Philips Hue Bewegungsmelder im Test

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Philips hat auf der IFA in diesem Jahr neben neuen Leuchten auch einen Bewegungsmelder vorgestellt, der direkt in das Hue-Lichtsystem integriert werden kann. Wir haben den Bewegungsmelder getestet und erläutern die Vor- und Nachteile in unserem Testbericht.

Installation und Einrichtung

Der Bewegungsmelder kann sehr flexibel an Wänden oder Möbeln befestigt werden – entweder stellt man ihn einfach auf ein Regal oder man befestigt den Sensor mit der mitgelieferten Schraube.
Auch wenn das Gerät mit der Schraube an einer Wand/Decke befestigt wurde, lässt sich der Bewegungsmelder noch ausrichten bzw. der “Beobachtungsbereich” verändern. Das Gehäuse ist sehr kompakt und lässt sich somit recht unauffällig im Wohnbereich anbringen. Wir empfehlen die Montage des Sensors in einem Flur, doch hierzu später mehr.

Die Ersteinrichtung in der Hue App gestaltet sich sehr einfach: Man wählt dazu im Hauptmenü den Punkt “Einrichtung des Zubehörs” und fügt anschließend durch einen Druck auf das Pluszeichen ein neues Gerät hinzu. In der folgenden Ansicht werden das aktuell verfügbare Zubehör von Philips Hue angezeigt – der Hue Tap switch, der Hue dimmer switch und der neue Hue motion sensor. Nach der Auswahl des neuen “motion sensors” kann der Ausfstellort des Sensors angegeben werden, z.B. “Wohnzimmer” oder “Flur EG”. Geht man die weiteren Schritte zur Einrichtung des motion sensors in der Hue App durch, folgen einige Hinweise zur Ausrichtung des Sensors und zu den Standard-Einstellungen, die sich anschließend an die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen.

Funktionen

Zusammengefasst kann mit Hilfe des Hue Sensors eine einstellbare Lichtszene eingechaltet werden, wenn eine Bewegung festgestellt wurde. Dazu können zwei Zeiträume definiert werden, für die jeweils eine Lichtszene gewählt werden kann. So kann man zum Beispiel tagsüber abhängig vom vorhandenen Umgebungslicht (zwischen 08:00 bis 23:00 Uhr in der Standard-Einstellung) eine Szene aktivieren lassen, Nachts (23:00 bis 08:00 Uhr) dann eine andere Szene – z.B. die Szene “Nachtlicht”, damit man in der Nacht nicht geblendet wird. Die Uhrzeiten sind dabei einstellbar, es können jedoch neben den vorhandenen Zeiträumen für “Tag” und “Nacht” nicht weitere Zeiträume hinzugefügt werden.

Außerdem lässt sich einstellen, was Philips Hue tun soll, wenn nach Aktivierung der Szene keine weitere Bewegung in einem einstellbaren Zeitraum erfasst wurde. Hier lässt sich konfigurieren, dass die Lampen z.B. nach 15 Minuten ohne Bewegung wieder ausgeschaltet werden sollen – oder aber nichts weiter passiert, die durch den Bewegungsmelder aktiviert Szene also eingeschaltet bleibt. Es lässt sich neben der Lichtempfindlichkeit auch die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung stufenlos einstellen.

Hue Motion Bewegungsmelder

Hue Motion Bewegungsmelder

Hier kommen wir zum aktuell aus unserer Sicht vorhandenen Schwachpunkt des Bewegungsmelders, bzw. der Hue-Software. Leider lässt sich aktuell nämlich nicht einstellen, dass die eventuell bereits aktivierte Szene (z.B. durch den Hue Lichtschalter eingeschaltet) nicht verändert werden soll – oder aber, dass zur vor der erkannten Bewegung aktiven Lichtszene zurück gewechselt werden soll. Wenn man also gemütlich im Wohnzimmer sitzt und die Lichtszene “Gedämpftes Licht” selbst aktiviert hat und jemand am Bewegungsmelder vorbei läuft, wird die eingestellte Szene eingeschaltet – unabhängig davon, ob schon eine andere Szene aktiv war oder nicht. Daher empfehlen wir aktuell den Bewegungsmelder eher zur Steuerung der Lampen im Flur zu nutzen, da hier in der Regel weniger Szenen genutzt werden und so ein einfaches “Licht an bei Bewegung” realisiert werden kann.

