Enblink: Sprachsteuerung für das Smarthome

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Die Steuerung von Lampen, Thermostaten und weiteren Geräten via mittels Smartphone-App ist sicherlich praktisch – noch praktischer wäre aber in vielen Fällen eine Sprachsteuerung für das Smarthome. Das haben sich auch die Gründer des Start Ups Enblink gedacht und einen Stick vorgestellt, der über den USB-Anschluss mit einem Google TV verbunden wird und anschließend die Steuerung von Z-Wave kompatiblen Geräten mittels Sprachbefehlen ermöglicht. „Fernseher an!“ könnte somit zum Beispiel das TV-Gerät einschalten und gleichzeitig die Lampen runterdimmen.

Enblink

Enblink: Der USB-Stick ermöglicht die Steuerung des Smarthomes mit Sprachbefehlen.

Zunächst hört sich die Idee interessant an, zumal der Preis von 85 US-Dollar (rund 62 Euro) vergleichsweise günstig ist, wenngleich – sofern noch nicht vorhanden – weitere Kosten für eine Google TV Settop-Box anfallen.

Auf dem zweiten Blick offenbart sich aber eine Schwäche des Produkts: Für die Sprachsteuerung muss weiterhin zum Smartphone gegriffen und ein Widget mittels Fingertipp aktiviert werden – im Vergleich zu einer normalen Steuerung via App (die mit Enblink ebenfalls möglich ist) dürfte der Zeitgewinn somit eher minimal sein.

Für Besitzer eines Google TV – davon dürfte es aber zumindest hierzulande wenig geben – ermöglicht Enblink einen günstigen Einstieg in die Hausautomatisierung. Das System ist sowohl mit der Settop-Box von Google, als auch mit Fernsehern, die Google TV unterstützen, kompatibel.

Der von Enblink unterstützte Z-Wave Standard wird von zahlreichen Smarthome-Produkten, wie beispielsweise Zwischenschaltern, Fenstersensoren, IP-Kameras, Thermostaten und sogar Türschlössern (das Unternehmen empfiehlt das Kwikset Smartcode Deadbolt) unterstützt. Somit kann der USB-Stick tatsächlich als Steuerungseinheit für das gesamte Smarthome eingesetzt werden.

In dem nachfolgenden Video wird die Funktionsweise von Enblink vorgestellt. Das Produkt ist für 85 US-Dollar zzgl. Versandgebühren auf der Herstellerwebsite erhältlich. Bei Amazon.com gibt es den Stick bereits für 80 US-Dollar (gegebenenfalls fallen zusätzlich Zollgebühren an).

Eine ähnliche Idee wird mit dem Kickstarter-Projekt Ivee Sleek verfolgt. Hierbei handelt es sich um einen „smarten“ Radiowecker, der ebenfalls eine Sprachsteuerung des Smarthomes ermöglicht.

Beide Produkte zeigen, in welche Richtung sich die Hausautomatisierung in der nächsten Zeit entwickeln wird: Die – nicht immer praktible – Steuerung via App wird um Sprachbefehle oder Gestensteuerung (siehe „Hausautomatisierung mit Gestensteuerung und Bluetooth-Tags„) ergänzt. Anfang des Jahres haben wir weitere Smarthome-Trends zusammengestellt.

Was meint Ihr: Wie sieht die Zukunft der Hausautomatisierung aus? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

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