Die Strom- und Gaspreise für Neukunden sind seit dem Herbst des vergangenen Jahres deutlich gesunken. Die Kosten für die Grundversorgung haben sich jedoch teilweise drastisch erhöht – ein Vergleich der Gas- und Strompreise lohnt sich wieder.

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Kostete die Kilowattstunde Gas für Neukunden Anfang September im Schnitt noch knapp 40 Cent, so sind es im Januar 2023 nach Angaben des Vergleichsportals Verivox 14,3 Cent, was einem Rückgang von 64 Prozent entspricht. Bei der Grundversorgung mit Gas ist die Entwicklung dagegen umgekehrt: Der Durchschnittspreis ist von 12,7 auf 17,7 Cent pro Kilowattstunde gestiegen, das entspricht einem Anstieg von 39 Prozent.

Mitte Oktober kostete eine Kilowattstunde Strom für Neukunden bundesweit 56 Cent, jetzt sind es 42,7 Cent – ein Rückgang von 24 Prozent. Im gleichen Zeitraum stiegen die Kosten für die Grundversorgung mit Strom um 27 Prozent – von 36,8 auf 46,6 Cent pro Kilowattstunde.

Strom- und Gaskosten: Vergleichen lohnt sich wieder

Wer in letzter Zeit in den Grundversorgungstarif gewechselt ist, um den exorbitanten Energiekosten zu entkommen, sollten jetzt die aktuellen Gas- und Strompreise vergleichen und über einen erneuten Wechsel nachdenken.

Ein Wechsel kann sich laut Verivox trotz der Preisbremsen für Strom- und Gas lohnen. Eine Familie, die 4.000 Kilowattstunden Strom verbraucht und zum günstigsten Anbieter wechselt, kann durchschnittlich 154 Euro pro Jahr sparen. Ein Haushalt, der mit Gas heizt, kann seine jährliche Rechnung um durchschnittlich 680 Euro senken. Selbst mit den Preisbremsen beträgt die Ersparnis immer noch 31 Euro für Strom und 136 Euro für Gas.

Deutlich gesunkene Strom- und Gaskosten an den Energiebörsen

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Die Stimmung an den Energiemärkten ist derzeit verhalten positiv. Aufgrund der gemäßigten Witterung sind die Preise für Erdgas und Strom im Vergleich zu 2022 deutlich gesunken.

Kürzlich lag der Preis für eine Megawattstunde Strom für die Lieferung im nächsten Jahr an der Strombörse bei etwa 180 Euro und damit deutlich unter den 500 Euro, die im September verlangt wurden. Trotz des Rückgangs ist das Preisniveau immer noch ungewöhnlich hoch, wenn man es mit der Zeit vor der Energiekrise vergleicht, als die durchschnittlichen Kosten für eine Megawattstunde im langjährigen Mittel zwischen 35 und 55 Euro schwankten.

Die Erdgaspreise liegen derzeit an den Spotmärkten bei rund 70 Euro pro Megawattstunde und damit unter dem Niveau des Sommers, als sie bis zu 350 Euro pro Megawattstunde betrugen. Er ist jedoch noch weit von seinem Vorkrisenniveau entfernt, das im Durchschnitt zwischen 10 und 25 Euro pro Megawattstunde lag.

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Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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