Vor- und Nachteile des Philips Hue Bewegungsmelders

Vorteile

  • Einfache Installation und Einrichtung
  • Sensor reagiert sehr schnell und zuverlässig

Nachteile

  • Aktuell noch eingeschränkte Konfigurationsmöglichkeiten
  • Motion Sensor wird aktuell (Stand 12.10.2016) noch nicht in der alternativen Hue-App “IConnectHue” unterstützt.

Der Philips Hue Bewegungsmelder im Test – unser Fazit

Hue-typisch lässt sich der Bewegungsmelder sehr einfach installieren und einrichten. Die Reaktionszeit ist erfreulich schnell und der Sensor reagiert sehr zuverlässig. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind in der aktuellen Version der Hue Software leider noch etwas unvollständig, was den Anwendungsbereich einschränkt. Wir gehen jedoch davon aus, dass Philips die weiter oben beschriebene Funktion (“zurück zur vorherigen Szene”) sicher in einem Update der Software nachliefern wird. Wir können den Sensor insgesamt empfehlen, aktuell jedoch eher zum automatischen Einschalten der Beleuchtung im Flur, als zum “komplizierteren” Szenenwechsel im Wohnzimmer.

Der Philips Hue Bewegungsmelder ist zum Preis von knapp 40€ zum Beispiel bei Amazon erhältlich*.

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14 Kommentare

  1. Bin schon seit 3 Wochen im Kontakt mit der Philips Entwicklungsabteilung in Enschede. Sie wollen folgendes versuchen umzusetzen: Das man mehrere Szenen / Zeit-Profile durch ein + aktivieren / erstellen kann, damit man auch für Dämmerungszustände (Abends, Morgens, …) das passende Licht hat.

    Ausserdem sind noch ein paar Bugs vorhanden, wie z.B. wenn man das Licht im Gang ausschaltet, dauert es über eine Minute bis der Bewegungsmelder reagiert, das herunterdimmen der Bewegungsmelder-Szene um 50% bevor der Lichter sich ausschalten, funktioniert nicht immer und lässt sich leider nicht einstellen.

    Ich hoffe, das bald 3rd Party Apps sich dieser Problematik annehmen, die hier einfach mehr Funktionen / Optionen einbauen. Bei IFTTT.com gibt es bisher leider noch keine Szenarien für den Bewegungsmelder, die jedoch bestimmt bald kommen werden.

    Schade Philips, da wäre mehr drin gewesen :( Aber ich bin froh, das nun endlich ein bezahlbarer Bewegungsmelder da ist :)

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  3. Die Kritik, dass eine vorhandene Szene durch eine Bewegungsmelderaktivierung übersteuert wird, habe ich bereits in einem anderen Blog-Beitrag gelesen, kann sie allerdings nur begrenzt nachvollziehen. Der Motion Sensor soll ja schließlich nur in dem Fall reagieren, wenn jeweiliger Raum im Dunkeln liegt. Zu diesem Zweck lässt sich, wie von Ihnen bereits beschrieben, zugehörige Lichtempfindlichkeit flexibel regeln. Sollte nun bereits eine Lichtszene aktiv sein, so ist das betreffende Zimmer selbstredend nicht mehr unbeleuchtet und der Sensor dürfte bei korrekter Lichtempfindlichkeitseinstellung nicht mehr auslösen. Davon unbenommen bedarf es softwareseitig natürlich noch nach zusätzlichen, flexibleren Steuerungsoptionen. Bspw. wäre es ebenfalls sinnvoll, nicht nur eine gesamte Zimmerbeleuchtung sondern auch lediglich einzelne Lampen per Motion Sensor ansteuern zu können. Jedoch bin ich in diesem Zusammenhang guter Dinge, dass entsprechender Funktionsumfang im Zuge folgender Updates durch den Hersteller sukzessive erweitert werden wird.

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