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Mit dem RoboVac L70 Hybrid schickt Eufy einen Saugroboter mit Wischfunktion ins Renen, der den Raum mit Lasern kartiert und anschließend effizient reinigen soll. In unserem Test haben wir ausprobiert, wie gut das im Alltag funktioniert.

Eufy, eine Marke des Zubehörspezialisten Anker, gibt seit einiger Zeit auch im Smart Home Gas. Wir haben in den vergangenen Monaten die kabellose Überwachungskamera Eufy CamE und den „Einsteiger-Saugroboter“ Eufy Robovac 30C getestet. Beide Produkte konnten mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis überzeugen – kann der RoboVac L70 Hybrid (Amazon*) hier mithalten?

Lieferumfang, Verarbeitung und Inbetriebnahme

Werfen wir zunächst einen Blick auf den Lieferumgang: Neben dem Saugroboter befinden sich die Ladestation, das Netzteil und ein Wischtuch im Paket. Erfreulicherweise hat Eufy zudem eine transparente Unterlage für die Ladestation beigelegt. Wer den Wischmodus des Saugroboters nutzt, kann mit der Unterlage verhindern, dass der Saugroboter nach getaner Arbeit in der Ladestation den Boden durchnässt – was bei Fliesen unproblematisch, bei Laminat aber ein Problem wäre.

Der Saugroboter wirkt robust und recht hochwertig verarbeitet. Auch das Design gefällt uns: In einem zurückhaltenden Weiß gehalten, wirkt der Eufy RoboVac L70 Hybrid dezent und optisch ansprechend.

Eufy RoboVac L70 Hybrid im Test
Eufy RoboVac L70 Hybrid: Das zurückhaltende Design gefällt uns gut.

Im nächsten Schritt machen wir uns an die Einrichtung des Saugroboters. Dafür installieren wir zunächst EufyHome-App, die für iOS und Android erhältlich ist, auf unserem Smartphone und legen einen kostenlosen Account beim Hersteller an.

Der Einrichtungsvorgang des Saugroboters könnte unkomplizierter kaum sein, zumal jeder Schritt in der App verständlich beschrieben wird: WLAN-Zugangsdaten eingeben, temporär mit dem WLAN-Netz des Saugroboters verbinden, um die Informationen zu übertragen und schon ist das Gerät betriebsbereit.

Bedienung und Funktionsumfang

Der Saugvorgang wird entweder per Tastendruck am Gerät, über die Smartphone-App oder mit einem Sprachbefehl (unterstützt werden Amazon Alexa und der Google Assistant) gestartet. Eine Fernbedienung wird nicht mitgeliefert.

Schade finden wir, dass der RoboVac per Tastendruck am Gerät lediglich gestartet, gestoppt und zurück zur Ladestation geschickt werden kann. Einige Saugroboter besitzen zusätzliche eine Taste, mit der eine Spotreinigung (gezielte Reinigung eines kleineren Bereichs) gestartet werden kann, was im Alltag durchaus praktisch sein kann – beispielsweise wenn lediglich der Hauseingang gesäubert werden soll. Zwar kann mit der Smartphone-App ein bestimmter Bereich gereinigt werden, eine Taste dafür am Gerät wäre aber noch etwas praktischer.

Die EufyHome-App ist intuitiv und übersichtlich aufgebaut. Übersetzungsfehler, wie sie oft bei Produkten von Xiaomi und Co. auftreten, gibt es nicht.

In der App könnt ihr einen Reinigungsplan konfigurieren (Wochentage und Uhrzeiten, an denen die Reinigung automatisch gestartet werden soll) oder auf einer virtuellen Karte gezielt Bereiche definieren, in denen gesaugt, beziehungsweise nicht gereinigt werden soll. Dabei könnt ihr auch Bereiche definieren, in denen zwar gesaugt, aber nicht gewischt werden darf. Ihr könnt den Saugroboter somit problemlos in Etagen mit Teppichen und Fliesen verwenden und die Bereiche mit Teppichen einfach für die Wischfunktion sperren.

Kritik muss sich der Saugroboter aber hinsichtlich des Staubbehälters gefallen lassen, von dem der obere, abgetrennte Bereich gleichzeitig als Wassertank dient: Die Öffnung des Wassertanks ist so angebracht, dass es aufwendig, ist den Tank nach dem Reinigungsvorgang vollständig zu entleeren – ein bisschen Wasser verbleibt zunächst im Tank und man muss den Behälter hin und her bewegen, um die Wasserreste (halbwegs) vollständig abfließen zu lassen. Hier wäre es wesentlich sinnvoller, wenn sich die Öffnung in einer Ecke des Tanks befinden würde.

Eufy RoboVac L70 Hybrid Wassertank
Der Wasserbehälter des Saug- und Wischroboters lässt sich nur umständlich entleeren.

Gut gefällt uns hingegen, dass der Saugroboter in deutscher Sprache über den aktuellen Status (Saugvorgang gestartet, beendet etc.).

Reinigungsleistung und Navigation im Raum

Der Eufy RoboVac L70 Hybrid ist mit einer Laser-Navigation ausgerüstet: Sensoren, die sich in dem „Aufbau“ des Saugroboters befinden, scannen den Raum, erkennen Hindernisse und legen einen virtuellen Grundriss an. Auf diesem Weg kann der Roboter den Raum gezielt abfahren und insgesamt effizienter reinigen. In der Praxis funktioniert die Raum- und Hinderniserkennung gut und zuverlässig.

Saugroboter mit Laserscanner.
Der Laserscanner im Aufbau des Saugroboters erfasst den Grundriss des Raumes.

