Roborock Q7 Max+

8.8

Bedienung

10.0/10

Saugfunktion

10.0/10

Wischfunktion

6.0/10

Funktionsumfang

9.0/10

Navigation und Hinderniserkennung

8.5/10

Preis-Leistung

9.0/10

Vorteile

  • hohe Saugleistung
  • gründliche Reinigung (Saugfunktion)
  • gute Navigation und Hinderniserkennung
  • einfache Bedienung
  • gute Akkulaufzeit
  • hoher Funktionsumfang

Nachteile

  • Nasswischfunktion reinigt nur mittelmäßig (keine rotierenden Bürsten)
  • Absaugestation ist (kurzzeitig) recht laut
  • Absaugestation ohne Frischwassertank
  • hoher Preis
  • Folgekosten für Staubbeutel

Intelligente Hinderniserkennung, über 4.000 Pa Saugkraft, eine Wischfunktion und eine Absaugestation: Auf dem Papier lässt der neue Roborock Q7 Max+ keine Wünsche offen. Unser Test zeigt, wie gut sich der neue Premium-Saugroboter im Alltag bewährt.

Lieferumfang und Inbetriebnahme

Im Paket findet ihr neben dem Saugroboter die in Schwarz und Weiß gehaltene Absaugestation, die Wischplatte und Staubbeutel für die Absaugestation. Die Inbetriebnahme gestaltet sich denkbar unkompliziert: Gerät einschalten, die App des Herstellers herunterladen und temporär mit dem WLAN des Saugroboters verbinden, um die eigenen WLAN-Zugangsdaten auf das Gerät zu übertragen – das war schon alles und ist schnell erledigt. Anschließend könnt ihr dem neuen Helfer noch einen Namen geben und bei der Sprachausgabe die deutsche Sprachversion einstellen – danach kann es schon mit der ersten Erkundungsfahrt durch eure Wohnung losgehen.

Roborock Q7 Max+
Roborock Q7 Max+ im Test: Die Einrichtung ist schnell erledigt.

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Bedienung und Funktionsumfang

Den Saugroboter könnt ihr mit den Tasten am Gerät, mit der Smartphone-App und Sprachassistenten (Amazon Alexa und Google Assistant) bedienen. Die App ist intuitiv aufgebaut, mit Blick auf den hohen Funktionsumfang solltet ihr aber etwas Zeit einplanen, um das Gerät exakt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Die wichtigen Funktionen der App im Überblick:

  • Starten und Beenden des Reinigungsvorgang
  • Gezielte Reinigung von Räumen oder frei definierbaren Zonen (Bereichen)
  • Manuelles Entleeren (Absaugen) des Staubbehälters (erfolgt auch automatisch)
  • Fernsteuerung des Saugroboters mit einem virtuellen Joystick
  • Pin and go: Saugroboter kann gezielt in einen bestimmten Bereich geschickt werden
  • Verwalten der virtuellen Karten und einstellbare Sperrzonen, in denen nicht gewischt und / oder nicht gesaugt werden soll inklusive der Möglichkeit, mehrere Etagen zu verwalten
  • Einstellbare Saugleistung (Leise, Normal, Turbo, Max)
  • Einstellbare Wassermenge für die Wischfunktion
Roborock App 1
Der Grundriss lässt sich in der App auch dreidimensional darstellen.
Roborock App 2
Saug- und Wischleistung des Saugroboters lassen sich in der App feingranular einstellen.

Roborock Q7 Max+: Absaugestation mit  2,5-Liter Fassungsvermögen

Absaugestationen gehören zu den Top-Trends im Bereich der Saugroboter. Kein Wunder, erleichtern sie den Alltag der Besitzerinnen und Besitzer doch deutlich: Anstatt ständig den kleinen Staubbehälters des Saugroboters ausleeren zu müssen, muss lediglich der große Staubbeutel in der Absaugestation alle paar Wochen ausgewechselt werden. Der Saugroboter macht also länger das, was ein Roboter machen soll: Vollständig autark seine Arbeit verrichten. Die Station des Q7 Max+ bietet ein Fassungsvermögen von 2,5 Litern und muss – je nach Fläche der Wohnung oder des Hauses und des Verschmutzungsgrads – erst nach sechs oder sieben Wochen ausgewechselt werden.

