Die Arlo Essential Indoor Camera ist eine neue Überwachungskamera aus dem Hause Arlo, die mit einem günstigen Preis und einer Funktion zum Schutz der Privatsphäre punkten will. Unser Test zeigt, wie gut das im Alltag funktioniert.

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Erster Eindruck und Inbetriebnahme

Gestartet mit kabellosen Überwachungskameras, bietet Arlo mittlerweile ein umfangreiches Portfolio mit Überwachungsprodukten: Von Outdoor-Kameras wie der Arlo Essential Spotlight über Kameras mit Flutlicht wie der Arlo Pro 3 Floodlight bis hin zur Videotürklingel Arlo Video Doorbell. Der Neuzuwachs Arlo Essential Indoor Camera soll sich, der Name lässt es bereits vermuten, um die Überwachung des Innenbereichs kümmern.

Nach dem Auspacken fällt zunächst das optisch angenehm zurückhaltende Design und die solide Verarbeitung der kleinen Kamera auf. Wichtig zu wissen: Im Gegensatz zu vielen anderen Arlo-Kameras ist die Essential Indoor-Variante nicht mit einem Akku ausgestattet, dementsprechend benötigt sie zwingend eine Steckdose in der Nähe des Aufstellungsortes. Das schränkt etwas die Flexibilität ein, sorgt aber dafür, dass man die kleine Kamera ( (52 x 49 x 113 Millimeter) nicht alle paar Wochen aufladen muss – ein Solarpanel ist schließlich im Innenraum keine Option.

Arlo Essential Indoor Camera
Dezentes Design und hochwertige Verarbeitung: Die Arlo Essential Indoor Camera

Die Inbetriebnahme könnte einfacher nicht sein: Die Kamera an die Steckdose hängen, die Smartphone-App des Herstellers herunterladen, die Sync-Taste auf der Unterseite des Kameramoduls drücken und mittels QR-Code die WLAN-Zugangsdaten zur Kamera übertragen. Anschließend müsst ihr euch nur noch eine Bezeichnung für die Überwachungskamera ausdenken und schon kann die Arlo Essential Indoor Camera ihren Job machen.

Die WLAN-Zugangsdaten werden unkompliziert mittels QR-Code auf die Überwachungskamera übertragen.

Bedienung und Funktionsumfang

Arlo gehört sicherlich nicht zu den preisgünstigsten Anbietern von Überwachungskameras, hat dafür aber ein wirklich überzeugendes Gesamtpaket geschaffen. Während Hersteller im unteren Preissegment gerne mal unausgereifte Apps mit merkwürdigen Übersetzungsfehlern auf den Markt werfen oder mit Datenschutzpannen zu kämpfen haben, leistet sich Arlo in dieser Hinsicht keine Blöße. Die App ist intuitiv zu bedienen, reagiert schnell auf Eingaben und ist übersichtlich aufgebaut. Datenschutzpannen musste Arlo bislang ebenfalls noch keine vermelden.

Die wichtigsten Funktionen und Eigenschaften der Kamera im Überblick:

  • 1080p Videoauflösung
  • Zwei-Wege-Audiofunktion
  • Nachtsicht
  • Integrierte Sirene
  • Cloud-Speicher
  • Kompatibel mit Alexa und Google Assistant
  • Aktivitätszonen
  • Personenerkennung

Für die drei zuletzt aufgeführten Features benötigt ihr allerdings ein kostenpflichtiges Abo (Arlo Smrt Plan), das ab 2,49 Euro pro Monat zu haben ist. Da die Kamera keinen lokalen Speicher besitzt, ist sie ohne Abo praktisch nutzlos – ihr könnt zwar auf dem Smartphone das Livebild betrachten und sehen, ob Zuhause soweit alles in Ordnung ist, es würden aber keine Aktivitäten aufgezeichnet. Immerhin: ein 3-monatiges kostenloses Testabo ist im Verkaufspreis inkludiert. Eine Zentrale benötigt die Kamera übrigens nicht, da sie sich direkt mit eurem WLAN verbindet.

Arlo App
Die App arbeitet zuverlässig und ist verständlich aufgebaut.

Überwachungskamera mit „Datenschutzklappe“

Gut gefällt uns, dass die Arlo Essential Indoor Camera automatisch die Linse abdeckt, wenn sie deaktiviert wird. So kann jeder Bewohner sicher sein, dass er Zuhause nicht – absichtlich oder versehentlich – überwacht wird. Ein Feature, dass unserer Meinung nach zum Standard von Indoor-Kameras werden sollte.

