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Smarte Heizkörperthermostate können insbesondere in schlecht gedämmten Häusern dazu beitragen, die Heizkosten zu senken. Das ist das Ergebnis einer Studie des Potsdamer Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS).

Die energetische Sanierung von Häusern ist eine sinnvolle Maßnahme für den Klimaschutz und trägt dazu bei, die laufenden Heizkosten zu senken – ob sich die Wärmedämmung lohnt, sollte jedoch genau kalkuliert werden. Der Eigentümerverein „Haus und Grund“ hat in einer Musterrechnung 2015 ermittelt, dass sich die Investition in die Dämmung erst nach 51 Jahren rentiert. Das Problem: Laut dem Verein haben die gängigen Dämm-Materialien in der Regel nur eine Haltbarkeit von höchstens 50 Jahren. Eine Studie der staatlichen Förderbank KfW kam 2013 zu einem ähnlichen Ergebnis.

Smarte Heizkörperthermostate rechnen sich laut der Studie des IASS hingegen schon bei geringen Energieeinsparungen in Gebäuden mit einem niedrigen bis mittleren Effizienzstandard. Die vernetzten Thermostate, die beispielsweise von Tado oder Netatmo angeboten werden, sorgen dafür, dass die Heiztemperatur automatisch reduziert wird, wenn sich keine Bewohner im Haus befinden. In Kombination mit Tür- und Fenstersensoren erkennen sie zudem geöffnete Fenster und regulieren die Temperatur runter, wenn in einem Raum gelüftet wird.

Studie: Wann rechnen sich smarte Heizkörperthermostate?

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Die Forscher des IASS haben durchgerechnet, unter welchen Bedingungen sich die smarten Thermostate für den Käufer rentieren. Die Ergebnisse der Studie: Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus – Baujahr 1949 bis 1978, 127 Quadratmeter Wohnfläche – amortisiert sich die Investition innerhalb von zehn Jahren bei einer Senkung des Energieverbrauchs um 5,7 Prozent. In einer Wohnung mit 64 Quadratmetern Wohnfläche müssen dafür 7,7 Prozent Energie eingespart werden.

In welchem Rahmen Heizkosten mit den smarten Thermostaten gesenkt werden können, hängt in einem hohen Maß von den Gewohnheiten und Verhalten der Bewohner ab. Eine Ersparnis lässt sich insbesondere dann erzielen, wenn sämtliche Bewohner häufiger das Haus für eine längere Zeit verlassen – beispielsweise um während der Woche arbeiten zu gehen oder Ausflüge am Wochenende zu machen. Die Heizkosteneinsparungen machen sich insbesondere bei schlecht gedämmten Häusern und Wohnungen bemerkbar.

Was kosten smarte Heizkörperthermostate?

Laut dem Institut liegen die Kosten für vernetzte Heizkörperthermostate für ein durchschnittliches Einfamilienhaus im Durchschnitt bei 670 Euro, für eine typische Wohnung fallen 340 Euro an.

„Smarte Thermostate stellen im Gegensatz zur Gebäudesanierung auch für Mieterinnen und Mieter eine Möglichkeit dar, den Energieverbrauch zu senken und damit etwas für den Geldbeutel und das Klima zu tun, weil sie selbst über die Anschaffung entscheiden können“, erläutert Leitautor Dominik Schäuble. Die smarten Thermostate können laut den Forschern einen Beitrag zur Senkung der Emissionen leisten, ersetzen aber nicht die energetische Sanierung von Wohngebäuden sowie den Ausbau erneuerbarer Energien. 

Mit dem Smart Home Heizkosten senken: Tipps und Testberichte

Bildnachweis Titelgrafik: Netatmo

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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