In unserem Test hat das Absaugen absolut reibungslos funktioniert. Ihr solltet allerdings bedenken, dass der Vorgang recht laut ist: Das Geräusch ist mit dem Lärmpegel eines klassischen Staubsaugers vergleichbar. Der Prozess dauert zwar nur einige Sekunden, kann aber beispielsweise während einer Videokonferenz dennoch stören. Idealerweise verrichtet der Roborock seine Arbeit dann, wenn die Bewohnerinnen und Bewohner gar nicht anwesend sind oder ihr nutzt den Zeitplan (in Kombination mit dem “Nicht Stören-Modus”), damit euch der Reinigungs- und Absaugevorgang nicht stört.

In der App könnt ihr die automatische Entleerung konfigurieren und zwischen “Leicht” (für kleinere Wohnungen), “Mittel” (für Wohnungen mittlerer Größe) und “Max” (für große Wohnungen) wählen. Oder ihr wählt den “Smart”-Modus, in diesem Fall passt der Saugroboter das Entleeren automatisch an die gereinigte Fläche an.

Der Staubbeutel kann einfach aus der Station entnommen und ausgetauscht werden. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit und die Folgekosten würden wir anstelle von Staubbeuteln einen Behälter favorisieren, der aus der Station genommen und entleert werden kann. Die Beutel bieten freilich den Vorteil, dass die Besitzer noch weniger mit Staub in Kontakt kommen, was insbesondere Allergiker freuen wird.

Absaugestation des Roborock Q7 Max+.
Der Staubbeutel lässt sich einfach auswechseln – produziert aber Müll und Folgekosten.

Wichtig zu wissen: In der Absaugestation landet bei dem Q7 Max+ nur der Schmutz, während das Frischwasser für die Wischfunktion manuell in den Behälter des Saugroboters nachgefüllt werden muss. Teurere Modelle wie der Roborock S7 MaxV Ultra werden mit einer Absaugestation geliefert, die zusätzlich Frischwasser nachfüllen, Schmutzwasser aufnehmen und sogar die Wischmopps des Geräts reinigt – mehr Luxus geht vermutlich nicht…

Reinigungsleistung und Navigation im Raum

Der Roborock Q7 Max+ hat sich in unserem Test erstaunlich schnell in unserem Zuhause “eingelebt” und in den Räumen zurechtgefunden. Mithilfe der verbauten Sensoren erstellt der Roboter bei der ersten Fahrt einen sehr detaillierten, sogar dreidimensionalen Grundriss der Etage. In der App könnt ihr die Räume benennen und Sperrzonen definieren, die von der Reinigung ausgeschlossen werden. Der Saugroboter hat bei unseren Testfahrten keine Stellen ausgelassen und den Boden sehr gründlich gereinigt – hier machen sich die bis zu 4.200 Pa Saugkraft bemerkbar. Teppiche werden automatisch als solche erkannt und die Saugleistung entsprechend erhöht – auch das hat einwandfrei funktioniert.

Teppiche werden zuverlässig erkannt, Hochflorteppiche stellten in unserem Test kein Problem dar.

Größere Hindernisse wie Stuhlbeine, Blumenvasen und Ähnliches wurden zuverlässig erkannt und umfahren. Ein Hausschuh wurde offenbar nicht direkt erkannt und ein wenig durch die Gegend geschoben. Mit einem auf dem Boden liegenden Kabel hat sich der Roborock in unserem Test angelegt, wobei sich das Kabel nicht in der Bürste des Geräts aufgewickelt hat, sondern nur etwas durch die Gegend geschoben wurde – kein großes Drama, zumal sich in der App für den entsprechenden Bereich unkompliziert eine Sperrzone hinterlegen lässt. Mit einem kleinen Legohaus ist der Roborock zusammengestoßen – herumliegendes Spielzeug sollte also vor dem Reinigungsvorgang weggeräumt werden.