Im Alltag kann es durchaus hilfreich sein, dass sich der Reinigungsvorgang in der App in Echtzeit verfolgen lässt – so kann man auf einem Blick sehen, wieviel Arbeit der Roboterhelfer noch vor sich hat. Leider kann der Eufy-Roboter nur den Grundriss einer Etage speichern. Das Gerät kann natürlich mehrere Etagen reinigen, muss dafür allerdings jedes Mal einen neuen Grundriss erstellen. In dieser Hinsicht sind einige Konkurrenzprodukte, wie beispielsweise der Deebot Ozmo 950, weiter: Der Deebot speichert die Grundrisse von bis zu drei Etagen.

RoboVac L70 Hybrid: Der Saugroboter erstellt einen Grundriss der Etage und zeigt euch, welche Bereiche bereits gereinigt wurden.

Zurück zum Eufy RoboVac L70 Hybrid, bei dem uns folgendes Problem in unserem Test aufgefallen ist: Die „Durchfahrtshöhe“ unter einem Sofa oder ähnlichen Objekten wird teilweise von dem Roboter falsch eingeschätzt und es kann passieren, dass sich das Gerät unter dem Objekt verfängt. Unser Tipp: Vor dem Kauf eines Saugroboters solltet ihr messen, wie hoch der Abstand zwischen Möbeln wie dem Sofa oder dem Bett und dem Boden ist. Der Eufy RoboVac L70 Hybrid benötigt inklusive Aufsatz mindestens 10,2 Zentimeter – wenn diese Durchfahrtshöhe bei euch nicht vorhanden ist, solltet ihr euch nach einem flacheren Saugroboter umschauen.

Sicherlich ist es alternativ auch eine Option, die entsprechenden Bereiche in der App von der Reinigung auszuschließen, allerdings müsstet ihr dann doch wieder zum klassischen Staubsauger greifen und ausgerechnet diese schwer zugänglichen Bereiche manuell saugen.

Abschließend kommen wir noch zu der wichtigsten Frage beim Test eines Saugroboters: Wie sieht es mit der Saugleistung des Eufy RoboVac L70 Hybrid aus? Hier kann das Gerät definitiv punkten. Sämtliche Bereiche des Raums wurden von dem Gerät abgefahren und zuverlässig gereinigt – das gilt sowohl für Bereiche mit Parkett, als auch für Fliesen und Teppiche.

Die gewünschte Saugstärke kann in der App eingestellt werden.

In der App könnt ihr die Saugstärke einstellen und dabei zwischen den Optionen „Leise“, „Standard“, „Turbo“ und „Maximalmodus“ wählen. In der niedrigsten Stufe haben wir das Betriebsgeräusch kaum wahrgenommen – es war problemlos möglich, nebenbei noch zu arbeiten. In diesem Flüstermodus wurde zwar Staub zuverlässig beseitigt, gröberer Dreck im Eingangsbereich blieb aber liegen. Im Standard-Modus hingegen sorgt der Roboter für ein gutes Reinigungsergebnis und die Lärmbelästigung hält sich noch in einem akzeptablen Rahmen. Wer den Saugroboter zeitgesteuert bei Abwesenheit seinen Job machen lässt, kann den zwar lauten, dafür aber besonders gründlichen Maximalmodus wählen. Im stärksten Modus bietet der Saugroboter eine Saugkraft von 2200Pa.

Eufy RoboVac L70 Hybrid: Der Saug- und Wischroboter erreicht auch schwer zugängliche Stellen, beispielsweise zwischen den Stuhlbeinen.

Die Wischfunktion des Roboters ist ein durchaus sinnvolles Extra und funktioniert ebenfalls zuverlässig. Genau wie bei ähnlichen Produkten der Konkurrenz gilt aber auch bei dem Eufy RoboVac L70 Hybrid: Hartnäckigere Verschmutzungen werden mit dem Wischvorgang nicht beseitigt, da das Gerät dafür nicht den notwendigen Druck aufbauen kann. Dennoch macht die Funktion Sinn, denn im Zusammenspiel mit der Saugfunktion lässt sich in Bereichen wie dem Badezimmer ein noch besseres Reinigungsergebnis erzielen.

Wischroboter im Test.
Vor dem Wischen wird ein Aufsatz mit dem Reinigungstuch an der Unterseite des Saugroboters angebracht.

Eufy RoboVac L70 Hybrid im Test: Unser Fazit

Der Eufy RoboVac L70 Hybrid punktet mit einer einfachen Einrichtung und Bedienung sowie einem guten Reinigungsergebnis. Gut gefallen uns die Möglichkeit, den Saug- und Wischroboter mit Sprachbefehlen zu steuern und auf dem virtuellen Grundriss in der App bestimmte Bereiche von der Reinigung auszuschließen. Die Erkennung von Hindernissen funktioniert gut, unter Umständen verfängt sich das Gerät aber unter zu niedrigen Möbeln – die benötigte Durchfahrtshöhe von 10,2 Zentimetern sollte im Blick behalten werden. Punktabzug gibt es für den Wassertank, der etwas mühsam zu entleeren ist.

Preis und Verfügbarkeit

Der reguläre Verkaufspreis von rund 500 Euro erscheint uns etwas zu hoch angesetzt, momentan erhaltet ihr mit einem Coupon, den ihr auf der Produktseite bei Amazon* anklicken könnt, aber einen Preisnachlass von 50 Euro.

Anzeige / Letzte Aktualisierung am 22.11.2019 um 10:14 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon

Könnt ihr auf die Wischfunktion und die Lasernavigation (virtueller Grundriss) verzichten? Dann werft alternativ einen Blick auf den günstigen Saugroboter Eufy Robovac 30C, der ebenfalls mit Amazon Alexa kompatibel ist.

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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