Überwachungskamera schützt die Privatsphäre
Die Privatsphäre wird geschützt: Bei Inaktivität wird die Kameralinse automatisch abgedeckt.

Bild- und Tonqualität

Mit Blick auf die Bildqualität zeigt sich, dass Arlo viele Jahre Erfahrungen bei der Entwicklung von Überwachungskameras hat. Auf dem Bild sind Personen inklusive Details klar und deutlich zu erkennen. Bei Dunkelheit aktiviert sich automatisch der Nachtmodus. Das Bild ist dann leicht verrauscht und etwas unscharf, die Bildqualität aber immer noch für den vorgesehenen Einsatz als Überwachungskamera absolut ausreichend. Allerdings: Ein integriertes LED-Licht, das für ein besseres Bild bei absoluter Dunkelheit sorgen würde, besitzt die Arlo Essential Indoor Camera nicht.

An dem Zwei-Wege-Audiomodus haben wir nichts zu kritisieren. Das „in den Raum reinhören“ funktioniert einwandfrei und kann im Fall der Fälle eine nützliche Funktion sein. Der umgekehrte Weg funktioniert ebenfalls gut: Über die Smartphone-App übertragene Sprache ist vor der Kamera gut zu verstehen. Wobei im Fall der Fälle das Einschalten der integrierten Sirene sicherlich zweckmäßiger als ein Gespräch mit dem Einbrecher ist: Rund 90 Dezibel sollten dafür sorgen, dass der ungebete Gast das Weite sucht.

In unserem Test haben wir eine Verzögerung von zwei bis drei Sekunden bei der Bildübertragung gemerkt – ein für Überwachungskameras üblicher Wert.

Arlo Essential Indoor Cam: Testbild bei Tag
Hoher Kontrast und ein scharfes Bild: Die Arlo Essential Indoor Camera kann mit einer guten Bildqualität punkten.
Arlo Essential Indoor Cam: Testbild in der Nacht
Der Nachtmodus kann – trotz fehlender LED – ebenfalls überzeugen.

Sofern ihr das – wie oben beschriebene eigentlich zwingend notwendige – Abo abgeschlossen habt, werden Videos von Ereignissen bis zu 30 Tage lang in der Cloud des Herstellers gespeichert. Mit der Arlo-App könnt ihr in einer Kalenderansicht die Videos abrufen und bei Bedarf auf eurem Smartphone sichern.

Wie alle Produkte von Arlo ist auch die Essential Indoor Camera mit Amazon Alexa und dem Google Assistant kompatibel. In unserem Test wurde die Kamera automatisch von Alexa erkannt. Auf einem Echo Show konnten wir unkompliziert das Livebild der Indoor Camera anzeigen lassen („Alexa, zeige das Wohnzimmer!“)

Last but not least bietet die Arlo-App eine Geofencing-Funktion: Sofern jeder Bewohner die App auf seinem Smartphone installiert hat, wird der Überwachungsmodus auf Wunsch beim Verlassen aller Bewohner ein- und bei der Rückkehr des ersten Bewohners wieder ausgeschaltet. Ergänzend könnt ihr Zeitpläne für die Überwachung hinterlegen und die Aufzeichnung beispielsweise nachts automatisch starten.

Arlo Essential Indoor Camera im Test: Unser Fazit

Die Arlo Essential Indoor Camera überzeugt mit einer soliden Verarbeitung, einer guten Bild- und Tonqualität und einem hohen Funktionsumfang. Die Tatsache, dass bei Inaktivität automatisch die Linse abgedeckt wird, schützt die Privatsphäre der Bewohner: Es ist jederzeit klar zu erkennen, ob die Kamera aufzeichnen kann oder nicht. Der Verkaufspreis stimmt aus unserer Sicht, allerdings entstehen Folgekosten (ab 2,49 Euro pro Monat) für die Nutzung des – fast schon zwingend notwendigen – Cloud-Speichers, weshalb es beim Preis-Leistungsverhältnis Punktabzug gibt.

Die Arlo Essential Indoor Camera ist für rund 125 Euro im Handel, zum Beispiel bei Proshop.de* oder Computeruniverse.net*, erhältlich.

Arlo Essential Indoor Camera

8.8

Einrichtung

10.0/10

Bedienung

9.0/10

Verarbeitung & Design

8.0/10

Bildqualität

10.0/10

Preis-Leistung

7.0/10

Vorteile

  • einfache Einrichtung & Bedienung
  • gute Bild- und Tonqualität
  • hoher Funktionsumfang (mit Abo)
  • integrierte Sirene

Nachteile

  • zentrale Funktionen setzen Abo voraus
  • kein integriertes LED-Licht
Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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