Mit seiner großen Seitenbürste reinigt der Roborock Q7 Max+ auch die Ecken zuverlässig.

Wer ein aktuelles iPhone besitzt, kann sogar seine Räume mit dem im Smartphone integrierten Lidar-Scanner erfassen und das 3D-Modell mit der vom Roboter erstellten Karte kombinieren lassen, damit sich das Gerät noch besser zurechtfindet und Hindernisse noch besser erkennt. Ein spannendes Feature, wenngleich wir uns noch nicht sicher sind, wie nützlich die Funktion im Alltag ist.

Matrix Scan: Mit einem iPhone wird der Raum dreidimensional erfasst.
Das 3D-Modell verbessert die Navigation und Hinderniserkennung des Roborock.

Roborock hat beim Q7 Max+ den Staub- und Wassertank kombiniert. Der einfach zu entnehmende Behälter nimmt 350 Milliliter Wasser und 470 Milliliter Schmutz auf. In Kombination mit der Absaugestation ist die Größe des Schmutzbehälters aber kaum relevant, da der Behälter nach jeder Reinigung entleert und der Schmutz von der Station aufgenommen wird.

Roborock Q7 Max+ Staubbehälter.
2 in 1: Ein Teil des Staubbehälters dient als Frischwassertank.

Nach so viel Lob kommen wir zu einem Nachteil: Die Wischfunktion hat in unserem Alltagstest ein mittelmäßiges Reinigungsergebnis erzielt. Leichte Verschmutzungen auf Fliesen wurden zwar entfernt, bei hartnäckigeren Flecken muss das Gerät aber passen, was allerdings nicht verwundert: Dieser Roborock besitzt keine rotierenden Wischmopps, wie es bei den teureren Modellen (etwa dem Roborock S7 MaxV Ultra) der Fall ist. Stattdessen kommt eine Wischplatte zum Einsatz, die laut dem Hersteller mit 300 Gram auf den Boden gedrückt wird. Die Kombination aus Abwärtsdruck und dem fein einstellbaren Wasserzufluss (hier stehen 30 Stufen zur Verfügung) führt zu einem guten, aber eben nicht perfekten Reinigungsergebnis. Wer häufig mit hartnäckigen Flecken zu kämpfen hat, muss weiterhin manuell schrubben oder zu einem teureren Modell wie den eben erwähnten S7 MaxV Ultra greifen.

Die Wischplatte des Roborock Q7 Max+.
Der Roborock Q7 Max+ besitzt keine rotierende Wischplatte, weshalb die Wischfunktion nur ein mittelmäßiges Reinigungsergebnis liefert.

Roborock Q7 Max+ im Test: Unser Fazit

Der Roborock Q7 Max+ liefert ein exzellentes Reinigungsergebnis und schafft es mühelos, sich in der Wohnung zu orientieren. Über 4.000 Pa Saugkraft sorgen dafür, dass auch gröberer Schmutz zuverlässig entfernt wird. Die auch optisch ansprechende Absaugestation erhöht den Komfort und sorgt dafür, dass ihr euch mehrere Wochen lang nicht mehr um das Gerät kümmern müsst, da es vollständig autark arbeitet.

Die App ist intuitiv aufgebaut und bietet sämtliche (Komfort-) Funktionen, die wir von einem Saugroboter in dieser Preisklasse erwarten. Die Wischfunktion ist gut, aber nicht perfekt. Wer häufig stark verschmutzte Fliesen hat, sollte zu einem Gerät mit rotierenden oder vibrierenden Wischmopps greifen.

Der Roborock Q7 Max+ kostet rund 700 Euro und ist zum Beispiel bei Amazon erhältlich*. Das ist ein sportlicher, letztendlicher aus unserer Sicht aber gerechtfertigter Preis. Mit Blick auf die hervorragende Reinigungsleistung, den hohen Funktionsumfang und der mitgelieferten Absaugestation stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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