Übersicht: Elektronische Heizkörperthermostate, die eure Heizkosten senken

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Der Winter steht vor der Tür und manch einem graut es jetzt schon angesichts der steigenden Energiekosten vor der Heizkostenabrechnung. Mit zeitgesteuerten, beziehungsweise automatischen Heizkörperthermosten lassen sich die Heizkosten reduzieren – insbesondere dann, wenn beispielsweise während der Woche tagsüber niemand bei euch zu Hause ist, die Heizung in dieser Zeit aber bislang weiterläuft.

Einfache elektronische Heizkörperthermostae lassen sich relativ einfach an die Heizkörper anbringen und drehen anschließend die Ventile je nach Uhrzeit und Wochentag auf, beziehungsweise zu. Die Konfiguration erfolgt dabei direkt am Thermostat. Eine Steuerung mittels Smartphone-App ist bei diesen Varianten nicht möglich, dafür sind sie bereits ab 10 Euro erhältlich.

Thermoste von Systemen wie Homematic, Qivicon oder Innogy (ehemals RWE SmartHome) können in umfassendere Smart Home-Systeme integriert werden, mit denen dann nicht nur die Heizung, sondern beispielsweise auch die Beleuchtung gesteuert werden kann. Die Einstiegskosten sind hier allerdings deutlich höher, da neben den Thermostaten auch eine Zentrale benötigt wird. Ein Vorteil: Dank der Steuerungszentrale können die Heizkörper auch von unterwegs gesteuert werden. So kann auf dem Rückweg des Winterurlaubs beispielsweise von unterwegs die Heizung aufgedreht werden.

Nachfolgend findet ihr unsere Übersicht mit den aktuell erhältlichen elektronischen Heizkörperthermostaten.

Übersicht: Elektronische / programmierbare Heizkörperthermostate

Heizkörperthermostat Typ N von ELV: Der Preisbrecher

Elektronisches Heizkörperthermostat

Heizkörperthermostat Typ N von ELV

Das Heizkörperthermostat Typ N von ELV.de ist für preiswerte 10 Euro zu habem. Die Heiz- und Absenkzeiten lassen sich individuell programmieren, beispielsweise in Form eines Wochenprogramms. Das Thermostat ist mit einee Frost- und Kalkschutzautomatik sowie eine Temperatursturzerkennung (z.B. beim Stoßlüften) ausgestattet. Die Stromversorgung übernehmen zwei Mignon-Batterien, die eine Laufzeit von ca. drei Jahren haben sollen.
Preis: Ca. 10,00 Euro bei ELV.de

„SPARmatic-Zero 2011“: Elektronisches HHeizkörperthermostat unter 20 Euro

SPARmatic-Zero-2011

SPARmatic-Zero 2011

Mit einem Preis von rund 15 Euro gehört das SPARmatic-Zero 2011 zu den günstigsten Thermostat in unserer Übersicht. Das Thermostat ist relativ kompakt und lässt sich laut den Erfahrungsberichten im Internet recht einfach konfigurieren. Mit dem optional erhältlichen „Programmierstick für SPARmatic comet“ können die gewünschten Zeitprofile bequem am PC eingerichtet und dann via USB auf das Thermostat übertragen werden, was insbesondere bei mehreren Thermostaten Zeit sparen kann. Der Stick kostet allerdings rund 20 Euro.
Preis: ca. 15,00 Euro, z.B. bei Amazon*

Honeywell HR25-Energy: Großes Display, große Tasten

Elektronisches Heizkörperthermostat von Honeywell

Honeywell HR25-Energy

Honeywell bietet verschiedene Ausführungen des elektronischen Thermostats an. Das HR25 Energy liegt mit rund 28 Euro preislich im Mittelfeld, besitzt ein ausreichend großes Display und lässt sich relativ einfach einrichten. Je nach Wochentag und Uhrzeit lassen sich verschiedene Temperaturen einstellen, wobei eine manuelle Steuerung natürlich ebenfalls jederzeit möglich ist. In unserem Honeywell HR25-Energy Test haben wir das Produkt kürzlich ausführlich vorgestellt und ein positives Fazit gezogen:

Das Honeywell HR25-Energy bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Der Einspareffekt hängt natürlich davon ab, ob sämtliche Heizkörperthermostate bislang immer manuell im Haushalt bedient wurden, oder ob beispielsweise häufiger die Heizkörper tagsüber voll aufgedreht bleiben, obwohl sich keine Personen im Haushalt befinden – in diesem Fall würde das HR25-Energy zuverlässig dafür sorgen, dass die Temperatur um einige Grad abgesenkt wird.

