Rasenmähroboter, Pflanzen-Monitoring oder eine smarte Bewässerungssteuerung: “Intelligente” Haus- und Gartengeräte können die Pflege des heimischen Gartens erleichtern. Diese Tipps solltetet ihr bei der Planung des smarten Garten berücksichtigen.

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“Smart Gardening unterstützt ambitionierte Freizeitgärtner bei der Arbeit oder nimmt ihnen unliebsame Tätigkeiten ab”, sagt Marc Fliehe, Bereichsleiter Digitalisierung und IT-Sicherheit beim TÜV-Verband. “Viele digital gesteuerte Geräte können Aufgaben wie Rasenmähen oder Wässern sehr zuverlässig, sorgfältig und ressourcenschonend erledigen.” So können intelligente Bewässerungssysteme die Bodenfeuchtigkeit beobachten und bei Bedarf automatisch eine Bewässerung einschalten.

“Viele Funktionen smarter Geräte und Anwendungen sind nur nutzbar, wenn im Garten eine stabile Internetverbindung vorhanden ist”, sagt Fliehe. “Das Funknetz und die angedockten Geräte sollten so aufgesetzt werden, dass sie vor Hackerangriffen geschützt und somit kein Einfallstor für Kriminelle sind.” Der TÜV-Verband hat Tipps rund um den smarten Garten zusammengestellt.

Nie wieder den Rasen mähen: Mähroboter nehmen nervige Arbeit ab

Mähroboter halten ganz automatisch den Rasen kurz und sorgen durch das regelmäßige Mähen auch dafür, dass Unkräuter unterdrückt werden. Mit Hilfe von Begrenzungskabeln wissen die smarten Mäher, wo sie entlangfahren dürfen. Bei dem Kauf eines Mähroboters solltet ihr auf einen ausdauernden Akku und einen Diebstahlschutz achten. Prüft im Vorfeld zudem, welche Steigfähigkeit das Gerät unterstützen muss – andernfalls kann es passieren, dass der Mähroboter einen Hügel nicht erklimmen kann und diesen Bereich nicht mähen kann.

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Intelligente Bewässerungsanlagen kümmern sich um eure Pflanzen

Für intelligente Bewässerungsanlagen werden im Garten unter- oder oberirdisch Wasserschläuche verlegt. Herzstück der Anlage ist ein Bewässerungscomputer, der in der Regel direkt am Wasserhahn angebracht wird. Die Steuerung erfolgt am Gerät selbst oder, bei vernetzten Anlagen, über eine Smartphone-App. Anschließend könnt ihr Gießzeiten planen und verschiedene Gartenbereiche unterschiedlich bewässern. Smarte Sprinkleranlagen verbinden zudem Sensordaten wie Temperatur, Sonnenintensität sowie Boden- und Luftfeuchtigkeit mit aktuellen Wettervorhersagen und werden nur dann aktiv, wenn es auch wirklich notwendig ist.

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Die Poolreinigung übernimmt künftig der Roboter

Poolbauer gehören definitiv zu den Gewinnern der Coronakrise – einige Hersteller führen mittlerweile Wartelisten für 6 bis 12 Monate. Wer einen Pool im Garten hat, kann die Reinigung an einen Poolroboter delegieren. Der Roboter wird einfach ins Wasser gesetzt und entfernt anschließend Algen, Sand, Blätter oder Insekten. Der Komfort hat aber seinen Preis: Für Poolroboter wird je nach Funktionsumfang ein Betrag zwischen 600 und 2000 Euro fällig.

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Mit smarten Wetterstationen das Wetter im Blick behalten

Smarte Wetterstationen können vor Regen, starken Wind, Frost oder Hitze warnen. Vernetzt mit weiteren Smart Home-Geräten sorgen sie dafür, dass bei Bedarf etwa automatisch die Markise eingefahren oder die Gartenbewässerung gestoppt wird.

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So schützt ihr smarte Gartengeräte vor Hackerangriffen

Laut einer Umfrage des TÜV-Verbandes sind Verbraucherinnen und Verbraucher noch sehr zurückhaltend bei der Anschaffung von Smart-Gardening-Geräten. Nur 3 Prozent nutzen einen Mähroboter und 2 Prozent ein anderes smartes Gartenwerkzeug. Diese Zurückhaltung ist auch auf Bedenken zurückzuführen, dass Hacker die IoT-Geräte ins Visier nehmen könnten: 39 Prozent der Befragten haben aus Angst vor Cyberangriffen auf den Kauf von Smart-Home-Produkten verzichtet.

Damit smarte Haus- oder Gartentechnik kein leichtes Ziel für Cyberkriminelle ist, könnt ihr einige Vorkehrungen treffen. “Veraltete Router und fehlende Software-Updates sind Schwachstellen, die kriminelle Hacker leicht ausnutzen können”, sagt Fliehe. “Neue Router haben in ihrer Software häufig bessere Sicherheitsfunktionen und schützen das Netzwerk zeitgemäß.” Daher seien regelmäßige Software-Updates sowohl bei Routern als auch den angeschlossenen Geräten Pflicht.

Mit dem Router kann ein separates Netzwerk für die smarten Gartengeräte eingerichtet werden, das nicht mit dem WLAN im Haus verbunden ist. Bei einem Hacker-Angriff auf den Mähroboter sind sensible private Daten trotzdem sicher. Fliehe: “Vor der Inbetriebnahme smarter Produkte sollten voreingestellten Passwörter in Geräten und deren Apps geändert werden. Eine große Sicherheitslücke sind schwache Passwörter.” Ein starkes Passwort ist mindestens zehn Zeichen lang und nutzt eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Zeichen.

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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