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Das smarte Beleuchtungssystem Philips Hue haben wir bereits 2014 in einem ausführlichen Testbericht vorgestellt. Mittlerweile hat der Hersteller mit der Bridge 2.0 eine HomeKit-fähige Zentrale auf den Markt gebracht, die wir uns genauer angesehen haben.

Philips Hue Funktionen

Zunächst kurz zur grundsätzlichen Funktionsweise von Philips Hue: Die Bridge wird mit dem Router verbunden und dient anschließend als zentrale Steuerungseinheit für sämtliche kompatible Lampen. Philips bietet für das System beispielsweise E27-Lampen*, LED-Lichterketten* und sogar akkubetriebene LED-Lampen an. Die Beleuchtung lässt sich mit einer Smartphone-App steuern, wobei neben der Helligkeit auch die gewünschte Farbe eingestellt werden kann. Sämtliche Einstellungen lassen sich als „Szenen“ in der App speichern und können von dort aus jederzeit – auch zeitgesteuert – aktiviert werden.

Die neue, rund 57 Euro teure Version der Philips Hue Bridge ergänzt den Funktionsumfang um die Unterstützung von Apple HomeKit. Apples Smart Home Plattform ermöglicht zum einen die Vernetzung mit weiteren HomeKit-Produkten und zum anderen die Sprachsteuerung mit Siri.

philips-hue-homekit
Philips Hue mit Apple HomeKit: Lieferumfang.

Einrichtung der Hue Bridge

Im ersten Schritt müssen wir die Einstellungen von unserer alten Bridge auf die Bridge 2.0 übertragen, was in unserem Test reibungslos funktioniert hat. Die neue Bridge wird einfach an Strom und den Router angeschlossen und schon können die Daten mit der Hue App in wenigen Schritten übertragen werden.  Abschließend wird die alte Bridge vom Stromnetz getrennt und im Menü der Hue App erscheint die Option „Siri-Sprachsteuerung“.

Philips Hue App
Die Philips Hue App überträgt sämtliche Einstellungen in wenigen Schritten auf die neue Bridge.

Philips Hue: Sprachsteuerung mit Siri

Nach der Einrichtung lassen sich die Hue Lampen problemlos mit Sprachbefehlen wie „Schalte das Licht an“, „Schalte das Licht auf blau“ oder „Schalte alle Lampen aus“ steuern. Außerdem lassen sich mit dem Sprachbefehl „Aktiviere (Szenenname)“ Lichtszenen mit Siri aktivieren, sofern die gewünschten Szenen vorab in der Hue App für die Sprachsteuerung aktiviert wurden.

Philips Hue App: Siri Unterstützung
Für die Aktivierung von Lichtszenen mit Siri müssen die gewünschten Szenen zunächst für die Sprachsteuerung aktiviert werden.

Während die Sprachsteuerung mit Siri grundsätzlich reibungslos funktioniert, haben wir in unserem Test die Möglichkeit vermisst, Lampen zu Räumen zuzuordnen. Es bleibt zu hoffen, dass Philips diese Funktionen mit einem künftigen Update nachreicht. In der Zwischenzeit könnt ihr eure Hue Lampen mit der HomeKit App „Devices“ (2,99 Euro) Räumen zuordnen und anschließend mit Siri steuern.

HomeKit App
Mit der App „Devices“ könnt ihr Räume zur Steuerung der Philips Hue Lampen einrichten.

Die Sprachsteuerung des Hue Systems funktioniert natürlich auch mit der Apple Watch – eine Funktion, die wir im Alltag oft genutzt haben, erspart sie doch den oft lästigen Griff zum Smartphone.

Apple Watch: Siri Sprachsteuerung
Siri auf der Apple Watch: Steuerung des Philips Hue Systems.

Philips Hue mit HomeKit im Test: Unser Fazit

Kommen wir zur entscheidenden Frage: Lohnt sich der Umstieg auf die neue Philips Hue Bridge? Die Antwort hängt von dem persönlichen Nutzungsverhalten ab. Uns gefällt die Sprachsteuerung mit Siri zwar grundsätzlich gut, im Alltag verwenden wir in den meisten Fällen aber doch den Lichtschalter Philips Hue Tap oder den Philips Hue Wireless Dimming Schalter, um die gewünschten Hue Szenen ein- oder auszuschalten. Der Lichtschalter reagiert noch zuverlässiger als Siri und lässt sich beispielsweise auch dann problemlos verwenden, wenn (laute) Musik eingeschaltet ist und Siri Verständigungsprobleme hätte.

Mittelfristig wird die HomeKit-Unterstützung neben Siri noch weitere Vorteile bieten. Aktuell ist hierzulande die Auswahl an weiteren HomeKit-Produkten allerdings noch immer überschaubar – es fehlt also an Systemen, mit denen sich Philips Hue via HomeKit vernetzen ließe. Schade finden wir, dass Philips mit dem Hardware-Upgrade dem Hue System neben HomeKit nicht noch weitere neue Funktionen spendiert hat.

Somit können wir einen Wechsel der Bridge nur denjenigen empfehlen, die auf die Sprachsteuerung des Philips Hue Systems nicht verzichten möchten.

Die Philips Hue Bridge mit Apple HomeKit-Unterstützung ist für rund 57 Euro im Handel, zum Beispiel bei Amazon*, erhältlich. Ein Starterkit mit drei E27 Lampen gibt es für rund 180 Euro bei Amazon*.

Anzeige / Letzte Aktualisierung am 26.06.2019 um 13:14 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

3 Kommentare

  1. Tipp: Die Räume bzw. Lampen Lassen sich mit der Elgato Eve App trennen. Klappt einwandfrei

  2. Nach einigen Startschwierigkeiten mit Apple HomeKit, siehe hier (http://www.zopel.de/2015/12/01/apple-homekit/), bin ich mit meiner Lichtsteuerung sehr zufrieden. Ich habe mir sogar noch ein paar Restbestände der Philips Living Whites Plugs zugelegt, diese lassen sie direkt ins Hue System aufnehmen, in Szenen integrieren und vor allem dimmen, das können die meisten Plugs nicht mehr. Die Steuerung über die Watch funktioniert tadellos und der Fernzugriff bring meine Freundin an den Rand des Wahnsinn. Erwähnenswert ist die IF Unterstützung, jetzt sehe ich an Hand der Lampenfarbe, ob es Regnet draußen.
    @Bernd: guter Hinweis mit der Elgato App, momentan die beste kostenlose App für die HomeKit-Einrichtung.

  3. Ein entscheidender Nachteil der meisten bisherigen LED-Lampen:

    Wenn Du am Lichtschalter ajusschaltest und dann wieder einschlatest, ist die Farbe weg, die Lampe leuchtet lediglich weiss! Hier muss dringend noch nachgebessert werden, sonst sind die Leuchtmittel praktisch wertlos. Denn wer möchte bei jedem Einschalten das Handy bedienen, da ist doch der alte Lichtschalter viel bequemer…

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