Preis: ca. 30,00 Euro, z.B. bei Amazon*

Eqiva Bluetooth Smart Heizkörperthermostat: Günstige Lösung mit Smartphone App

Heizkoerperthermostat-Smartphone

Das eQ-3 Heizkörperthermostat Bluetooth lässt sich via Smartphone App steuern.

Das eqiva Bluetooth Smart Heizkörperthermostat gehört zu den wenigen Thermostaten in unserer Übersicht, die via Smatphone App gesteuert werden können und dafür keine Smarthome-Zentrale benötigen. Mit einem Preis von rund 23 Euro ist es zudem relativ preiswert. Für die Kommunikation zwischen Thermostat und Smartphone App setzt der Hersteller auf Bluetooth. Mit der App lassen sich die Thermostate anlernen und einzelnen Räumen zuordnen, wobei bis zu fünf Thermostate pro Raum unterstützt werden. Ein Nachteil: Die Steuerung von unterwegs ist nicht möglich.
Preis: ca. 23,00 Euro, z.B. bei Amazon*

Xavax Max!: Heizkörper via Smartphone steuern

Xavax Max

Xavax Max! Heizungssteuerung

Die Heizkörperthermostate von Xavax werden über eine rund 50 Euro teure Zentrale (“Max! Cube Lan Gateway”) via WLAN in das eigene Heimnetzwerk einbinden und lassen sich anschließend via PC oder Smartphone auch von unterwegs bedienen.

Der Hersteller bietet auch ein rund 130 Euro teures „Starterkit“ an, das neben der Zentrale zwei Thermostate, einen Wandschaltet und zwei Fensterkontakte enthält. Optional ist zudem ein Wandthermostat erhältlich, das rund 30 Euro kostet und mehrere Heizkörper in einem Raum zentral steuern kann. In unserem Bericht haben wir das Xavax Max! System ausführlicher vorgestellt.
Preis: ca. 30,00 Euro zzgl. Kosten für Zentrale, z.B. bei Amazon* oder ELV.de

Elgato Eve Thermo: Heizungssteuerung mit Siri

elgato-eve-thermo

Das Elgato Eve Thermo wird über Apples HomeKit-Plattform angesteuert und lässt sich so mit weiteren HomeKit-fähigen Geräten vernetzen. Natürlich lassen sich in der Elgato Eve App auch Zeitprofile hinterlegen, damit beispielsweise die Heizung während der Woche von 8 bis 18 Uhr automatisch zugedreht wird. Wie alle HomeKit-fähigen Produkte kann auch das Eve Thermo mit Sprachbefehlen (Siri) gesteuert werden. In unserem Elgato Eve Thermo Test haben wir allerdings Tasten am Thermostat selber vermisst:

Das Elgato Eve Thermo konnte uns in unserem Test (noch) nicht überzeugen. Der zentrale Kritikpunkt ist das Fehlen von Bedienelementen direkt am Thermostat: Die Heizung kann mit dem Eve Thermo ausschließlich mit einem iOS-Gerät (iPhone oder iPad) gesteuert werden. Ist das iPhone nicht zur Hand, außerhalb der Bluetooth-Reichweite oder der Akku gerade leer, kann die Heiztemperatur nicht geändert werden.

Preis: ca. 70,00 Euro, z.B. bei Amazon*

Heizkörperthermostat von Homematic: Komfortabel aber teuer

Das robust verarbeite Thermostat ist nur ein Produkt einer Serie von Produkten für die Hausautomatisierung von Homematic. Für den Betrieb des Funk-Heizkörperthermostats wird die Homematic-Zentrale benötigt, die aktuell für rund 135 Euro im Handel erhältlich ist. Damit könnt Ihr dann allerdings nicht nur die Heizung, sondern gleich das ganze Haus steuern – zumindest dann, wenn Ihr Euch die weiteren Homematic-Produkte, wie beispielsweise Türsensoren, Bewegungsmelder und und Regensensoren zulegt.

