Spin Remote – Fernbedienung mit Gestensteuerung im Test

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Als das Projekt “Spin Remote” im letzten Jahr auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter Geld eingesammelt hat, haben wir die Universalfernbedienung bereits vorgestellt. Seit einigen Tagen testen wir die Fernbedieung mit Gestensteuerung und prüfen, wie praxistauglich das Gerät im Alltag ist.

 Funktionen der Spin Remote

Spin Remote ist nicht einfach eine weitere per App konfigurierbare Universalfernbedienung. Das Startup hinter Spin Remote hat sich ein neuartiges Bedienkonzept ausgedacht, dass ohne Knöpfe auf der Fernbedienung auskommt. Dazu wurde das Gerät mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, die so durch eine Berührungs- und Gestensteuerung die Bedienung z.B. des Fernsehers ermöglichen sollen.

Grundsätzlich kann Spin Remote Geräte direkt per Infrarot oder Bluetooth steuern, oder per WLAN (z.B. Sonos-Lautsprecher) – in diesem Fall funktioniert jedoch das per Bluetooth verbundene Smartphone als “Hub”, um per WLAN kommunizieren zu können.

Die Einrichtung der Spin remote erfolgt per Smartphone-App, in der sich für die verschiedenen Gesten Aktionen hinterlegen lassen. So kann man zum Beispiel für die Geste “Spin remote drehen” die Aktion “Lautstärke des TV lauter/leiser machen” hinterlegen. Dadurch, dass die App es ermöglicht Profile anzulegen, können Gesten mehrfach belegt werden. Je nach Profil können dann mit derselben Geste unterschiedliche Geräte gesteuert werden. Die Profile können jedoch aktuell nur über die App gewechselt werden – hier ist also ein Griff zum Smartphone notwendig.

 

 Installation und Einrichtung

Die Installation und Einrichtung der Fernbedienung wurde gut gelöst. Man startet zunächst die Spin-App, die dann per Bluetooth nach der Spin remote sucht und diese automatisch verbindet. Anschließend wird eine Suche nach Smorthome-Geräten durchgeführt, die per WLAN gesteuert werden können – in unserem Fall Philips Hue und Sonos.

 

Nachdem alle Geräte gefunden wurden, muss zunächst ein Profil angelegt werden. Dazu gibt man zuerst einen Namen für das Profil ein und wählt eine Farbe. Spin remote leuchtet bei Berührung in der hier gewählten Farbe – so ist später erkennbar welches Profil gerade auf der Fernbedienung aktiv ist. Anschließend wählt man eine Geste in der Übersicht aus und legt anschließend die Aktion fest, die mit der gewählten Geste gesteuert werden soll.

 

Wenn man an dieser Stelle z.B. “Brightness” wählt, werden anschließend alle Geräte angezeigt, die diese Aktion unterstützen – z.B. Philips Hue. Wählt man dagegen “Channel”, so kann man anschließend mit Hilfe der Fenbedienung des Fernsehers das Infrarot-Signal für den Kanalwechsel am Fernseher “aufzeichnen”, ganz so wie bei gewöhnlichen Universalfernbedienungen. Spin remote wird anschließend dieses Infrarot-Signal nutzen, um den Fernseher selbst steuern zu können.

 

Es ist möglich, mehrere Geräte in einem Profil zu steuern. Man kann, muss aber somit nicht für jedes Gerät ein eigenes Profil anlegen. Wir haben Spin remote z.B. so konfiguriert, dass man mit einer Geste die Lautstärke des Fernsehers verändern kann, mit einer anderen Geste in demselben Profil die Helligkeit von Philips Hue.

Spin Remote in der Praxis und unser Fazit

Die Steuerung funktioniert insgesamt präziser als zunächst erwartet. Spin remote gibt eine Art “Feedback” (kurze Vibration), wenn man eine Aktion durchführt. Verändert man z.B. die Lautstärke durch Drehen der Spin remote, vibriert bei jedem Lautstärke-Schritt kurz die Fernbedienung. Man muss sich dennoch an diese Art der Steuerung gewöhnen, da man zunächst möglicherweise viel zu viele Schritte ausführt und somit der Fernseher viel zu laut oder viel zu leise ist.

Uns gefällt die sehr einfache Einrichtung der Fernbedienung und das sehr gelungene Design. Das neuartige Bedienkonzept durch die Berührungs- und Gestensteuerung ist gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber doch besser als zunächst erwartet. Leider benötigt Spin Remote immer eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone, um z.B. Sonos fernsteuern zu können. Zusätzlich muss dabei die Spin-App mindestens im Hintergrund auf dem Smartphone aktiv sein.

In der Praxis führt dies dazu, dass nach einem Abbruch der Bluetooth-Verbindung zunächst die App wieder geöffnet und die Verbindung erneut hergestellt werden muss. Kommt man also nach Hause und möchte mal eben schnell Sonos mit der Fernbedienung steuern, so muss man zunächst die Spin-App starten und auf die Verbindung warten. Das ist im Alltag wirklich nervig – und führt dann dazu, dass man lieber direkt die Sonos App startet oder einfach zum Gerät hingeht. Lösen ließe sich dieses Problem nur, wenn in der Spin Remote ein Wifi-Modul vorhanden wäre, dass ohne Smartphone eigenständig eine Verbindung ins WLAN halten kann. Dies würde sich jedoch auf die Batterielaufzeit und sicherlich auch den Preis auswirken.

Die Steuerung der Geräte, die per Infrarot angesprochen werden, funktioniert dagegen auch ohne Verbindung der Spin Remote zum Smartphone. Wer also überwiegend den Fernseher oder die Heimkino-Anlage mit der Spin Remote steuern möchte, wird hier weniger Probleme haben. Für Nutzer, die nur Sonos oder Philips Hue damit steuern möchten, empfehlen wir Spin Remote nicht – hier gibt es praktischere Lösungen wie z.B. Hue-Wandschalter und Fernbedienungen.

Spin Remote ersetzt aus unserer Sicht nicht komplett vorhandene Fernbedienungen, da komplexere Aktionen (z.B. EPG-Bedienung u.ä.) damit nicht sinnvoll ausgeführt werden können. Somit eignet sich die Fernbedienung eher für einfache Aktionen wie “Lauter/Leiser” oder “Helligkeit verändern”.

Die Fernbedienung Spin Remote kann zum Preis von 99€ direkt auf der Webseite des Herstellers bestellt werden.

Spin Remote Alternativen

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2 Kommentare

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