – sofern man iPhones nutzt, was bei uns der Fall ist. Mit Blick auf die Funktionen vermisse ich im Moment eigentlich nichts mehr. Schön wäre es aber, wenn Bosch weitere Smart Home-Komponenten für das System auf den Markt bringt, etwa eine smarte Wetterstation.

Bosch Smart Home: Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

  • hochwertige Komponenten
  • kompatibel mit Apple HomeKit, Amazon Alexa und dem Google Assistant
  • einfache Einrichtung und Bedienung
  • zuverlässig im Betrieb
  • Daten werden lokal auf der Zentrale gespeichert – System funktioniert auch offline
  • Smart Home-System ohne Grundgebühr

Nachteile

  • überschaubare Anzahl an Geräten
  • hoher Preis für die Komponenten

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Fotos: Bosch

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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