Die Bedienung ist via PC, Smartphone oder Tablet PC möglich. Natürlich könnt Ihr die Temperatur auch direkt am Thermostat selber regulieren.
Preis: ca. 35 Euro zzgl. Zentrale, z.B. bei Amazon* oder ELV.de

Heizkörperthermostat von Innogy SmartHome (zuvor RWE SmartHome): Zuverlässige Heizungssteuerung

smarthome-heizkoerperthermostat

Heizkörperthermostat von RWE SmartHome

Das Thermostat ist solide und hochwertig verarbeitet und besitzt ein großes Display, das mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet ist. Mit einem Preis von 38 Euro ist das Produkt aber alles andere als ein Schnäppchen, zumal für den Betrieb die RWE SmartHome-Zentrale erforderlich ist, die aktuell rund 100 Euro kostet. Dafür lassen sich die Thermostate bequem am PC einrichten und auch von unterwegs via Smartphone oder Tablet PC steuern.

Darüber hinaus bietet RWE SmartHome genau wie Homematic weitere Produkte für die Hausautomatisierung an, die „intelligent“ miteinander kombiniert werden können. Wer lediglich seine Heizung zeitgesteuert schalten möchte, sollte er zu den oben aufgeführten (günstigeren) Produkten greifen. Die Lösung von RWE kann für diejenigen interessant sein, die eine vollständige Lösung für die Hausautomatisierung suchen. Mehr dazu findet Ihr in unserem RWE SmartHome Test sowie in unserem Bericht über das RWE SmartHome Heizkörperthermostat.

Zuletzt ist es um das RWE SmartHome System allerdings relativ ruhig geworden. Insbesondere die Smarthome App wird seit geraumer Zeit nicht mehr weiterentwickelt. Auch in unserem Forum mehren sich die kritischen Stimmen von Anwendern, die bislang vergebens auf neue Funktionen und eine überarbeitete Smartphone App warten.
Preis: ca. 38 EUR zzgl. Kosten für Zentrale, z.B. bei Amazon* oder eBay

Heizkörperthermostat von Magenta SmartHome (Qivicon): Heizungssteuerung und mehr

Homematic Heizkörperthermostat für Qivicon Smarthome

Das Homematic Heizkörperthermostat

Das Magenta SmartHome-System Deutschen Telekom kann genau wie RWE SmartHome oder Homematic zu einem umfangreichen System ausgebaut werden. Die rund 100 Euro teure Qivicon Smarthome Zentrale unterstützt aktuell Produkte von Homematic (eQ-3), Philips (Philips Hue), Miele und Osram (Osram Lightify).

Für die Heizungssteuerung können Heizkörperthermostate von Homematic / eQ-3 integriert werden, die für rund 40 Euro pro Stück erhältlich sind. Die Thermostate sind relativ robust und fügen sich mit einem kompakten Design gut in den Wohnraum ein. Die Steuerung der Thermostate ist direkt am Heizkörper und mit der Qivicon App der Deutschen Telekom möglich. In der App lassen sich auch Tage und Zeitfenster konfigurieren, damit die Heiztemperatur an den Tagen automatisch reduziert wird, wenn sich keine Personen im Haushalt aufhalten.

Ein Nachteil des Magenta SmartHome-Systems ist die monatliche Grundgebühr, die bei 4,95 Euro, beziehungsweise 9,95 Euro (mit subventionierter Hardware) liegt. Die Qivicon Zentrale und kompatible Produkte sind im Online-Shop der Telekom erhältlich.

Das System haben wir in einem Testbericht ausführlich vorgestellt: Magenta SmartHome im Test. In einem Erfahrungsbericht erläutern wir zudem die Möglichkeiten der Heizungssteuerung mit dem Magenta SmartHome.
Preis: ca. 39 EUR zzgl. Kosten für Zentrale und Grundgebühr, z.B. bei Amazon*

Eure Meinung: Heizkosten sparen mit einem automatischen Heizkörperthermostat?

Habt Ihr zu Hause elektronische Thermostate im Einsatz? Was haltet Ihr von den Produkten? Konntet Ihr damit Eure Heizkosten reduzieren? Wir freuen Euch über Eure Kommentare!

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15 Kommentare

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  4. Herrmann Daniel am

    für unsere zweitwohnung zu optimieren suche wir für die bestehende elektro bodenheizung mantel-heizmatten eine zusätzliche steuerung mit 2-4 wandthermostate ohne bodenfühler (schon vorhanden) mit relais oder über schnittstelle wo ich über internet oder handy steuern und verstellen kann.
    m.f.g. d.herrmann

    • Das System Homematic IP kann elektrische Heizungen über schaltbare Steckdosen im Zusammenhang mit Wandthermostaten regeln.
      Gruß etamax

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  8. Wie bewertet ihr eigentlich das funkgesteuerte Thermostatsystem von Danfos (Living Connect).

    Es wäre schön hierzu auch einen Test zu lesen.

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