Die Entscheidung für ein neues Heizsystem ist eine langfristige Investition. Oftmals liegt der Fokus der Verbraucherinnen und Verbraucher dabei auf den einmaligen Einbaukosten. Die Kosten über den gesamten Lebenszyklus werden hingegen oft vernachlässigt. Eine neue Analyse des Fraunhofer Instituts hat nun die Kosten verschiedener Heiztechniken in bestehenden Wohngebäuden über einen Zeitraum von 20 Jahren unter Berücksichtigung zukünftiger Energieträgerpreise und CO2-Preisentwicklung untersucht.

Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass sich eine Investition in Wärmepumpen und Fernwärme nicht nur positiv auf das Klima auswirkt, sondern auch langfristig kostengünstiger ist als das Heizen mit Gas. Laut den Forschern bieten Wärmepumpen eine effiziente Möglichkeit, um erneuerbare Energie für die Raumheizung zu nutzen. Fernwärme wird zentral erzeugt und über ein Netzwerk an Haushalte verteilt. Beide Optionen sind laut der Analyse sowohl ökologisch als auch ökonomisch vorteilhaft.

Bei der Wahl eines Heizsystems sollten nicht nur die einmaligen Anschaffungskosten, sondern die Gesamtkosten über den gesamten Lebenszyklus berücksichtigt werden. Die Forscher betonen, dass sich eine Investition in Wärmepumpen und Fernwärme langfristig auszahlt, sowohl finanziell als auch in Bezug auf den Klimaschutz.

»Viele Menschen schauen bei der Investition in ein neues Heizsystem vor allem auf die Investitionskosten. Stattdessen sollten aber sämtliche zu erwartenden Kosten, insbesondere die Energieträgerpreis inklusive CO2-Preisanteil, über den Lebenszyklus berücksichtig werden. Entscheidend ist vor allem das Verhältnis von Strom, Gas und gegebenenfalls Fernwärme bei der Wahl des kostengünstigsten Heizsystems. Dies galt auch schon in der Vergangenheit, erlangt aber durch die absehbare Steigung der CO2-Preise in den nächsten 20 Jahren eine zusätzliche Relevanz«, erklärt Autor Robert Meyer vom Fraunhofer ISE die Motivation der Studie.

Wärmepumpe: Positive Kostenbilanz auch in Altbauten

Wärmepumpen sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich die beste Option für Einfamilienhäuser. Die Gesamtkosten können durch den Einsatz von Photovoltaik zur Eigenverbrauchsoptimierung weiter gesenkt werden. Auch in Mehrfamilienhäusern ist der Wechsel zu Wärmepumpen oder Fernwärme kostengünstiger als der Einbau einer neuen Gasheizung. Diese positive Kostenbilanz gilt auch für un- und teilsanierte Altbauten, obwohl die Verbrauchs- und Investitionskosten im Vergleich zu energetisch sanierten Altbauten höher sind.

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Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.